Der prophetische Umgang mit Seuchen und Epidemien

Der prophetische Umgang mit Seuchen und Epidemien

Als im 18. Jahr nach der Hijra im Gebiet des heutigen Palästinas eine Seuche ausbrach, handelten die Gefährten des Gesandten auf Basis der prophetischen Anweisung: Wenn sie (die Pest) in einem Land/einer Gegend ausbricht, in dem ihr seid, so verlasst es nicht. (Und wenn ihr hört), dass sie in einem Land ausgebrochen ist, so betretet es nicht. (Sahih Al-Bukhari)

Das Wunder, das sich in diesem Hadith widerspiegelt, besteht in dem Verbot, die von der Epidemie betroffene Gegend zu verlassen, selbst wenn es sich um eine nicht infizierte Person handelt. Schließlich ist es zwar logisch und war sicher auch zur damaligen Zeit nachvollziehbar, ein betroffenes Gebiet nicht zu betreten. Hingegen ist der Grund dafür, eine augenscheinlich gesunde Person an der Flucht zu hindern, unklar und rein rational nicht erklärbar. Im Gegenteil, die natürliche und logische Reaktion des Menschen bestünde darin, vor der Krankheit und einer Ansteckung zu fliehen.

Die Weisheit hinter dieser prophetischen Anweisung wurde erst viel später mit dem medizinischen und wissenschaftlichen Fortschritt deutlich. Somit besteht heute Konsens unter den Medizinern, dass eine Person innerhalb eines Seuchengebietes zwar selbst gesund sein mag, gleichzeitig aber als Träger (Wirt) für Viren, Keime und Krankheiten dienen kann. Um die Übertragung zu verhindern, wird heute weltweit das Prinzip der Quarantäne angewandt, das exakt dem entspricht, was unser Prophet (s) bereits vor über 1.400 Jahren befahl, welcher kein Virologe war noch Risikomanagment studierte.

Allah sprach die Wahrheit, als er seinen Propheten mit folgenden Worten beschrieb: „Und er redet nicht aus (eigener) Neigung. Es ist vielmehr eine Offenbarung, die (ihm) eingegeben wird.“ (Sure 53 Vers 2-3)

Der Mensch ein Samentropfen

Der Mensch ein Samentropfen

Der Mensch ein Samentropfen

„Sieht denn der Mensch nicht, daß Wir ihn aus einem Samentropfen erschaffen haben, und doch ist er sogleich ein deutlicher Widersacher.“ Sura 36:77

أَوَلَمْ يَرَ الإِنْسَانُ أَنَّا خَلَقْنَاهُ مِنْ نُطْفَةٍ فَإِذَا هُوَ خَصِيمٌ مُبِينٌ

Dieser Vers wurde auf zweierlei Arten verstanden.
Die erste Bedeutung ist, dass der Mensch aus einem Hauch von Nichts entstanden ist und dann im nächsten Atemzug negiert er seinen Schöpfer und streitet ihn ab, obwohl der Mensch zuvor doch ein Nichts gewesen ist.

Die zweite Bedeutung ist, dass nachdem der Mensch ein Samentropfen war er sich zu einem artikulierenden, streitenden Menschen entwickelt hat. Warum es so wichtig ist, dass er streitet bzw. debattiert ? Imam Ar Razi sagt, dass streitend, sprich debattierend hier im Koranvers ausgewählt wurde, weil bei einer Debatte bzw. Streit der Mensch zu intellektueller Höchstform aufläuft und das viel mehr die Gabe seines Verstandes repräsentiert. Also ist dieses Artikulieren und Streiten ,nachdem er ein Hauch von Nichts war, ein Wunder, eine Gunst. Es war nicht ein Hauch vom Leben in dem Samentropfen wahrzunehmen wie Abi Su’ud sagte und zugleich strotz er jetzt vor Leben, wenn er einhergeht und die Welt wahrnimmt und diese in Worten wiedergibt und diese Bedeutungen sollte ihn zu dem Schluss bringen, dass eine höhere Macht mit gewirkt haben muss.

Imam Ali pflegte in ungefährer Bedeutung zu sagen
„Der Mensch kommt aus einem Tropfen Samen, geht als trockener Staub. Er wusste weder wann er kam noch wann er gehen wird und trotzdem läuft er auf der Erde herum als wenn er alles wüßte.“

Abschließend
Das Wunder der Schöpfung, welches sich in der Geburt wiederspiegelt, dass wir einmal Nichts waren bzw. lediglich ein Samentropfen und jetzt in der Lage sind diese Worte zu lesen und zu verstehen ist ein Wunder an und für sich, aber weil wir es so oft wahrnehmen und uns daran gewöhnt haben sind wir nicht mehr in der Lage es gebührend wertzuschätzen.
Wir sind achtlos diesen Dingen gegenüber geworden, deswegen dient der Koran als Erinnerung um dich an diese Wunder, welche du als Alltag wahrnimmst, Bedeutung zu verschaffen und dir Zusagen, dass all diese Wunder um dich herum Briefe deines Herren sind, welche dich an euer Treffen erinnern sollen.

„Allah schuf Balance“

„Allah schuf Balance“

Ramadan Tag 3 Lesezeit= 1 Minute

„Allah schuf Balance“

Der deutsche Förster und Bestseller-Autor Peter Wohlleben hat in seinem Buch „Das Geheime Netzwerk der Natur“ einige faszinierende Beispiele zu dem Gleichgewicht in der Natur aufzeigt.

Wenn man sich diese Beispiele vor Augen hält, kann man eine klare Balance sehen und zwar zwischen den Pflanzen, der Meere, und der Tierwelt, wie alles ein ablaufender vernetzter Prozess ist.

In einem Beispiel zeigt der Autor anhand des Yellowstone Nationalparks. Man hatte alle im Park leben Wölfe erschossen mit dem Ziel, dass der Park frei von diesen Tiere ist.

Was danach passierte, war Folgendes:
Dadurch dass es keine Wölfe mehr gab, vermehrte sich die Anzahl der Rehe um ein Vielfaches. Die Rehe würden dann einen großen Teil der Pflanzen (-welt) aufgegessen. Dies wiederum beeinflusste die Flüsse, welche sich daraufhin zurückzogen bzw. karger wurden und nicht mehr in ihrer Fülle fließen konnten.

Anschließend entschieden man sich für eine Wiederansiedlung der Wölfe, um das Gleichgewicht der Natur bzw. des Ökosystems wiederherzustellen.

Wenige Jahre nach der Rückkehr der Wölfe, stellte sich die Balance im Ökosystem wieder her. Die Anzahl der Rehe verringerte sich, die Pflanzenwelt konnte sich wieder entfalten und die Flüsse erreichten ihren gewöhnlichen Wasserpegel.

Ein weiteres Beispiel aus dem Buch:

Der Lachs schwimmt den Fluss hinauf bis in den Wald, wo ihn der Bär frisst, die Reste welche der Bär nicht fressen kann und ausspuckt werden Nahrungsmittel für Vögel und andere Lebewesen.

Weiter wird der Boden durch die Überreste für die Bäume gedüngt, die Bäume lassen ihre Blätter wachsen und werfen sie wieder ab. Die Blätter reisen mit dem Fluss zum Meer, wo sie das Plankton nähren, das der Lachs frisst, und so weiter. Alles ist vernetzt.

Als nachweisbare Daten werden Stickstoff-15-Isotope ausgetauscht. „Wie Lachse in die Bäume wandern“, heißt es in seinem Buch.*1

Nach diesen Beispielen für die Balancen und das Gleichgewicht in der Schöpfung, schauen Schauen wir auf einen Koranvers, welcher die Überschrift für diese Abläufe im Ökösystem darstellt.

Sure 55, Vers 7:
„Den Himmel hat Er emporgehoben und die Waage aufgestellt…“

Al-Qāsimi sagte zu diesem Vers, dass so wie Allah die Himmel hochgehoben hat, Er auf der Erde ein Gleichgewicht geschaffen hat.“*2

Weiter sagte al-Mawdūdi zu diesem Vers, dass Allah eine perfekte Balance in seiner Schöpfung herstellte, welches ein Leben ermöglichte.*3

In Sure 54, Vers 49 sagt Allah:

„Gewiss, Wir haben alles in (bestimmtem) Maß erschaffen“

Das Zeugnis dieser Verse ist die Natur um uns herum.

*1 Peter Wohlleben, Das geheime Netzwerk der Natur: Wie Bäume Wolken machen und Regenwürmer Wildschweine steuern
*2 Mahasin al-Taweel
*3 Tafhīm al-Mawdūdi

Oder sind sie etwa aus dem Nichts erschaffen worden?

Oder sind sie etwa aus dem Nichts erschaffen worden?

„Oder sind sie etwa aus dem Nichts erschaffen worden, oder sind sie (gar) selbst die Schöpfer?“ [52:35]

أَمْ خُلِقُوا مِنْ غَيْرِ شَيْءٍ أَمْ هُمُ الْخَالِقُونَ

Dieser Vers hat zeigt in der arabischen Sprache einmal die oben erwähnte Übersetzung „Sind sie etwa aus dem Nichts erschaffen worden“ und kann darüber hinaus auch bedeuten: „Sind sie ohne Grund bzw. Sinn erschaffen wurden“ also spricht der Vers aufgrund einer grammatikalischen Konstellation das physische Nichts an und dass des Sinnes, also den Grund. Sie sind also ohne Grund und aus dem physischen Nichts erschaffen worden oder sie sind sie selbst die Schöpfer, also Götter? Mit diesen Verständnis wollen wir fortfahren, um auf zwei Argumente einzugehen, in denen sich Atheisten bzw. Gottesleugner wiederfinden. Der Rückgriff auf diese beiden Argumente ist für sie unabdingbar.

1. „Der Mensch wird zu Gott“
Dies sagte Nietzsche, der seinen philosophsichen Ansatz konsequent bis zum Ende durchgezogen hat. Er sagte, wenn wir Gott abschaffen, muss der Menschen sozusagen, in die Rolle des Gottes eintreten und Entscheidungen über richtig und falsch treffen. Er müsse die Frage des Warum’s beantworten. Der Mensch muss entscheiden, welcher Sinn im Leben stecke usw. Dadurch wird wir er zum Gott bzw. Gottmensch.

2. „Ein Universum aus Nichts“

Der zweite Ansatz ist der physische und zwar dass wir aus dem nichts erschaffen worden seien und die darüber hinaus ohne wirklichen Grund.Diese Ansicht vertreten moderne Wissenschaftler wie auch Atheisten aus der Antike.

Es folgen einige Auszüge:

Zum ersten Ansatz:
In seinem Hauptwerk „Also sprach Zarathustra“ beschreibt Nietzsche die drei Stufen, durch die der sich entwickelnde Mensch hindurchgeht:

1. Abhängigkeit von Autoritäten und Meistern
2. Losreißen von diesen, Erkämpfen der Freiheit
3. Hinwendung zu den eigenen Werten und endgültigen Zielen.

Nietzsche rüttelt an den Grundwerten „Wahrheit“, „Moral“ und „Religion“ und setzt an ihre Stelle den „Nihilismus“ – das Nichts. Die Aufgabe des Menschen sei es, in dieser Situation nicht zu resignieren, sondern alle Werte umzuwerten und „neue Werte auf neue Tafeln zu schreiben“. Werkzeug dazu ist der „Wille zur Macht“ – das alles beherrschende Prinzip des Lebens. Dieser Weg führt den Menschen der Zukunft zu einer höheren Art des Menschen – dem „Übermensch“. Er schafft sich seine Werte selbst, überwindet das Elend der Gegenwart und fungiert in der atheistischen Zeit als Gottesersatz. Nach Ansicht Nietzsches würde er im Gegensatz zum modernen Menschen „höchste Wohlgeratenheit“ und so die neue Machtelite verkörpern.*1

Zum zweiten Ansatz:

Zu den Physikern, die das für plausibel halten, gehört Lawrence Krauss. In seinem Buch „Ein Universum aus Nichts“ argumentiert der Forscher von der Staatlichen Universität von Arizona mit der Quantengravitation. Das ist ein unvollendetes Gedankengebäude, in dem die Quantenmechanik – die Physik der kleinsten Teilchen– , und die Relativitätstheorie, die den Aufbau des Universums im Großen beschreibt, vereint sind. Dort, wo Quantengravitation herrscht, können, ja müssen geradezu Universen aus dem Nichts entstehen, behauptet Krauss. Auch wenn diese unserem „Heimatkosmos“ vielleicht nur entfernt ähneln.
Selbst das beste Vakuum ist nicht leer.
Das Nichts des Lawrence Krauss hat es in sich. Denn aus Sicht der Quantenmechanik gibt es eigentlich gar keinen leeren Raum. Selbst ein perfektes Vakuum enthält laut Krauss ein „kochendes Gebräu aus virtuellen Partikeln, die erscheinen und wieder verschwinden, aber so rasch, dass wir sie gar nicht direkt sehen können“. Quanten-Fluktuationen nennen Physiker solche zufälligen Energieschwankungen im Vakuum. Sie verstehen darunter das spontane Entstehen eines Teilchens und seines Pendants, eines Antiteilchens. Normalerweise löschen sie sich kurz darauf wieder gegenseitig aus, so dass das Energieerhaltungsgesetz gewahrt bleibt. Denn es entsteht keine Energie aus dem Nichts.
Doch es ist denkbar, dass es am Anfang des (oder eines) Universums zu einer winzigen Ungleichverteilung kam, einem leichten Überschuss von Materie über Antimaterie. In diesem Fall würden sie sich nicht sofort gegenseitig auslöschen, sondern ein kleines Mehr an Materie würde bestehen bleiben. „Das würde zu all jener Substanz führen, aus der jene Sterne und Galaxien bestehen, wie wir sie heute im Universum sehen“, schreibt Krauss in „Ein Universum aus Nichts“.*2

Fazit
„Oder sind sie etwa aus dem Nichts erschaffen worden, oder sind sie (gar) selbst die Schöpfer?“

Wir erkennen an diesen beiden erwähnten Auszügen, die Realität welcher der Koranvers beinhaltet und zwar dass die Menschen, um Gott zu leugnen immer in einer dieser beiden Situationen landen, welche im Vers erwähnt sind.
Dieser Vers ist für jemanden, der wirklich tief nachdenkt, ein Beweis, dass das der Koran göttlichen Ursprungs ist, weil er enthält in seiner kurze und rhetorischen Aussagen Kraft die Negierung aller Versuch sich von Gott loszusagen bzw. Seine Existenz zu negieren.

Es ist ein zeitloser Vers, der auf die Atheisten der Antike so wie auch auf die heutigen antwortet.

*1 Focus.de
*2 Tagespiegel.de

Koran und die Tierwelt

Koran und die Tierwelt

Koran und die Tierwelt

Sure 6 Vers 53
„Es gibt kein Tier auf der Erde und keinen Vogel, der mit seinen Flügeln fliegt, die nicht Gemeinschaften wären gleich euch„

In diesem Vers sehen wir, dass der Koran in einer zusammengefassten Aussage schildert, dass die Tiere eine Gemeinschaft bilden, so wie wir Menschen es auch tun. Es stellt sich aber die Frage ob dies denn richtig ist, dass Tiere so wie Menschen ein Sozialleben führen, sich miteinander austauschen, sogar empathisch sind und Mitgefühl für einander entwickeln?
Dazu wollen wir einen Blick in das Buch „Das Seelenleben der Tiere“ von Peter Wohlleben werfen, welcher ein Förster und Autor ist.

Das Pferd nennt er im Buch als Beispiel, das Reue verspürt, wenn es etwas getan hat, das den Besitzer des Pferdes gekränkt bzw. verletzt hat und es gibt durch Zeichen zu verstehen, dass es ihm leid tut, indem er den Kopf dem Herrchen entgegen gesenkt hält.
Die Raben sind ein weiteres Beispiel, welche ihrem Partner treu bleiben, bis diese sterben. Des Weiteren behauptet er, dass sich die Raben mit ihrem eigenen Namen identifizieren, sie geben nämlich durch ihre Krägen ihren Namen wieder, wenn sie auf andere Raben zufliegen. Weiter erwähnt er, dass die Raben mit anderen Tieren sogar spielen und zwar nur zum Zwecke des Spiels, so ist es, dass der Rabe den Hund ohne jeglichen Grund mit dem Schnabel pickst, um ihn zu ärgern bzw. mit ihm zu spielen.

Die Ratten
Es gibt Rattenversuche, die aufzeigen, dass eine Ratte Schmerzen empfinden kann, wenn sich eine leidende Ratte neben ihr befindet, indem sie selbst Leid verspürt. Dies konnte man anhand Hirnmessungen feststellen, indem die Schmerzzonen im Gehirn betätigt wurden, welche die gleichen wie bei Menschen sind. Ein weiterer Punkt, welcher aufzeigt, dass das tierische Sozialleben dem des Menschen extrem ähnelt, ist, dass Tiere eine freundschaftliche Beziehung zueinander entwickeln, seien dies sogar zwei verschiedene Arten von Tieren, da sich gegenseitig suchen und Nahrung teilen usw. „Schon in den 1950er Jahren fand man in Experimenten an der Brown University heraus, dass Ratten, die darauf trainiert waren, einen Hebel zu betätigen, um Nahrung zu erhalten, den Hebel nicht mehr betätigten, sobald ihnen klar wurde, dass Artgenossen in einem angrenzenden Käfig bei jeder Betätigung vor Schmerzen schrien, weil sie einen Elektroschock erhielten.“

Auszug über die Empathie der Ratten
In den 1960er Jahren trainierten Wissenschaftler Ratten mittels Elektroschocks darauf, einen Hebel zu betätigen, um einen Klotz herunterzulassen, der an einem Flaschenzug hing. Dann hängten die Wissenschaftler eine Ratte in einem Geschirr an dem Flaschenzug auf. Die Notizen zu dem Versuch lauten: „Dieses Tier quietschte und wand sich in der Aufhängung wie erwartet; tat es das nicht, wurde es so lange mit einem spitzen Bleistift gestochen, bis es Anzeichen von Unwohlsein zeigte.“ Eine Ratte, die die Situation vom Boden aus beobachtete, betätigte den Hebel, um die verzweifelte Ratte in Sicherheit zu bringen – selbst wenn für die Ratte kein Risiko eines Elektroschocks bestand. Wie die jüngsten Versuche aus Japan zeigen, hält diese morbide Neugier über den vielfach dokumentierten physischen und emotionalen Schmerz und Stress von Nagern leider auch weiterhin an. 2011 führten Forscher an der University of Chicago Versuche durch, um das „emphatisch motivierte Sozialverhalten“ von Ratten zu testen. Eine „freie“ Ratte wurde dabei neben eine ihr bekannte Ratte gesetzt, die in einer beiden Ratten unbekannten Röhre fixiert war. Die eingesperrten Ratten kommunizierten ihr Unbehagen durch Ultraschall-Alarmlaute und die Forscher konnten beobachten, wie die nicht eingesperrten Ratten „den Fixierungsmechanismus umkreisten, an ihm scharrten und hineinbissen und mit der fixierten Ratte durch Löcher in der Röhre Kontakt aufnahmen …“ Die freien Ratten lernten schließlich, die gefangengehaltenen Artgenossen zu befreien. Die Forscher notierten: „Sie befreiten die ihnen aus ihrem Käfig bekannten Ratten, indem sie genug Kraft aufwendeten, um die Tür des Fixierungsmechanismus zu öffnen – … selbst, wenn jeder soziale Kontakt unterbunden worden war. Wenn die Tiere sich entscheiden mussten, ob sie einen Artgenossen befreien oder Schokolade aus einer zweiten Röhre holen wollten, öffneten die Ratten beide Röhren und teilten die Schokolade in der Regel miteinander.“

Ein weiterer Punkt, welcher die Ähnlichkeit zwischen Mensch und Tier aufzeigt, ist, dass Tiere altersbedingte Krankheiten erleiden, so wie Menschen. Beispielsweise werden Katzen im Alter schwerhörig und man muss ihnen auf den Kopf klopfen, um ihre Aufmerksamkeit zu erlangen oder Pferden, welche in der Lage sind, im Stehen schlafen zu können, können dies ab einem gewissen Alter auch nicht mehr, da der dies ermöglichende Mechanismus in ihren Knien seiner Funktion nicht mehr nachkommt und sie sich hinlegen müssen. Auch erwähnt Peter Wohlleben in seinem Buch, dass Tiere Demenz erleiden können.

Fazit
Noch einmal zur Erinnerung der Vers „Es gibt kein Tier auf der Erde und keinen Vogel, der mit seinen Flügeln fliegt, die nicht Gemeinschaften wären gleich euch“. Dass die Tiere eine menschenähnliche Gemeinschaft bilden und dem Menschen ähneln, ist ein Statement, welches Zoologen und Forscher des Verhaltens von Tieren erst nach langen Beobachtungen feststellen konnten. Der Koran erwähnt diese Wahrheit und beschreibt sie in wenigen Wörtern, welche eine Überschrift und Bestätigung für diese wissenschaftlichen Erkenntnisse darstellen. War der Prophet Mohammed ein Zoologe, der sein Leben damit verbrachte, Tiere auf der Arabischen Halbinsel zu beobachten? Wohl kaum. Dieser Vers ist eine göttliche Anleitung zum Nachdenken über die Schöpfung und dass wir durch diese die Anbetungswürdigkeit des Schöpfers erkennen.

Die sprechende Ameise im Koran

Die sprechende Ameise im Koran

Die Sprechende Ameise im Koran / Lesezeit 2 Minuten

Im Koran kommen verschiedene Tierarten vor, aber die Ameise hat einen besonderen Stellenwert, da ihr eine sehr besondere Stellung gegeben wird und ihr sogar ein Titel einer Sure gewidmet wurde, nämlich die Sure 27. In einem Teil dieser Sure ist folgender Vers zu finden.

Sura 27, Vers 16-18

Und Sulaimān beerbte Dāwūd und sagte: „O ihr Menschen, uns ist die Sprache der Vögel gelehrt worden, und uns wurde von allem gegeben. Das ist wahrlich die deutliche Huld.“

Und versammelt wurden für Sulaimān seine Heerscharen – unter den Ğinn, Menschen und Vögeln –, und so wurden sie in Reihen geordnet

Als sie dann zum Ameisental kamen, sagte eine Ameise: „O ihr Ameisen, geht in eure Wohnungen hinein, damit euch ja nicht Sulaimān und seine Heerscharen niederwalzen, ohne daß sie merken.“

Erklärung
„sagte eine Ameise: „O ihr Ameisen, geht in eure Wohnungen hinein, damit euch ja nicht Sulaimān und seine Heerscharen niederwalzen, ohne daß sie merken.“

Die unglaubliche Eloquenz dieser Ameise erforschten die Gelehrten und kommentierten sie, wie etwa Zarkaschi in seinem Buch „Der beweis des Korans“. Er meint, dass die das Ameisental alle Farben der Rhetorik in einigen wenigen Wörtern genutzt hat.
In ihrer Rede kamen verschieden Aussagen vor, wie: es wurde auf etwas aufmerksam gemacht, mit „ihr Ameisen“ wurden sie sogar benannt, es werden auch Befehle gesetzt (indem „geht!“ gerufen wird), es wird ein Ort zugewiesen (womit Wohnungen gemeint sind), es wird gewarnt (nicht niederzuwalzen), es wird vereinzelt (Suleyman) sowie verallgemeinert (da „und seine Heerscharen“ gerufen wird) und es werden Entschuldigungsgründe gesucht (indem geschrieben wird „ohne dass sie es merken“)

Man könnte nun meinen, was so besonders daran ist und dass in jeder Rede solche Aussagen und Warnungen, Ruf usw. vorkommen. Allerdings steckt die Genialität hierbei darin, dass alles in einer Reihenfolge auf kleinstem Raum und passendster Bedeutung erwähnt würde. Es ist wie die Aussage „sein oder nicht sein“ es kann rhetorisch nicht stärker ausfallen, zugleich aber auch mit nur wenigen Worten sehr aussagekräftig sein. Diese wenigen Worte sagen viel über dieses kleine edle Wesen der Ameise aus und zeichnen ihren Charakter und ihre Besonderheit aus, welche fürsorglich und bewusst ist.

Die Wortverwendung dieses Verses
Der große Koran-Gelehrte Ibn Attiya behauptete, wenn man etwa das ganze arabische Lexikon durchsuchen würde, würde man feststellen, dass es kein passenderes und zutreffenderes Wort in der arabischen Sprache gibt, als jenes Wort, welches der Koran nutzte, um etwas zu vermitteln.
So wird der Begriff für das Niederwalzen im Koran als „laya7timänäkum“ benutzt. Dieses Wort bedeutet „etwas Hartes zu zerbrechen“. Dabei behaupteten einige christlichen Gelehrte, dass der Koran falsch sei, weil er dieses Wort in Bezug auf Ameisen, welche kleine und weiche Tiere sind, verwendet. Allerdings bestätigte die moderne Tierforschung, dass „Ameisen aus glasartigen sehr robusten Fasern bestehen“ und genau dieser Fakt lässt für das Niederwalzen der Ameise keinen besseren Begriff als das arabische Wort, welches der Koran benutzt, zu.

Des Weiteren pflegten die Koran-Gelehrten darüber zu diskutieren, warum dieser Ruf von einer weiblichen Ameise stammte und ob dies womöglich ein Sprachmittel ist, welches die Grammatiker nicht kannten, weil die Ameise im Arabischen generell männlich ist. Auch hierbei hat die moderne Wissenschaft aufgeklärt und gezeigt, dass die weibliche Ameise, nämlich, dass es eine Anordnung der Ameisenkönig gibt, weshalb die Verwendung der weiblichen Version für das Wort „Ameise“ im Arabischen das exakt passende Bezeichnung darstellt.

Ein weiterer Punkt ist, dass der Koran das Sozialleben und die Kommunikation der Ameise so beschreibt, als wenn ein Tierforscher über die Kommunikation der Ameisen berichten würde und als Belege dafür einige wissenschaftliche Erkenntnisse über die Kommunikation der Ameisen darstellen würde. Überdies findet Kommunikation bei Ameisen tatsächlich durch Töne statt, wodurch sie eben die Aufgabe der Warnung usw. übernehmen.

Kommunikation
Verständigung ist für Ameisen besonders zur Koordination der einzelnen Individuen wichtig. Anfang der sechziger Jahre wurde entdeckt, dass sich Ameisen mit Hilfe von Pheromonen (Duftstoffen) verständigen. Dies ist die wichtigste Art der Verständigung in einem Ameisenstaat. Informationsübertragung durch mechanische Signale, wie z.B. Klopftöne sind seltener. Die Drüsen können über den ganzen Körper verteilt sein (s. Bild= Rosa). Drüsensignale werden bei der Erkennung von Artgenossen sowie bei Königin und Brut zur Kastenregulation, bei der Geschlechterfindung, bei der Markierung von Nestrevieren, zur Orientierung auf Spuren, zur Rekrutierung zu Futter und neuen Nestern sowie zur Gefahrenalarmierung eingesetzt. Tote Artgenossen werden am Geruch spezifischer Zersetzungsstoffe erkannt.

Anderer Artikel
Für die Studie belauschten die Forscher Larven, Puppen und erwachsene Tiere der europäischen Ameisenart Myrmica scabrinodis mit speziellen Mikrophonen. Dabei stellte sich heraus: Larven sind tatsächlich stumm, aber die Puppen geben durchaus schon Laute von sich, die denen der erwachsenen Tiere ähneln. Das entsprechende Organ ist bei ihnen bereits ausgebildet. Es befindet sich in der Verbindung des Unterleibs mit dem restlichen Insektenkörper. Damit erzeugen die Ameisen und auch ihre Puppen schabende Laute. Bei den Puppen sind sie allerdings pulsierend und nicht so komplex wie bei den erwachsenen Tieren, berichten die Forscher.

Quellen
Das Leben der Ameise (Internetquelle)