Himmel ohne Stützen

Himmel ohne Stützen

Sure 31, Vers 10

خَلَقَ السَّمَاوَاتِ بِغَيْرِ عَمَدٍ تَرَوْنَهَا ۖ وَأَلْقَىٰ فِي الْأَرْضِ رَوَاسِيَ أَن تَمِيدَ بِكُمْ وَبَثَّ فِيهَا مِن كُلِّ دَابَّةٍ ۚ وَأَنزَلْنَا مِنَ السَّمَاءِ مَاءً فَأَنبَتْنَا فِيهَا مِن كُلِّ زَوْجٍ كَرِيمٍ

„Er hat die Himmel ohne Stützen, die ihr sehen könnt, erschaffen und auf der Erde festgegründete Berge gesetzt, daß sie nicht mit euch wanke, und auf ihr allerlei Tiere sich ausbreiten lassen. Und Wir lassen Wasser vom Himmel herabkommen und dann viele edle Arten auf ihr wachsen.“

Wir sehen in diesem Vers, welcher sich um die Gegebenheiten auf der Erde handelt, dass      Allah beschreibt, wie er die Himmel ohne Stützen schuf.

Warum ist diese Aussage so tiefgründig? Die Araber auf der arabischen Halbinsel kannten die großen Paläste der Römer und Perser. Man wusste, dass jedes große Gebäude Säulen benötigt. Es kann nicht emporgehoben werden ohne Säulen. Hier in diesen Versen werden wir  zum betrachten dieser Himmelsdecke aufgerufen. 

Ein weitaus größeres Konstrukt als jeder Palast, welche ohne wahrnehmbare Stützen aufrecht steht, ist ein Zeichen für die Fähigkeit dessen Schöpfer.

Dies ist eine tiefgründige Beweisführung, welche den in den Himmel schauenden, nachdenken Menschen trifft. Das dieses Himmels Konstrukt ohne jegliche Stützen steht, ist ein Wunder an sich. Allein durch die Kraft des Schöpfers, welche den Himmel davon abhält auf die Erde zu stürzen.

So heißt es in einem anderen Vers (22:65) heißt: 

وَيُمْسِكُ السَّمَاءَ أَن تَقَعَ عَلَى الْأَرْضِ إِلَّا بِإِذْنِهِ

„…Und Er (Allah) hält den Himmel, daß er nicht auf die Erde fällt, außer mit Seiner Erlaubnis…“

Sprachliche Nuance dieses Verses

Einer der Pioniere der koranischen Exegese (tafsīr) und großer Sprachwissenschaftler ِAbū Zakarīya al-Farrāʾ (gest. 144 H.) schreibt in seinem Buch „Maʿānī al-Qurʾān“ Folgendes: 

„Dieser Vers gehört zu den zweideutigen Verse, sprich ein Vers, der mehr als eine „klare“ Bedeutung aufweist durch den Satzbau.

Der übersetzer des Korans hat sich für folgende entschieden 1.„Er hat die Himmel ohne Stützen, die ihr sehen könnt erschaffen,“

aber darüber hinaus kann der 2. „Er hat die Himmel ohne Stützen, „wie“ ihr sehen könnt erschaffen„.

Dieses Verständnis wurde überliefert von der ersten Generation der Muslime, wie es im Tafsir von Ibn Kathir heißt, u.a. von Ibn Abbas, Mudschahid, Qatada und al-Hassan.

Einer dieser erwähnten möglichen Varianten ist ein Ausdruck aus der arabischen Sprache und eine Sache zu untermauern. Er erhob die Himmel ohne Stützen und der Beweis is,t das ihr es sehen könnt, dass sie keine Stützen haben

Dies ist ein Ausdruck aus der arabischen Literatur. So pflegte ein Mann zusagen: „Ich bin zu dir gekommen ohne Schwert und Spee , so wie du mich sehen kannst“ um auszudrücken, dass er Frieden will. (Tafsir al-Qāsimi)

Wir sehen, dass dieser Vers zwei Bedeutung besitzen kann, dass der Himmel ohne Stützen gebaut wurde oder dass er mit Stützen gebaut würde, welche wir nicht sehen.

Diese koranische Rhetorik lässt den simplen Wüstenaraber bzw. jedem im Kosmos nach Bedeutungen suchenden Menschen über die Wunder des Himmels nachdenken. Das dieses Himmelskonstrukt ohne Stützen gebaut wurde, lässt jeden Bauingenieur neidisch werden. Darüber hinaus kann der Leser des 21. Jahrhundert, welcher versteht das die Gravitation diese nicht sichtbare Säule darstellt, welche exakt dem Prinzip einer unsichtbaren Säule widerspiegelt, in unsere Zeit diesen Vers in seiner anderen Bedeutung verstehen. Er wird auch zu einem wundersamen Ergebnis kommen, welche über den romantischen Anblick des Säulen losen Himmels hinausgeht.

Im Sonnensystem bestimmt die Gravitation die Bahnen der Planeten, Monde, Satelliten und Kometen und im Kosmos die Bildung von Sternen und Galaxien sowie dessen Entwicklung im Großen.

Gravitation wird oft mit Schwerkraft gleichgesetzt. Das Gewicht eines Körpers wird allerdings vom lokal herrschenden Schwerefeld bestimmt, welches nicht nur die Gravitationskraft umfasst, sondern auch auf den Körper wirkende Trägheitswirkungen (insbesondere durch die Rotation des Bezugssystems).

Quellen:

Maʿānī al-Qurʾān, al-Farrāʾ

Tafsir al-Qāsimī

Aḍawāʾ al-Bayān. Asch-Schinqiti

Wikipedia

Himmel ohne Stützen

Himmel ohne Stützen

„Er hat die Himmel ohne Stützen, die ihr sehen könnt, erschaffen und auf der Erde festgegründete Berge gesetzt, daß sie nicht mit euch wanke, und auf ihr allerlei Tiere sich ausbreiten lassen. Und Wir lassen Wasser vom Himmel herabkommen und dann viele edle Arten auf ihr wachsen. (Sure 31 Vers 10)“

Wir sehen in diesem Vers welcher sich um die Gegebenheiten auf der Erde handelt das allah beschriebt wie er die Himmel ohne stützen schuff,welche diesen Tragen warum ist diese aussage so tiefgründig. Weil die araber auf der Arabsichen Halbinsel kannte die grossen Paläste der Römer und Perser und sie wussten das Jedes grosse Gebäude Säulen benötigt bzw. Kann nicht emporgehoben werden.
Und dann wir aufgerufen zum betrachten dieser Himmelssdecke ein weitaus größeres Konstrukt als jeder Palast , welche ohne wahrnehmbare stürzten aufrecht steht ist ein zeichen für die Fähigkeit desse Schöpfer.
Dies ist Eine Tiefgründige beweis Führung, welche den in den himmelschauenden nachdenken menschen trifft das dieses Riesen Himmels Konstrukt ohne jeglichen stützen steht. Nur durch die kraft des Schöpfers, welche den himmel davon abhält auf die erde zu stürzen.
Wie es in einem anderen Vers heisst „Und Er( Allah) hält den Himmel, daß er nicht auf die Erde fällt, außer mit Seiner Erlaubnis.“ (Sure 22 vers 65)

Sprachliche Nuance des Verses
Einer der Pioniere der Koranischen Exegese und großer Sprachwissenschaftler „Al Fara“ schreibt in seinem Buch „Maani al quran“ folgendes „ Dieser Vers gehört zu den zwei Deutungen Versen sprich ein vers der mehr als eine „klare“ bedeutung aufweist durch den Satzbau.
Der übersetzter des Korans hat sich für folgende entschieden 1.„Er hat die Himmel ohne Stützen, die ihr sehen könnt erschaffen,“
aber darüber hinaus kann der 2. „Er hat die Himmel ohne Stützen, „wie“ ihr sehen könnt erschaffen„.
Also zur Wiederholung entweder heisst es das der himmel stützen besitzt, welche wir nicht sehen können oder gleichzeitig dass der himmel geschaffen würde ohne stürzten(also keine stützen besitzt) , so wie wir ihn sehen.

Und beide diese Verständnis würden überliefert von der erste Generation der muslime wie es im Tafsir ibn kathir heisst u.a Ibn Abbas ,mudjahid, Qatada, al Hassan.

Und einer dieser erwähnten möglichen Varianten ist ein Ausdruck aus der sprach und eine sache zu untermauern. Also er erhob die himmel ohne stützen und der beweis ist das ihr es sehen könnt das sie keine stützen haben
Dies ist ein Ausdruck asu der sprache so pflegte ein Mann zusagten „ ich bin zu dir gekommen ohne Schwert und sperr , so wie du mich sehen kannst“ um auszudrücken das er frieden will. (Tafsir al Qasimi)

Wir sehen das dieser vers zwei Bedeutung. besitzt ein kann entweder das der himmel ohne stützen gebaut würde oder das er mit welchen gebaut würde, welche wir nicht sehen.
Diese Koransiche Rhetorik lässt den simpleren wüstenaraber bzw. Jeden im himmel nach Bedeutungen suchenden Menschen über die wunder des Himmels nachdenken und das diese Konstrukt ohne stützen gebaut würde lässt jeden Bauingeniuer neidisch werden. Darüber hinaus kann der lese des 21. jahrhundert, welcher versteht das die Gravitation diese nicht sichtbare Säule darstellt, welche exakt dem prinzip einer unsichtbaren Säule wiederspiegelt, in unsere zeit diesen Vers in seiner anderen Variante Bedeutung verstehen und wird auch zu einem wündersamen Ergebnis kommen, welche über den romantischen Anblick des Säulen losen Himmels hinausgeht.

Im Sonnensystem bestimmt die Gravitation die Bahnen der Planeten, Monde, Satelliten und Kometen und im Kosmos die Bildung von Sternen und Galaxien sowie dessen Entwicklung im Großen.
Gravitation wird oft mit Schwerkraft gleichgesetzt. Das Gewicht eines Körpers wird allerdings vom lokal herrschenden Schwerefeld bestimmt, welches nicht nur die Gravitationskraft umfasst, sondern auch auf den Körper wirkende Trägheitswirkungen (insbesondere durch die Rotation des Bezugssystems).
Quellen
Maani al quran, elfärää

Tafsir al qasimi

Adawa al bayan. Schinqiti

Wikipedia

Beschreibung Sonne und Mond

Koran und Kosmos

Beschreibung von Sonne und Mond

هُوَ الَّذِي جَعَلَ الشَّمْسَ ضِيَاء وَالْقَمَرَ نُوراً
Sure 10, Vers 5
„Er ist es, Der die Sonne zu einer Leuchte und den Mond zu einem Licht gemacht und ihm Himmelspunkte zugemessen hat, damit ihr die Zahl der Jahre und die (Zeit)rechnung wißt. Allah hat dies ja nur in Wahrheit erschaffen. Er legt die Zeichen ausführlich dar für Leute, die Bescheid wissen.“

Wenn wir Menschen Sprache verstehen und kennen, so wissen wir, dass oft unwissentlich auf falsche Begriffe für gewisse Gegenstände und Prinzipien zurückgegriffen wird. Denn es sind jene Wörter, die uns beim Sprechen bzw. Schreiben am ehesten in den Sinn kommen, nämlich die am nächsten zu der Beschreibung eines zu erklärenden Gegenstands oder Prinzips passen. Dies ist bei Kindern oft wahrzunehmen, weil sie aufgrund eines geringen Wortschatzes ein Wort für viele ähnliche, aber doch unterschiedliche, Dinge verwenden.
Auch Erwachsene benutzen oftmals Worte, die eigentlich nicht die richtigen und passendsten Begriffe für das Zu-Beschreibende darstellen.
Als Beispiel sagen wir oft zur Tasse Becher und andersrum zum Becher Tasse. Dass dies falsch ist, zeigen wir anhand eines Beispiels.

Als Erklärung stützen wir uns auf die hochdeutsche Definition, die auch historische Hintergründe hat. So ist an einer Tasse im Gegensatz zum Becher immer ein Henkel angebracht. Dies setzt ein bestimmtes Material und auch eine besondere Verarbeitung voraus. Der Kaffeebecher ist meist ein zylinder- oder kegelförmiges Trinkgefäß ohne Henkel. Auch sprechen viele von einem Becher, wenn das Volumen 250 Milliliter beträgt. An diesem Beispiel können wir daher klar erkennen, dass der Becher nicht die Tasse ist.

Wer dieses Beispiel nachvollziehen kann und die Häufigkeit dieser auftretenden Fehler in der Sprache bemerkt, kann auch die Genauigkeit der Wortverwendungen im Koran erkennen und nachvollziehen.

Nun soll folgender Vers im Lichte des eben genannten Prinzips der genauen Wortwahl verdeutlicht werden:

„Er ist es, Der die Sonne zu einer Leuchte und den Mond zu einem Licht gemacht“

Es heißt, Allah macht die Sonne zu einer Leuchte, dass im Koran verwendete Wort ist “dhiya”, welches sich in der Sprache dadurch kennzeichnet, eine selbstständiges Lichtquelle zu sein und Wärme abzugeben. Das Wort für das Mondlicht wird mit “munir “ beschrieben, womit ein reflektierendes Licht, das keine Wärme abgibt, gemeint ist.*1

Dies ist eine perfekte Beschreibung, denn durch diese konnte der einfache Araber verstehen, dass Sonne und Mond Lichtquellen sind und dass es eine Gabe darstellt, dass der Mensch Erleuchtung in der Nacht hat, an der er sich nachts orientieren kann. Danach konnte der gebildete Mensch verstehen, dass die Sonne eine Wärmequelle ist und, dass der Mond keine Wärme von sich gibt.

Der Astrophysiker (Spezialist) kann darüber hinaus neben dem Verständnis der ersten beiden auch verstehen, dass die Sonne ein eigenständiges Licht hat und der Mond reflektierendes Licht. Dies ist die Kunst des Korans, dass er alle Schichten der Gesellschaft gleichzeitig anspricht. Die normale Hausfrau, den belesenen Gebildeten und darüber hinaus den Spezialisten in seinem Feld spricht Allah somit an und seine Botschaft ist für alle gleichermaßen verständlich. Das macht den Koran zu einem Wunder.

Als Beispiel können etwa Bücher von großen Philosophen womöglich nicht alle Menschen lesen sondern nur wenige Belesene und von deren Weisheit profitieren, aber z.B. eine normale Hausfrau könnte nichts damit anfangen. Bücher für Erstklässler wären hingegen eine Unterforderung für Gebildete, aber eines der Wunder des Korans ist, dass seine Überlieferungen so geschrieben sind, dass sie jeder lesen und verstehen kann. Und alleine das ist ein Wunder an sich, nämlich ein Buch zu produzieren, dass Bauer und Astrophysiker bzw. Jung und Alt gleichzeitig lesen können. Es gibt keine Lektüre auf der Welt, welche diese Eigenschaft besitzt.

Interessant erscheint, dass Tahir Ibn Aschour sagte, dass die Araber in ihrem normalen Sprachgebrauch das Wort “dhiyan” und “nur” gleich benutzten und pflegten keine Unterscheidung der Begriffe in der Verwendung der Worte zu machen* 2

Im Koran hingegen wird niemals ein Begriff für ein anderes Wort bzw. eine weitere Bedeutung benutzt, weil dies zu Missverständnissen und Unklarheiten führen würde.
So könnte man sich die Frage stellen, ob es ohnehin schon bekannt war, dass der Mond reflektiertes Licht aufweist und kein eigenes. Historische Texte besagen, dass die erste Person, die dies erkannte und behauptete Anaxagoras im Jahre 450 v.Chr. gewesen ist. Dieser sagte unter anderem auch, dass die Erde flach sei und vom Wind getragen werde.

Weiter behauptete er, dass Ungleichmäßigkeiten in diesem Wind zu Erdbeben führen würden und tätigte noch viele weitere skurrile Aussagen.
In antiken Texten sind diese völlig normal gewesen, was uns den Koran und seine Aussagen über die Realität noch viel tiefgründiger verstehen lässt und keine der Inhalte klingen im Lichte der modernen Wissenschaft merkwürdig bzw. unlogisch oder gar falsch. Dieser Prüfung der Moderne kann kein antiker Text standhalten, welcher über wissenschaftliche Phänomene spricht, außer dem Koran. Selbst wenn diese Aussage vielleicht unter einigen Menschen bekannt war, können wir davon ausgehen, dass man dies auf der Arabischen Halbinsel nicht gewusst hat.

Imam al-Razi kommentierte in seiner Exegese den Vers, indem er sagte, man könnte sich doch vorstellen, dass es andersrum ist, und zwar dass der Mond Eigenschaften der Sonne hat und alles gleich ist. Was er damit sagen will ist, dass jedem und jeder Sache seine passende Charakteristik zugefügt wurde bzw. so eingestellt wurde, wie sie sind. Das zeigt, dass es eine große Macht gibt (Allah), die alles nach einem Sinn heraus in richtigem Maße schuf.

Wenn man bedenkt, dass die Sonne von der Erde 149.600.000 km von der Erde entfernt ist und ihr Licht gerade in solch einem Winkel aufschlägt, dass Leben möglich ist und gleichzeitig den Mond reflektiert, und ebenfalls im perfekten Winkel auf die Erde trifft. Dazu sind beide, wie es der Vers weiter sagt, auch Mittel der Zeiterfassung für uns und ermöglichen durch Tag und Nacht Ordnung sowie Leben in einem gewissen Rhythmus.
Deswegen ist die Rhetorik dieses Verses so passend, weil das Wort “huwa”, also “er”, bedeutet, dass er alleine und kein anderer dies zustande brachte.

Wenn der Mensch dies bedenkt, sollte ihm klar werden, dass nur derjenige über die Schöpfung von Himmel und Erde sowie das Einstellen der Himmelskörper, wie Sonne und Mond, nur derjenige reden kann, der diese wirklich möglich machte und der Gründer ist.

In einem weiteren Vers heißt es:

Sure 17, Vers 12
“Und Wir haben die Nacht und den Tag zu zwei Zeichen gemacht. Dann haben Wir das Zeichen der Nacht (Mond) ausgelöscht und das Zeichen des Tages (Sonne) hell gemacht, damit ihr nach Huld von eurem Herrn trachtet und damit ihr die Zahl der Jahre und die (Zeit)rechnung wißt. Und alles haben Wir ganz ausführlich dargelegt.”

In diesem Vers wird für auslöschen “Mahu” benutzt und es wird zum Auslöschen von Feuer bzw. Flammen verwendet.
Deswegen wird auch bei al-Tabari zu in diesem Vers überliefert (von Ibn Abbas), dass dieser zu dem Vers sagte „Wir (Allah) löschten das Zeichen der Nacht (Mond) das Schwarze, welches auf dem Mond…“

Weiter wurde von ʿAlī ibn Abī Ṭālib überliefert, dass dieser nach den Mondkratern gefragt wurde und daraufhin diesen Vers vorlas und sagte, sie wurden gelöscht.*Tafsir al-Tabarī

Wir sehen, wie heutige Wissenschaft exakt diese von den frühen Muslimen getroffenen Antworten bestätigt, welche auf einem prophetischen Hadith aus al-Baihaqī basieren.

So heißt es:
Ungefähr 90 Prozent aller Mondkrater sind während des großen Bombardements durch Asteroiden vor 4,2 bis 3,7 Milliarden Jahren entstanden. Die Forscher vermuteten, dass die Kruste auf der erdzugewandten Seite zu dieser Zeit durch vulkanische Aktivität heißer, weicher und dünner war als auf der anderen Seite. Diese Theorie testeten sie mithilfe von Computersimulationen. Sie ließen virtuell einen Asteroiden in eine Mondkruste einschlagen und variierten die Dicke sowie die Temperatur der Kruste. Das Ergebnis: Zunächst waren die Krater auf allen Oberflächen gleich groß. Doch dann kollabierte die Kruste auf der kühleren und festeren Seite nach innen, dadurch verkleinerte sich der Krater. Währenddessen war es auf der wärmeren und dünneren Seite umgekehrt: Der Mantel wölbte sich nach oben, sodass sich die Kruste nach außen dehnte und damit den Krater um das Doppelte vergrößerte.*

Abschließendes Fazit
Wir sehen, dass viele diese im Koran genannten Informationen erst in unserer Zeit bestätigt wurden und diese Nachrichten überliefert wurden, auch wenn sie den Informationen und Vorstellungen der damaligen Zeit nicht entsprachen und große Behauptungen bedeuteten. Man hätte zu dieser Zeit nämlich eine differenzierte Vorstellung über Mondlicht, Mondkrater usw. denken und vermuten können, aber der Koran erwähnt diese Sachen in größter Genauigkeit, welche den heutigen Lesern genau dies wiederspiegelt und die Behauptungen bestätigen lässt.

Also neben der Aufforderung des Korans, die Sonne und den Mond als Symboliken wahrzunehmen, welche auf die Handschrift des Schöpfers hindeuteten, werden diese Himmelskörper für den heutigen Leser in einer genauen im Text geborenen und bilderbuchartigen Erklärung dargestellt. Und wisse, dass dieser Koran, sogar dieser eine Vers, nicht das Produkt eines Menschen sein kann.

*Taher ibn aschour atahrir w tanweer
* Mafatih al ghayb, Imam Ar Razi
*https://www.wissenschaft-im-dialog.de/projekte/wieso/artikel/beitrag/warum-hat-der-mond-auf-der-vorderseite-groessere-krater/

Kosmischer Rauch

Kosmischer Rauch

Kosmischer Rauch

Koran und der Kosmos­

Nachdem wir im ersten Teil von „Der Koran und der Kosmos“ aufgezeigt haben, dass die Arabische Halbinsel keine wissenschaftliche Hauptstadt der Antike war und, dass die meisten Bewohner, bis auf wenige Ausnahmen, Analphabeten gewesen sind, widmen wir uns nun dem kosmischen Rauch.

Des Weiteren wurde aufgezeigt, dass die Beduinengesellschaft auch keinen Nutzen für die Wissenschaft hatte und, dass der Prophet selber des Lesens unkundig gewesen ist, was generell ein Defizit darstellt. Im Fall des Propheten aber war es eine Bestätigung dafür, dass der Koran nicht von ihm stammen konnte, da er weder eine Schreibfeder besaß noch über ausreichend Wissen verfügt haben kann.
Eine tiefe Weisheit Gottes ist, dass Er seine letzte Offenbarung in diese unwissenden Beduinengesellschaft platzierte, damit jedem klar wird, dass die Worte zu dieser Zeit nicht von den Menschen stammen konnten.
Es ist, als ob ein Erstklässler einen Baum malen sollte, dabei allerdings an das Lehrerpult geht und eine Doktorarbeit über Astrophysik abgibt, ohne über all das Wissen bereits in diesem Alter verfügen zu können.
Dieser Vergleich mag übertrieben klingen, aber umso mehr man sich mit der damaligen Gesellschaft auseinandersetzt und je tiefer man in die Bedeutung der koranischen Verse eintaucht, desto mehr wird einem klar, dass dieses Beispiel zutreffend ist.

Beginn der Schöpfung

Sag: Wollt ihr denn wirklich denjenigen verleugnen, Der die Erde in zwei Tagen erschaffen hat, und Ihm andere als Seinesgleichen zur Seite stellen? Das ist der Herr der Weltenbewohner.
Er hat in ihr festgegründete Berge gemacht, (die) über ihr (aufragen), und hat sie gesegnet und in ihr die Nahrung im rechten Maß in vier Tagen festgelegt, gleichmäßig für diejenigen, die danach fragen.
Hierauf wandte Er sich dem Himmel zu, während er noch aus Rauch bestand, und sagte dann zu ihm und zur Erde: „Kommt beide her, freiwillig oder widerwillig.“ Sie sagten: „Wir kommen in Gehorsam.
So führte Er sie als sieben Himmel in zwei Tagen aus und gab jedem Himmel seine Aufgabe ein. Und Wir haben den untersten Himmel mit Lampen geschmückt, und auch als Schutz. Das ist die Anordnung des Allmächtigen und Allwissenden.
(41:9-12)

In diesen Versen spricht der Koran über festgegründete Berge, die über die Erde ragen. Im anderen Vers 15 Sure 16 heißt es:

Und Er hat auf der Erde festgegründete Berge gesetzt, dass sie nicht mit euch wanke”. Zu diesem Vers überlieferte der große Koranerläuterer al-Tabari, der vor über 1000 Jahren gestorben ist, die Aussage von Qais ibn ʿĀbid “als Allah, Der Allmächtige, heute die Erde schuf, drehte diese sich so schnell, dass die Engel sagten: „Auf dieser (Erde) kann keiner Leben. Als es dann Morgen wurde, waren auf ihr Berge, die diese bewohnbar machten.“*1

Diese Überlieferung zeigt deutlich, dass sich die Erde in solch einer Geschwindigkeit dreht, welche das Leben auf ihr unmöglich machte. Dass sich die Erde mit 1.650km/h dreht, ist eine Information, die wir durch moderne Mittel der Wissenschaft in unserem Zeitalter genau wissen können.

Der zweite Punkt des Verses lautet „Als er sich dem Himmel zuwandte, war dieser Rauch.“ Von klassischen Gelehrten wurde dieser Vers so verstanden, dass sich der Meeresdampf nach der Schöpfung der Erde bzw. des Meeres in die Höhe erhob, wodurch sich der Himmel formte.-*2

Neben dieser bildhaften Erklärung sollte man sich hierbei die Frage stellen, warum es im Vers heißt, dass die oberen Sphären voller Rauch waren, bevor es zu einem Gerüst von Himmeln geformt wurde. Diesbezüglich spricht man in der heutigen Wissenschaft über den kosmischen Rauch.

So heißt es in dem Werk „Einführung in die Kosmologie“ von Maats Roos:
„Die Explosion einer Supernova (explodierende Sterne), die große Mengen von Rauch verteilen, gibt uns eine Lösung für das Geheimnis der Geheimnisse des Universums und zwar das Vorhandensein großer Mengen von Rauch zu Beginn der kosmischen Evolution des Universums.“*3

In diesen Versen sind neben dem bildlichen Verständnis der Schöpfung und der Tatsache, dass der Rauch der Meere aufsteigt und dadurch die Himmel geformt werden, was zu der damaligen Zeit für die Araber durch eine solche überlieferte Erklärung leicht nachzuvollziehen war, auch die wichtige Information vermittelt, dass ein  Rauch (dukhān) zu Beginn der Schöpfung vorhanden war.

Diese geniale Rhetorik des Korans, welche die damalige Beduinengesellschaft anspricht, ist zugleich für eine moderne Gesellschaft, die nach der wissenschaftlichen Revolution wissbegieriger denn je ist, von Interesse. Dies macht den Koran zu einer, sich in jeder Epoche, selbsterklärenden, göttlichen Offenbarung. Dass gerade die Wahl des Begriffes des Rauches kein Zufall gewesen ist, wird an folgender Aussage deutlich.

So heißt es in Smoking Supernova; Science daily (July 24, 2003):
Dr. Loretta Dunne from Cardiff University, welche ein Forschungsteam von britischen Astronomen leitet, sagt dazu „Kosmischer Staub besteht aus winzigen Partikeln einer festen Materie, welche im Weltall zwischen den Sternen schwebt, es ist nicht das gleiche wie Hausstaub, es ähnelt eher Zigarettenrauch“*4

Man achte auf die letzten Worte des obigen Absatzes, in dem das Wort Rauch verwendet wird, wie auch im Koran. Es deutet darauf hin, dass jedes Wort im Koran beabsichtigt ist und keinem Zufall entspricht.
Imam ʿAli pflegte zu sagen: „Der Koran ist ein Buch, dessen Wunder nie aufhören.“ Jede Generation wird von dem Inhalt verblüfft sein. Abdullah Ibn Umar wurde danach gefragt, was die beste Erklärung des Korans ist. Daraufhin sagte er „die Zeit“, weil sie Dinge aufdecken würde.
Wie kann ein Analphabet auf der Arabischen Halbinsel zu einer Zeit der Unwissenheit so etwas wissen und behaupten, dass der Himmel Rauch wäre?

Rhetorische Feinheiten und Philosophisches

In diesen Versen wird genauer als in jedem anderem Vers auf die Erklärung der Himmelsschöpfung eingegangen. Dies ergibt Sinn, weil es in Sure 41 „Fussilat“ heißt, was „detailreiche Erklärung“ bedeutet.  In dieser Sure wird genauer auf die Schöpfung des Himmels eingegangen. Dies ist ein klarer Hinweis dafür, dass das koranische Konstrukt mit allen Versen der Suren, welche inhaltlich mit den Versen übereinstimmen, in Verbindung steht. Jeder Vers und jedes Wort, sogar die Anzahl der Wörter, sind genau durchdacht.

Genauso kommt das Wort „Samawati“ in derselben Schreibweise im Koran 189-mal vor. Nur einmal kommt es in veränderter Schreibweise vor und zwar mit einem langen Alif vor dem Buchstaben ت.
Gerade in diesem Vers, in dem das lange Alif auftaucht, spiegelt sich in einer sehr eloquenten Weise die Bedeutung des Verses wieder, und zwar, dass jeder Himmel seine Aufgabe besitzt und zwischen ihnen ein Barriere ist. Das lange Alif demonstriert genau dies. Somit stellt die Schreibweise des Korans einen eigenen Wissenszweig in der Koranwissenschaft dar.
Um es erneut zu verbildlichen: Es wird hier in diesem Vers genau einmal im Koran in der folgenden Form geschrieben سَمَوَاتٍ.
Und 189-mal im ganzen Koran wird es so geschrieben سموت.
Das interessante am Wort „Fussilat“ sowie an der Sure ist, dass es für den Begriff Erklärung bzw. Definition steht, welches vom Wort „Fassala“ kommt (was „trennen“ bedeutet). Um eine Sache zu erklären, muss man sie von anderen Sachen trennen, damit sich die Prinzipien nicht vermischen. Daher auch das Wort „Definition“, welches vom lateinischen Wort „definiere“ kommt und ebenfalls „trennen“ bedeutet.

Deshalb erscheint es sehr interessant, dass das trennende Alif in „samawati“ nur einmal und gerade in der “erklärenden Sura“ in jenem Vers vorkommt, in dem genauer auf die Himmelschöpfung eingegangen wird sowie verdeutlicht wird, dass jeder Himmel über seine eigene Aufgabe verfügt.

Des Weiteren ist laut Abi Su‘ūd, einem großen Koranexeget, der im Osmanischen Reich lebte, die Aussage, dass Allah die Himmel und Erde fragte: „Kommt ihr freiwillig oder unfreiwillig?“ ein Gleichnis, um Gottes Macht zu verdeutlichen. Es soll deutlich gemacht werden, dass sich das gesamte Universum und die Erde, was auch ein Sinnbild für alles Existierende ist, Gottesmacht nicht entziehen können. Daraufhin antworteten Himmel und Erde: „Wir kommen in vollem Gehorsam.“ Ein Sinnbild der absoluten Macht und dieses Gehorsams spiegelt sich darin wieder, dass Sonne und Erde auf ihren festgelegten Umlaufbahnen verbleiben und ihre Aufgaben erfüllen.5

Auch Imam Fakhrudīn al-Razi sagte ähnliches zu diesem Vers:
„Es ist als, wenn der König zu seinen Untertanen spricht: ‚Ihr macht das, ob ihr wollt oder nicht, freiwillig oder unfreiwillig. Diese darauf antworten wir kommen im Zustand vollen Gehorsams unser König.“*6

Diese Sinnbilder werden uns in den Versen von einem allmächtigen Gott, dem das Universum zu Füßen liegt und er dieses kommandiert, wie ein König es mit seinen Untertanen tut, geprägt und kann nach heutigem wissenschaftlichen Stand als der einzige Gott in Frage kommen. Für eine solche Schöpfung muss er mehr besitzen und leisten können, um etwa über ein Universum, das einen Durchmesser von 93 Milliarden Lichtjahren hat, zu herrschen. Es kommt nichts Geringeres als ein sich selber so beschreibender Gott, wie es in diesen Versen dargestellt wird, infrage.

Zusammenfassung:
Allah beschreibt die Schöpfung der Berge und ihre Aufgabe auf wundersame Art und Weise mit Informationen, die den Menschen zur damaligen Zeit nicht zugänglich waren. Außerdem weisen diese Verse in klarer Sprache auf den kosmischen Rauch hin, welche die moderne Wissenschaft bestätigt.

Der Koran tut dies auf eine unnachahmliche Weise. Sogar die Verwendung von Buchstaben und Wörtern ist hinsichtlich der Bedeutung genau gewählt. Dazu wird in Metaphern gesprochen, welche ein allmächtiges Gottesbild darstellen, das frei von jedem menschlichen Einfluss ist.

Das ist ein weiterer zu beachtender Punkt, da nämlich kein Mensch auf diese Art und Weise redet. Auch wenn man die arabische Sprache nicht beherrscht, um die Rhetorik zu verstehen, und die sprachlichen Finessen nicht besitzt, kann man dennoch dieses Prinzip der Allmacht zwischen den Zeilen lesen.
Wenn man dies mit der menschlichen Sprache vergleicht, würde man einen anderen Sprachgebrauch und eine deutlich differenzierte Sprechweise sowie unter anderem eine, zu der Zeit bestehende, Umgangssprache erwarten. So zu reden, wie dies Gott tut, liegt nicht in unserer Kapazität bzw. in unserem normalen Sprachgebrauch. Solche Aussagen sind nicht im Rahmen des Menschlichen, erst Recht nicht im Sinne der Araber zu dieser Zeit, deswegen können wir auch historisch nachvollziehen, dass nie ein Mensch für sich beansprucht hat, Himmel und Erde zu erschaffen.

Quellen:

1 Tafsir al-Tabari Sure, 16, Vers 15
2 Tafsir Ibn Kathir
ابن كثير: والمراد بالدخان بخار الماء المتصاعد منه حين خلقت الأرض
3 Einführung in die Kosmologie, Maats Roos

Smoking Supernova; Science daily (July 24, 2003)
Dr. Loretta Dunne from Cardiff University, who led A team of UK astronomers says: „Cosmic dust consists of tiny particles of solid material floating around in the space between the stars. It is not the same as house dust but more akin to cigarette smoke.“4
5 Tafsir Abi Suʿūd, Sure Fussilat
6 Mafatih al-Ġayb Tafsir, Surat Fussilat

Die Expansion des Universums

Die Expansion des Universums

Kategorie: Koran und Kosmos

„Und den Himmel haben Wir mit Kraft aufgebaut, und Wir weiten (ihn) wahrlich (noch) aus.“ [51:47]

In diesem Vers sehen wir einen anderen Abschnitt in der Schöpfungsphase des Universums.

Dieser Vers hat im Grunde zwei Bedeutungen. Die eine ist, dass Gott alleine die Himmel mit seiner Kraft gebaut hat und niemand außer ihm dazu in der Lage war. Deswegen wird das Wort, „aydin“ (bedeutet Kraft/Hände) verwendet und die Hand wurde laut Taher Ben Aschour so oft für „Kraft“ verwendet wurde, dass es dieses Beispiel daraus ergab.*1
Wie wir im Deutschen sagen „Kannst du mir mal unter die Arme greifen?“, so ist es auch in diesem Fall einfach ein Sinnbild für helfende Kraft.

Ein anderes Verständnis ist, wie es hier übersetzt wurde, dass Allah Himmel und Erde schuf und sie stets ausweitete bzw. weiterhin ausweitet.

Beide Verständnisse wurden überliefert. In Ibn Attiyas Werk „Al Muharir al wadjiz“ heißt es, dass das Wort „muwsiʿun“ entweder „ausweiten“ an Kraft und Farbigkeit oder an Versorgung bedeutet. Die Versorgung kommt aus dem Himmel für die Menschen, womit Regen gemeint ist oder dass die Himmel (im physischen Sinne) ausgeweitet werden.*2

Auch bei al-Tabari ist von Ibn Zayd verzeichnet, dass dieser sagte: „Allah weitete die Himmel aus.“*3

Somit sehen wir, dass klassische Koranexegeten, welche vor Hunderten von Jahren lebten, behaupteten, dass „Allah die Himmel ausweitet“. Warum sagten sie so etwas? Dies liegt darin, dass der äußere Wortlaut dieses Verses gerade diese Bedeutung wiedergibt.

Das Wort „muwsi3un“ („ausweiten“) enthält drei Bedeutungen in diesem Vers.

  1. Das Wort „ausweiten“ (im Arabischen „muwsi3un“), welches in sich die Bedeutung für Weite und Raum trägt, ist eine Metapher für Fähigkeit.
    Wenn im Gegenteil dazu jemand, der eingeengt ist, nichts machen kann, sagen wir, dass er in der Zwickmühle steckt, was eine Metapher dafür ist, dass er sich nicht bewegen und nicht handeln kann. Oder: Er ist eingegrenzt in der Beziehung und verfügt über keinen Spielraum usw.
  2. Des Weiteren steht das Wort „ausweiten“ („muwsi3un“) in diesem Vers für Versorgung, weil ein über viel Geld verfügender Mensch frei ist und machen kann, was er will bzw. ihm weitreichende Optionen offenstehen.
  3. Außerdem steht dieser Begriff für die äußere literarische Bedeutung des Ausweitens selber, also stellt den physischen Akt dar.

Das Wort beinhaltet diese drei Bedeutungen des physischen Ausweitens, der Fähigkeit und der Versorgung bzw. des Geldes. Sprachlich kommt es von dem „physischen Ausweiten“, das dann in Verbindung mit der Metapher für Fähigkeit und Versorgung gestellt wurde.

Da dieses Wort genau hier ausgewählt wurde, in jenem Vers, wo Gott den Bau des Himmels durch seine Kraft darstellt, wird mit diesem Wort

a) seine Fähigkeit unterstrichen,

b) behauptet, dass aus diesem Himmel Versorgung für die Menschen kommt und,

c) dass dieser Himmel ausgeweitet wird und sich in ständiger Ausweitung befindet.

Gott ist der Allmächtige, Der seine Macht demonstriert, indem Er dieses Universum erweitert und gleichzeitig den Menschen versorgt.

Damit wird der Bauer auf dem Land angesprochen, dessen Fokus auf die Landwirtschaft liegt, da er Regen vom Himmel erwartet, damit seine Landfläche befruchtet wird.
Der nachdenkende Mensch wird angesprochen, welcher in den Himmel schaut, angesprochen, weil er die Fähigkeit des Herrn bewundert und ihn dafür preist.
Der heutige Astrophysiker wird angesprochen, welcher weiß, dass der Himmel in ständiger Expansion ist.

Dies ist nicht in den Text hineininterpretiert worden, sondern, es ist der äußere, beabsichtigte Wortlaut des Verses und dies verstanden auch die Gefährten. So sagte Imam Ali: „Der Koran ist sehr facettenreich“. Dies bekräftigt, dass der eine Vers mehrere Bedeutungen beinhalten kann. Es stellt eine Kunst dar, mit einem Wort nicht nur Personen verschiedener Gesellschaftsklassen anzusprechen, sondern auch Menschen aus verschiedenen Epochen.

Das macht den Koran zu einer zeitlosen, sich selbst in jeder Epoche verwirklichenden, Offenbarung.

Rhetorische Feinheiten und Fazit

„Und den Himmel haben Wir mit Kraft aufgebaut, und Wir weiten (ihn) wahrlich (noch) aus.“ [51:47]

Der Gelehrte Tahir Ben Aschour sagte sehr schön, dass die Araber den Himmel als ein gewölbtes Dach verstanden und da ein Dach in der Regel gebaut wird, wurde hierbei das Verb „bauen“ benutzt („banayna“). Dass der Himmel ein Konstrukt mit Sonnensystemen und Planeten ist, kann heute besser denn je nachvollzogen werden.
Deswegen sollte dieser Bau den Leuten zu denken geben, dass es einen Bauherrn gab und geben muss.

Schriftverwendung
Des Weiteren kommt im Koran das Wort „aydin“ immer nur in folgender Form vor بِأَيْدٍۢ. Als Beispiel wird es bei der Schöpfung des Menschen mit einem „ya“ geschrieben.

بِيَدَيَّ Bei Adams Schöpfung das „ya“

قَالَ يَا إِبْلِيسُ مَا مَنَعَكَ أَن تَسْجُدَ لِمَا خَلَقْتُ بِيَدَيَّ
„Er sprach: «O Iblis, was hat dich daran gehindert, dich vor dem niederzuwerfen, was Ich mit meinen Händen erschaffen habe? [38:75]

In diesem Vers kommt es bei der Schöpfung des Himmels mit Doppelzeichen vor, wie folgt: بِأَيْيْدٍۢ (“ ya“)

Wieso wurde für das Himmelskonstrukt die verstärkte Version des Wortes von Kraft (wörtlich: Hand) verwendet als in Bezug auf den Menschen?

Dies liegt daran, dass die Araber ein Prinzip in der Rhetorik verfolgen, welches lautet: „Wenn der Wortbau größer ist, ist die Bedeutung stärker.“ So ist auch der Himmel stärker und größer im Bau ist als die Schaffung des Menschen, so wie Allah sagt „Seid ihr der gewaltiger Schöpfung oder die Himmel, die wir schufen?“

So ist es hier natürlich passender, dass bei der Schöpfung der Himmel das Wort der Kraft mit einem doppelten „ya“ geschrieben wird, weil die Bedeutung des Verses hierbei stärker ausfällt und einen klaren architektonischen Fingerabdruck hinterlässt. Wie der Himmel ein perfektes Bauwerk ist, so ist dies auch der Koran, der je nach Bedeutung des Verses und seiner Stärke des Wortbaus das verwendete Wort verstärkt.

Grammatik
„Inna la musi3un“ ist ein Nominalsatz, welcher in der arabischen Sprache auf Kontinuität hindeutet. Wenn man sagt „Thomas trinkt Alkohol.“ weist dies nicht darauf hin, dass er ein ständiger Trinker bzw. Alkoholiker ist, wie, wenn man etwa meint: „Thomas ist ein Trinker.“ So ist es auch mit diesem Satz, Allah weitet die Himmel fortwährend aus, wie es auch der Realität entspricht, dass die oberen Sphären, das Universum, ständig wächst.

Rhetorik
In Bezug auf die Rhetorik ist zu erwähnen, dass dieses Wortkonstrukt und das Wort „muwsi3un“ im ganzen Koran nur einmal vorkommt und zwar an der genannten Stelle, damit auch die Wahrscheinlichkeit eines Zufalls ausgeschlossen wird.

Zusammenfassung und Fazit
Wir sehen, dass die Bedeutung dieses Verses in seiner Wortwahl, Grammatik und Rhetorik, sogar in der Schriftverwendung, auf ein Himmelskonstrukt hindeutet, welches ein Bau mit verschiedenen Aufgaben ist und sich in stetiger Ausdehnung befindet. Weiterhin beschrieb sich Allah selbst als Bauherr und Schöpfer dieses Baus. In welcher anderen Literatur findet man jemanden sagen: „Wir schufen die Himmel und weiten sie aus?“

Es kann von anderen behauptet werden, dass Inhalte in den Text interpretiert wurden, nachdem man wusste, dass das Universum expandiert. Dieses Argument ist nicht tragbar, weil muslimische Gelehrte bereits vor 1000 Jahren, wie in den Überlieferungen aufgezeigt wird, sagten und durch die Überlieferungen wussten, dass Allah die Himmel ständig ausweite.
Sie wussten nichts über eine tatsächliche und faktenbezogene Expansion des Universums.
Im Gegenteil: Zur heutigen Zeit ging nämlich damaliges Wissen davon aus, dass das Universum statisch ist.

Ein weiterer Punkt ist der klare Wortlaut dieser Verse. Die Bedeutung der Grammatik gibt genau diesen Vorgang wieder. Daher entnehmen wir den Versen die Bedeutung bzw. Bedeutungen und nicht andersherum. Dies stellt die Kunst des Korans dar, der die Menschen diese Worte durch seine Rhetorik bereits damals verstehen ließ. Diese Rhetorik lässt den Gläubigen verstehen, was er braucht, ohne in irgendeiner Form gegensätzlich zu sein.

Das macht den Koran zu einem Text für alle Zeiten, der aus der arabischen Beduinen-Gesellschaft entflieht, einen universalen Charakter mit sich trägt, sowie zu „der“ Weltliteratur überhaupt wurde.

Außerdem ist eine weitreichende und für alle verständliche Bedeutung vorzufinden, sodass sowohl ein Bauer als auch ein Astrophysiker das Gesprochene nachvollziehen und die Bedeutung herauslesen kann.

Diese Vielfalt an Bedeutungen ist genau das, was die Menschen widerspiegeln. So versteht der Bauer, der diesen Vers liest, dass die Versorgung mittels Regen aus dem Himmel kommt und dass Allah als „muwsīʿ” der Versorger der Menschen ist, wie von Hasan Al Basri überliefert.

Der romantisch nachdenkliche Mensch versteht, wenn sich sein Blick im Sternenhimmel verliert, dass dieser Himmel einen mächtigen Schöpfer hat.

Zugleich verstehen der Architekt und Astrophysiker, dass dieser Himmel ein Konstrukt ist, das mit Exaktheit errichtet und Sinn sowie bestimmten Abläufen versehen wurde und in ständiger Ausweitung ist.

Es kann nicht behauptet werden, dass dies ein einmaliger Zufall ist, da viele andere Verse, welche in unseren Beiträgen erwähnt werden, ebenso viele kosmische Wahrheiten enthalten.
Ebenfalls kann nicht gesagt werden, dass es bekannt war, dass das Universum sich ausdehnt, da die Wissenschaft und damalige Philosophen immer an ein statisches Universum geglaubt haben. Schließlich ist man erst in unserer heutigen Zeit zu der Erkenntnis gelangt, dass sich das Universum in ständiger Bewegung befindet.

Quellen
1. Tahrir w Tanwer, Sure 51, Vers 47.
2. Muharar al wadjiz von Ibn Attīya, Sure 51, Vers 47
3. Tafsir al-Ttabari, Sure 51, Vers 47

Ist die Erde rund oder flach?

Ist die Erde rund oder flach?

Koran und Kosmos

Eine Frage, welche einen symbolischen Streit zwischen Religionsverfechtern und Wissenschaftlern in der Geschichte auslöste. Noch heute eröffnen einige Menschen diesbezüglich eine Debatte. Der dazu führende Hintergrund mag im Vergleich der optischen Wahrnehmung mit den Offenbarungsinhalten aus der Bibel oder dem Koran liegen, da man dadurch zum Schluss kommen könnte, dass die Erde entweder rund oder flach sei. Noch wahrscheinlicher ist allerdings die Annahme, dass es Streit zwischen den religiösen Institutionen und den Wissenschaftlern gegeben habe, weil beide um die Deutungshoheit in einem Prozess der Konkurrenz kämpften.

Der koranische Diskurs war nie ein Teil der Konkurrenz mit den Wissenschaftlern, sondern ein Miteinander, so die muslimischen Gelehrten. Das Erlernen von Physik oder Biologie und Chemie ist eine Zweigwissenschaft des Monotheismus (arabisch tawḥīd), der Ein-Gotteslehre im Islam, weil man durch Erforschung der Schöpfung mehr über den Schöpfer erfährt.

Die Araber fingen nach der Offenbarung des Korans an, sich mit den Wissenschaften zu beschäftigten. Der Koran macht diese Forschung in der Schöpfung und den Wissenschaften zu einer Pflicht für die Menschen. So sagt Allah:

„So soll der Mensch doch hinsehen, woraus er erschaffen ist“ [86:5]

Manche Gelehrten sahen diesen Koranvers das Wort „soll“ (auf Arabisch: „fä“), als einen Befehl an. Somit ist der Mensch verpflichtet, über seine Schöpfung nachzudenken und nachzuvollziehen, wie das menschliche Wesen aus nur einem kleinen Samentropfen entsteht.

Allah sagte auch:

„Schauen sie denn nicht zu den Kamelen, wie sie erschaffen worden sind,
und zum Himmel, wie er emporgehoben worden ist.“ [88:17-18]

Dies ist ein klarer Aufruf zum Nachdenken über die Tierwelt, der Astronomie oder der Biologie. Gott ruft zum Nachdenken und Forschen in diesen Wissenschaften auf, sodass wir durch sie zu Ihm gelangen.

„Er lässt die Nacht den Tag umschlingen, und Er lässt den Tag die Nacht umschlingen.“ [39:5]

In diesem Vers geht es darum, dass Allah die Nacht und den Tag aufeinander folgen lässt. Der verwendete Begriff für diesen Prozess bedeutet übersetzt „umschlingen“ (auf Arabisch: „yukawier“,). Dies beschreibt den Prozess, wenn der Tag in die Nacht eingeht und umgekehrt.

Dieses Wort wurde im der arabischen Sprache für das Umwickeln um etwas Rundes benutzt. Das Wort Ball (arabisch: kura) besteht aus den Wortkürzel „k w r“.
Die Araber pflegten, diesen Begriff für das Binden des Turbans zu nutzen. Diese Wortwahl wurde in bildlichen Metaphern wiedergegeben, um für die Leute damals und für uns heute verständlich zu machen, dass sich die Nacht um den Erdball schlingt, so wie es der Turban um den Kopf tut. Es konnte keine bessere Beschreibung für diesen Prozess gefunden werden. Aus jener Perspektive außerhalb des Erdballs wird erzählt, wie man sie heute durch die NASA-Bilder wahrnehmen kann.

Wie gesagt: Das hier Wiedergegebene sind keine Gedanken, die in den Text interpretiert wurden, sondern ergibt sich durch die Bedeutung und den Wortlaut des genannten Verses selbst. Wenn in diesem Zusammenhang ein anderes Wort gewählt werden würde, so würde es eine ganz andere Bedeutung erhalten. Da dies bereits anhand von mehreren Beispielen in den Artikeln aufgezeigt wurde, ist ein Zufall auszuschließen.

In der Koranerklärung von al-Tabari wurde dies ebenso verstanden. So wird von al-Sudi und Ibn Zaid überliefert, dass Allah die Dunkelheit vergehen lässt, sie mit dem Tag umrundet und den Tag dahin gehen lässt und diesen mit der Nacht umhüllt bzw. umrundet.*1

Rhetorisches und Rationales

Taher Ben Aschour erwähnte hierbei, dass dieser Prozess des Wechsels von Tag und Nacht im Präsens beschrieben ist, was in der arabischen Sprache dazu dient, eine Sache vor Augen zu führen, sodass man sie sich bildlich vor dem Auge vorstellt. Die heutigen wissenschaftlichen Animationen, durch welche man in Clip-Form bildlich darstellen kann, wie die Nacht die Erde umhüllt und andersherum, spiegeln die Bedeutung dieser Verse genauestens und realitätsnah wieder.

Eine andere Bedeutung der Verwendung des Präsens hinsichtlich des Vorgangs des Umhüllens von Tag und Nacht ist, dass dieser Prozess fortwährend stattfindet und sich wiederholt. Dies gibt ein schönes Bild dieser Prozeduren wieder, die uns stets begleitet. Sie wird bildlich dargestellt und ins Gedächtnis gerufen.*2

Imam al-Razi hat einen besonders tiefgründigen Ansatz erstellt, indem er den Tag und die Nacht als schönes Sinnbild mit zwei Kampfeinheiten beschreibt, in denen eine die andere besiegt und beide dann schließlich von Allah besiegt werden, da sie unter seinem Kommando stehen und Ihm ergeben sind.*3

Ein weiterer Vers über die Kugelform der Erde.

„Ist es etwa schwerer, euch zu erschaffen, als den Himmel, den Er aufgebaut hat?
Er hat seinen höchsten Teil emporgehoben und ihn dann zurechtgeformt.
Und Er hat seine Nacht finster gemacht und seine Morgenhelle hervorkommen lassen.
Und die Erde, Er hat sie danach hingebreitet.
Er hat aus ihr ihr Wasser und ihre Weide hervorkommen lassen.
Und die Berge, Er hat sie fest gegründet.
(Dies) als Nießbrauch für euch und für euer Vieh.“ [79:28-33].

Im Besonderen geht es um folgenden Koranvers:

„Und die Erde, Er hat sie danach hingebreitet.“

Das für „hingebreitet“ verwendete Wort lautet auf Arabisch „daha“ und hat im Arabischen zwei Bedeutungen, wie wir in der alt-arabischen Literatur sehen können.

So heißt es in einem Gedicht von Abu al-Hasan Ali b. Abbas b. Jurayj:

ماأنسَ لا أنسَ خبازاً مررتُ به يدحو الرُّقاقة َ وشكَ اللمحِ بالبصرِ
ما بين رؤيتها في كفه كرة ً وبين رؤيتها قوراءَ كالقمر
إلا بمقدارِ ما تنداح دائرة ٌ في صفحة الماء يُرمَى فيه بالحجر

„Niemals vergesse ich einen Bäcker, an dem ich vorbei ging, der den Teig ausweitete („daha“). Es waren Wimpernschläge von der Kugelform des Teiges in seiner Hand bis zum ausgelegten Teig, wie ein Mond sah er aus.
Genau so schnell wie der Kieselstein seine kreisrunden Wellen im Wasser schlägt (wie das Wort „daha“), wenn man ihn hinein wirft.“

Somit beinhaltet „daha“ den Begriff des Ausweitens, was die Araber als Gabe für sich und ihre Reisen verstanden haben.
Die andere Bedeutung betrifft das Runde. Deswegen heißt auch das Straußenei (auf Arabisch: „Udhira“). Hierbei sehen wir wieder die Wortkürzel „d“ und „h“.
Dass hier in diesen Versen, in denen es um den Schöpfungskontext der Erde geht, ein Wort benutzt wird, welches sowohl die Menschen generell als auch spezialisierte Geologen, welche sich mit der Beschaffenheit der Erde beschäftigen, verstehen können, ist ein Wunder des Korans.

Fazit
Der Koran wählte aus der arabischen Beduinengesellschaft den Begriff des „takwier“, welcher für das Anlegen eines Turbans und für das „um etwas Rundes legen“ benutzt wurde, um den Wechsel von Tag und Nacht zu beschreiben. Diese unbeschreibliche Genauigkeit in der Wortwahl ist u.a. das, was den Koran allezeit, für alle Generationen und Schichten, lesbar macht.

Des Weiteren sei noch das Prinzip von Ursache und Wirkung zu erwähnen, nämlich dass durch Kraft Bewegung entsteht, da Sonne und Mond den Tag und die Nacht bewirken. Da diese riesige und kraftvolle Einheiten sind, stellt sich die Frage, wer sie bewegt.
Hier ist die Stärke des Korans zu finden, da Allah diese Abläufe genauestens beschreibt bzw. Allah beansprucht diesen Kosmos und seine Vorgänge für sich und dies hat keinen Hauch von einem menschlichen Fingerabdruck.

Der Mensch hingegen drückt sich nicht in dieser Art und Weise aus. Ebenfalls liegt es nicht in der Natur des Menschen zu sagen: „Ich lasse den Tag in die Nacht eingehen und den Tag in die Nacht.“ Dies zeigt auf, dass auch nur derjenige, Der zu diesen Taten im Stande ist, dies von sich behaupten und beanspruchen kann.