Semantische Paraphrasur der Kreuzigung

Der Koran interagiert in vielen Versen mit der jüdisch-christlichen Tradition und hat eine Art „Wächter-Funktion“. So heißt es „Und Wir haben zu dir das Buch mit der Wahrheit hinabgesandt, das zu bestätigen, was von dem Buch vor ihm (offenbart) war, und als Wächter darüber.“[5:48]
Und in einem anderen Vers „Dieser Koran erzählt den Kindern Israels das meiste von dem, worüber sie uneins sind.“ [27:26]

Wie bereits erwähnt, wollen wir skriptural anhand jüdisch-christlichen Traditionen aufzeigen, wie die koranische narrative Fehler anspricht und diese korrigiert.

Geschichtliche Hintergrund Information:
In der babylonischen Gemara heißt es:
„Ein Zeugnis über Jesus und die Kreuzigung“
„a) Sanhedrin 43ab
וכרוז יוצא לפניו לפניו אין מעיקרא לא והתניא בערב הפסח תלאוהו לישו והכרוז יוצא לפניו מ‘ יום ישו יוצא ליסקל על שכישף והסית והדיח את ישראל כל מי שיודע לו זכות יבא וילמד עליו ולא מצאו לו זכות ותלאוהו בערב הפסח

„On Passover Eve they hung the corpse of Jesus the Nazarene after they killed him by way of stoning. And a crier went out before him for forty days, publicly proclaiming: Jesus the Nazarene is going out to be stoned because he practiced sorcery, incited people to idol worship, and led the Jewish people astray. Anyone who knows of a reason to acquit him should come forward and teach it on his behalf. And the court did not find a reason to acquit him, and so they stoned him and hung his corpse on Passover eve.“*1

Übersetzung:
„Am Vorabend des Pesahfestes hängte man Jeschu den Nazarener, nach dem man ihn durch Steinigung tötete. Vierzig Tage zuvor hatte der Herold ausgerufen: Er wird zur Steinigung hinausgeführt, weil er Zauberei getrieben und Jisrael verführt und abtrünnig gemacht hat; wer etwas zu seiner Verteidigung zu sagen hat, der komme und sage es. Da aber nichts zu seiner Verteidigung vorgebracht wurde, so hängte man ihn am Vorabend des Pesahfestes.“

Peter Schäfer kommentierte dieses talmudische Zeugnis in seinem Buch „Jesus und das Talmud“ folgendermaßen:
„Ich halte dies für eine vorsätzliche Fehldeutung des Neuen Testamentes und eine jüdische narrative bezüglich Jesus. Und eine Legimitation im Bezug auf dass Jesus vollen rechtens exekutiert würde, weil er ein jüdischer Ketzer war.“*3

Jakob von Sarug nannte in seinem Buch „Jesus in the Talmud“ die damaligen Juden als:

„Menschen die damit prahlten einen Mann ans Kreuz geschlagen zu haben.“*4

Wir sehen nun im Folgenden, wie die koranischen Verse diese talmudische narrative aufgreift und korrigiert:

وَقَوْلِهِمْ إِنَّا قَتَلْنَا الْمَسِيحَ عِيسَى ابْنَ مَرْيَمَ رَسُولَ اللَّـهِ وَمَا قَتَلُوهُ وَمَا صَلَبُوهُ وَلَـٰكِن شُبِّهَ لَهُمْ ۚ
„und dafür, daß sie sagten: „Gewiß, wir haben al-Masīḥ ʿĪsā, den Sohn Maryams, den Gesandten Allahs getötet.“ – Aber sie haben ihn weder getötet noch gekreuzigt, sondern es erschien ihnen so.“[4:156]

In diesem Vers heißt es „weder getötet noch gekreuzigt.“ Also sie töten ihn weder durch die Steinigung, noch kreuzigten sie ihn post mortem – sprich nach einem Tode.
Wir können somit eine semantische Verbindung feststellen, denn der Koran erwähnt erst das Töten – welches auf die Steinigung deutet – und danach die Kreuzigung. Also entspricht die koranische Reihenfolge ein direkte Anspielung auf die Aussage im Talmud, um diese in einer paraphrasierenden Weise zu negieren.
(Semantische: Teilgebiet der Linguistik, das sich mit den Bedeutungen sprachlicher Zeichen und Zeichenfolgen befasst.)
Im selben talmudischen Traktbat finden wir eine Anschuldigung gegen über Maryam a.s, welche sie mit der Hurerei beschuldigt und das Jesus a.s einen leiblichen Vater habe.
בן סטדא בן פנדירא הוא אמר רב חסדא בעל — סטדא בועל — פנדירא בעל פפוס בן יהודה הוא אלא אֵימא אמו סטדא אמו מרים מגדלא נשיא הואי כדאמרי בפומדיתא סטת דא מבעלה:]
*5

„Hat denn nicht ben Stada Zauberei aus Ägypten gebracht durch Einritzungen/Tätowierungen in sein/auf seinem Fleisch?“ Zum Familienhintergrund dieses Narren wird dann mitgeteilt: „(War er) der Sohn von Stada (und nicht ganz im Gegenteil) der Sohn von Pandera? Rav Chisda sagte: ‚Der Ehemann war Stada, (und) der Liebhaber war Pandera.‘ ‚(Aber war nicht) der Ehemann Pappos ben Jehuda und vielmehr seine Mutter Stada? Seine Mutter war Mirjam, (die Frau, die ihr) Frauen[haar] lang wachsen ließ. Dies ist, was man über sie [Mirjam] in Pumbeditha sagt: Diese ist abgewichen von (war untreu) ihrem Ehemann.‘“6

In diesem Dialog wird die Frage erörtert, wie ein Widerspruch zwischen zwei Überlieferungen aufzuklären ist. Die eine Überlieferung nennt den Zauberer „Sohn von Stada“, die andere „Sohn von Pandera“. Es wird offenbar als allgemein bekannt vorausgesetzt, wer der Zauberer war. Der Gelehrte Rav Chisda erklärt, Stada sei als Gatte der Kindesmutter der rechtliche Vater gewesen, Pandera der leibliche Vater. Ein ungenannter Gesprächspartner schlägt eine alternative Lösung vor: Der Ehemann sei Pappos ben Jehuda gewesen, ein Gelehrter aus der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts, und Stada sei ein Beiname Mirjams gewesen, der auf ihre Untreue Bezug nahm. Offenbar bestand zwischen den beiden Erklärern Übereinstimmung darüber, dass der Ehebrecher Pandera hieß.*7

Auch diese Anschuldigung aus dem selben talmudischen Traktat wird im Koran im selben Vers behandelt und wieder mit dem Begriff قَوْلِهِمْ, was soviel wie „ihr Ausspruch“ bedeutet, bezeichnet. Denn dieser Begriff hat eine lügnerische Konnotation, im Sinne dass es nur Wörter ohne jeglichen Wahrheitsgehalt sind, welche sie selber sagen.
Deshalb das possessiv Pronomen „ihr“, was aufzeigen soll, dass es nichts anderes, als ihre Wörter sind.
Sure 4 Vers156

وَبِكُفْرِهِمْ وَقَوْلِهِمْ عَلَىٰ مَرْيَمَ بُهْتَانًا عَظِيمًا
„und daß sie ungläubig waren und gegen Maryam gewaltige Verleumdung aussprachen.“
Abschließend:
Die Errettung Jesus a.s ist in seinem Namen, Bibel und Koran festgehalten.

Der Name Jesus:

„Jesus ist die lateinische Form des altgriechischen Ιησούς. Dieses ist im antiken hellenisierten Judentum die Transkription des hebräisch-aramäischen Vornamens Jehoschua (יהושע) mit seinen Kurzformen Jeschua oder Jeschu, erweitert um die griechische Nominativ-Endung -s, die in den anderen Kasus entfällt bzw. ersetzt wird.

Die Etymologie und eine damit mögliche Bedeutung des Namens sind unsicher. Das Matthäusevangelium (Mt 1,21 EU) leitet ihn von der hebräischen Wurzel „jaša“ (retten) ab und wurde damit für die altchristliche Deutung des Namens bestimmend.
Neuere Lexika schließen die Abstammung des Namens aus dem Verb „jaša“ aus. [5] Die traditionelle Deutung des Namens als „Gott ist Rettung/Hilfe/Erlösung“ rechnet mit einer Abstammung des Namens aus der Zusammensetzung von jhw und šuaʿ.“*4

Wir können deutlich sehen, dass Jesus in seiner ursprünglichen Bedeutung einen Zusammenhang mit dem „von Gott errettet werden“, also den Yahwe errettend, aufweist. Auch Dr. Raouf Sa’da ist der Ansicht, dass Jesus derjenige, „den Allah errettete“, bedeutet.
Im Koranvers wird diese Bedeutung im Folgenden ausgedrückt.

Bibel:
Auch in den Psalmen sehen wir den Hinweis auf die Errettung von Jesus.
„Nun merke ich, daß der HERR seinem Gesalbten hilft und erhöht ihn in seinen heiligen Himmel; seine rechte Hand hilft mit Macht.“ [Psalm 20:6]

Koran:
وَإِذْ كَفَفْتُ بَنِي إِسْرَائِيلَ عَنكَ إِذْ جِئْتَهُم بِالْبَيِّنَاتِ
„Und als Ich die Kinder Isra’ils von dir zurückhielt, als du mit den klaren Beweisen zu ihnen kamst.“ [5:110]

Ein weiterer koransicher Vers mit dem wir diesen Beitrag abschließen:
بَل رَّفَعَهُ اللَّـهُ إِلَيْهِ ۚ وَكَانَ اللَّـهُ عَزِيزًا حَكِيمًا
„Nein! Vielmehr hat Allah ihn zu Sich erhoben. Allah ist Allmächtig und Allweise.“[ 4:158]

*1 Sanhedrin 43a
The William Davidson Talmud

*3 Jesus in the Talmud S. 12

*4 Homélies contre les juifs, 44, l. 17

  • 5 Sanhedrin 67a
    The William Davidson Talmud

*6 Übersetzung nach Peter Schäfer: Jesus im Talmud, 3., durchgesehene Auflage, Tübingen 2017, S. 31–33.

  • 7 Peter Schäfer: Jesus im Talmud, 3., durchgesehene Auflage, Tübingen 2017, S. 34–36.

*8 Martin Noth: Dieiu israelitischen Personennamen im Rahmen der gemeinsemitischen Namengebung; Stuttgart: Kohlhammer, 1928. Zitiert bei
Köhler/Baumgartner, Eintrag zu יְהוֹשׁוּעַ; Artikel Joshua in der Encyclopedia

Der prophetische Umgang mit Seuchen und Epidemien

Der prophetische Umgang mit Seuchen und Epidemien

Als im 18. Jahr nach der Hijra im Gebiet des heutigen Palästinas eine Seuche ausbrach, handelten die Gefährten des Gesandten auf Basis der prophetischen Anweisung: Wenn sie (die Pest) in einem Land/einer Gegend ausbricht, in dem ihr seid, so verlasst es nicht. (Und wenn ihr hört), dass sie in einem Land ausgebrochen ist, so betretet es nicht. (Sahih Al-Bukhari)

Das Wunder, das sich in diesem Hadith widerspiegelt, besteht in dem Verbot, die von der Epidemie betroffene Gegend zu verlassen, selbst wenn es sich um eine nicht infizierte Person handelt. Schließlich ist es zwar logisch und war sicher auch zur damaligen Zeit nachvollziehbar, ein betroffenes Gebiet nicht zu betreten. Hingegen ist der Grund dafür, eine augenscheinlich gesunde Person an der Flucht zu hindern, unklar und rein rational nicht erklärbar. Im Gegenteil, die natürliche und logische Reaktion des Menschen bestünde darin, vor der Krankheit und einer Ansteckung zu fliehen.

Die Weisheit hinter dieser prophetischen Anweisung wurde erst viel später mit dem medizinischen und wissenschaftlichen Fortschritt deutlich. Somit besteht heute Konsens unter den Medizinern, dass eine Person innerhalb eines Seuchengebietes zwar selbst gesund sein mag, gleichzeitig aber als Träger (Wirt) für Viren, Keime und Krankheiten dienen kann. Um die Übertragung zu verhindern, wird heute weltweit das Prinzip der Quarantäne angewandt, das exakt dem entspricht, was unser Prophet (s) bereits vor über 1.400 Jahren befahl, welcher kein Virologe war noch Risikomanagment studierte.

Allah sprach die Wahrheit, als er seinen Propheten mit folgenden Worten beschrieb: „Und er redet nicht aus (eigener) Neigung. Es ist vielmehr eine Offenbarung, die (ihm) eingegeben wird.“ (Sure 53 Vers 2-3)

Das satanische Versprechen

Koran und der Mensch

Das satanische Versprechen

In der Schöpfungsgeschichte von Adam und Eva sind viele tiefgründige Weisheiten enthalten, welche den Charakter des Menschen wiederspiegelt bzw. seine Urpsyche hier liegt. Neben dem Schöpfungscharakter, welcher diese Geschichte enthält, wird auch die metaphysischie Ebene angesprochen, also über das Verhalten des Menschen, seine Wünsche und Begierden. Darum geht es hier in diesem Beitrag, die tiefgründige Analyse der menschlichen Psyche, welche der Koran in der lehrreichen Geschichte von Adam und Eva sowie Satan wiedergibt.

Die Erzählung dieses Ereignisses ist ein Wunder des Korans, welcher eine Geschichte aus einer verborgenen Welt erzählt, von einem Ereignis, an dem niemand teilnahm. Wenn wir bedenken, dass der Prophet Muhammed ein einfacher Kaufmann war, dann war der Handel seine Beschäftigung und auch sein genereller Sprachgebrauch und Denkweise waren durch den Handel geprägt. Woher sollte somit diese Geschichte, welche auch in dieser Form nicht in der Bibel auftaucht, stammen, wenn es nicht die Offenbarung Gottes ist.

Es handelt sich um folgende Verse:

Sure 7 Vers 20-22

„Da flüsterte ihnen der Satan ein, um ihnen offen zu zeigen, was ihnen von ihrer Blöße verborgen war. Und er sagte: „Euer Herr hat euch diesen Baum nur verboten, damit ihr nicht Besitzt erlangt oder zu den Ewiglebenden gehört.

Und er schwor ihnen: „Ich gehöre wahrlich zu denjenigen, die euch guten Rat geben.“

So verführte er sie trügerisch. Als sie dann von dem Baum gekostet hatten, zeigte sich ihnen ihre Blöße offenkundig, und sie begannen, Blätter des (Paradies)gartens auf sich zusammenzuheften. Und ihr Herr rief ihnen zu: „Habe Ich euch nicht jenen Baum verboten und euch gesagt: Der Satan ist euch ein deutlicher Feind?“

Erkläung der Verse

Das hierbei für das Flüstern verwendete Wort lautet „waswas“. Laut Ibn Juzey und anderer Gelehrten ist das Wiederholen der Silbe eines Wortes in der Sprache ein Stilmittel, um die Fortwährigkeit einer Sache aufzuzeigen.*1

In Tafsir al Munir wird das „waswas“ als eine Sache definiert, welche das Reden mit einer leisen Stimme darstellt, die auch im metaphorischen Sinne Gedanken bzw. Ideen sein können, welche den Menschen immer wieder beschäftigen und stets auftauchen.*2

Somit ist das Einflüstern, sprich „waswas“, was auch im Wortklang ein flüsterndes und wiederholendes Bild darstellt, eine Methodik des Satans, um den Menschen zu verführen bzw. ihn auf schlechte Wege zu führen, entweder in Form von Gedanken oder einer leisen Stimme.

Mit dem Wort „Ihnen“, auf Arabisch „Lehume“, werden Adam und Eva als ein duales Plural erwähnt, um zu zeigen, dass Satan beiden einflüssterte. Generell geht es auch um die Anweisung von Gott bzw. in jeder Ansprache gegenüber Adam und Eva wird das duale Plural benutzt, um aufzuzeigen, dass beide als Mann und Frau in selber Verantwortung vor Gott stehen. Dies ist natürlich ein Korriegieren des Korans der biblichen Schöpfungsgeschichte, wo es laut Genesis 3:1-9 heißt, dass Eva vom Teufel verführt wurde und sie Adam veführte, was in kirchlichen Kreisen zur Degradierung der Frau, welche als Verführerin des Mannes galt, führte. Dies hatte später auch einen großen Einfluss auf das Verständnis über die Rolle der Frau.

Wir sehen alleine dadurch, wie wichtig die koranische Korrektion dieser falschen Prinzipien ist und dass durch Nutzung des dualen Plurals, dadurch, dass beide angesprochen werden und in Verantwortung stehen, die Gleichberechtigung von Mann und Frau vom ersten Tag an im wahrsten Sinne des Wortes angezeigt wird.

Weiter heißt es im Vers, dass Satan ihm und vielen anderen Gelehrten Folgendes einflüsterte*3

„Euer Herr hat euch diesen Baum nur verboten, damit ihr nicht Besitz erlangt oder zu den Ewiglebenden gehört.“

Und er schwor ihnen: „Ich gehöre wahrlich zu denjenigen, die euch guten Rat geben.“

Wenn wir sehen, was der Satan den Menschen versprochen hatte, und zwar sagte er, dass Allah ihnen nur von gerade diesem Baum abgehalten hatte, damit sie nicht ewig lebend seien oder zu viel Besitz erlangen würden.

Das Prinzip von Forever Young steht hier im satanischen Fokus. Der Mensch kann den Gedanken, eines Tages nicht mehr zu existieren, nicht ertragen. Dass wir ewig sein wollen, kann neben des eigenen Zustands auch durch die Geschichte nachvollzogen werden..

Ob es die Suche nach dem Jungbrunnen zu früherer Zeit ist oder die Beliebtheit der AntiAging Mittel zur heutigen Zeit, ist gleich. (Im Jahr 2016 betrug das Marktvolumen von Anti-Aging-Produkten in China rund 5,4 Milliarden US-Dollar). Auch das erhöhte Aufkommen der Fitnesskultur liegt daran, dass die Menschen jung bleiben wollen es hassen, älter zu werden. Milliardenumsätzte werden durch Anti-Aging-Produkte erzielt, da Altern als eine Schwäche erachtet wird. Die körperliche Form und Fitness soll ewig verbleiben und es soll eine „Legende hinterlassen werden, an die sich die Menschen immer erinnern. Diese zwei Prinzipen beschreiben den Menschen genaustens, vor allem will der Mensch den Leuten in Erinnerung bleiben und nicht sterben.

Der Satan sagte, dass Allah nicht will (aus Hass), dass Adam und Eva ewiglebend sind, nach Az Zamakschari und Sibaway at Tabari.*4 Dies enthält einen weiteren wichtigen Punkt, dass Satan einem einflüstert, dass Allah nichts Gutes für den Menschen will und ein Feind des Menschen ist.

Dieses Konzept wurde von vielen Philosophen aufgenommen, nämlich, dass es eine Konkurrenz zwischen Gott und dem Menschen gibt, eine Art Krieg. Dies ist alles satanische Propaganda, welche den Menschen eingeflüstert wird.

Der andere Punkt ist jener des Besitztens. So heißt es im Vers „damit ihr nicht Besitz erlangt“. Für die meisten Menschen ist der Besitz das Wichtigste überhaupt, der Materialisimus ist die Religion mit den meisten Anhängern und den Aufopferungsvollen, weil man durch Besitz profitiert und da man durch großes Eigentum eine Besonderheit ist und eine höhere Position im Diesseits erhält. Leute in unserer heutigen Gesellschaft werden nämlich nach dem Besitz gewertet.

Die Frage nach dem Beruf oder Einkommen ist letztendlich nur eine Frage, um sein Gegenüber zu bewerten, weil wir anhand materialistischen Werten Menschen beurteilen und ihnen ihren Wert zusprechen.

Also sehen wir zwei tiefpsychologische Merkmale, welche hier in diesem Vers von Satan angesprochen werden, um den Menschen zu verführen und zwar mit Dingen, mit denen sich die Menschen in allen Zeiten mehr oder weniger identifizieren können. Es sind die Punkte, welche den gemeinsamen Nenner der Menschheit reflektieren, nämlich Besitz und Ewigkeit sprich Legende, was einen in allen Gesellschaften unveränderlichen Wertemaßstab darstellt.

Weiter heißt es im Vers:

„Und er schwor ihnen: „Ich gehöre wahrlich zu denjenigen, die euch guten Rat geben.“

Hier kommentiert Al Alousi das Wort für Schwören „taqasamu“ im Arabischen, muf3ala, also eine Übertreibung im Schwur, was ein Bild eines stark schwörenden, immer wieder bezeugenden Satan, wiedergibt.

Der nächste Teil des Verses

„So verführte er (Satan) sie trügerisch. Als sie dann von dem Baum gekostet hatten, zeigte sich ihnen ihre Blöße offenkundig, und sie begannen, Blätter des (Paradies)gartens auf sich zusammenzuheften. Und ihr Herr rief ihnen zu: „Habe Ich euch nicht jenen Baum verboten und euch gesagt: Der Satan ist euch ein deutlicher Feind?“ “

Das arabische Wort für „So verführte er sie trügerisch“ heißt „Fädälehum bighurur“ im Arabischen und wurde für jemanden verwendet, der einen Eimer langsam in den Brunnen herunterlässt, um Wasser zu holen, und nach dem hochziehen feststellt, dass der Eimer bzw. der Brunnen leer ist.

Das ist das Sinnbild der satanischen List, sie führt dazu, dass man am Ende mit leeren Händen dasteht.

Dies ist sinnbildlich dafür, dass die meisten Menschen auf dieser Welt entweder dem Geld sprich dem Besitz hinterherlaufen oder der ewigen Jugend hinterhereifern oder sich selbst als eine Legende hinterlassen wollen. Am Ende stellen sie schließlich fest, dass all dies nicht der Sinn des Lebens ist und dass alles Materielle vergänglich ist, zu diesem Zeitpunkt ist es dann allerdings zu spät.

Ein weiterer wichtiger Aspekt dieses Verses ist „Als sie dann von dem Baum gekostet hatten, zeigte sich ihnen ihre Blöße offenkundig, und sie begannen, Blätter des (Paradies)gartens auf sich zusammenzuheften“

Die Gelehrten kommentierten diesen Vers so, dass das stärkste Mittel des Satans damals, wie auch heute, die Schamlosigkeit ist. Also die Nacktheit bzw. das Entblößen der Reize war sowohl das damalige als auch das heute Mittel des Satans, weil durch die Reize der Frau bzw. ihre Nackheit die Mehrheit der Männer ihren Schutz verlieren. Es ist das Kryptonit des Mannes, welches gezielt eingesetzt wird, ob es das Verkaufen von Produkten ist oder die Pornoindustrie, welche Milliarden umsetzt und der Grund für den Bruch vieler Ehen ist. Auch die Filmbranche oder die Kleidungsindustrie ebenso. In ausnahmslos allen Bereichen wird der Körper der Frau eingesetzt, um Gewinne zu erzielen. Dadurch soll eine Morallosigkeit in der Gesellschaft geschaffen werden, welche zu Sünden führen soll.

Im weiteren Verlauf heißt es im Zitat „und sie begannen, Blätter des (Paradies)gartens auf sich zusammenzuheften“. Dies zeigt uns, dass die Bedeckung der Scham zu der natürlichen Veranlagung (fitra) des Menschen gehört. Da Adam und Eva die ersten Menschen waren, gab es niemanden, welcher ihnen dieses Schamgefühl bezwecken bzw. das Bedecken der Scham lehrte. Dieses instiktive Greifen zu den Blätern seitens von Adam und Eva ist eine Lehre für die Menschheit. Es zeigt die psychologische Wahrheit, dass der Mensch ein Schamgefühl in sich trägt, welches wir sehr schön bei Kindern beobachten können, weil bei ihnen die natürliche Veranlagung besonders zu spüren ist, bevor sie durch äußere Einflüsse ihres Schamgefühles entraubt werden. Banal gesprochen bedeutet das, dass sich die Nacktheit durch soziale Medien oder die „Internetnacktheit so imense verbreitet.

Zusammengefasst

Sehen wir in diesen Versen eine Psychoanalye der Menschheit und tiefe innere Wünsche des Menschen. Der Satan ist der Feind des Menschen, welcher ihn mit falschen Versprechen in die Irre treibt, deswegen wird das Wort „schaytan“ für Satan im Arabischen verwendet und kommt von schatana“, was bedeutet dauerhauft anstrengen, um etwas zu erreichen. Das ist das satanische Ziel, die Menschheit mit falschen Versprechen in die Irre zu führen und ihn mit seinen eigenen Wunschvorstellungen sowie mit seiner stärksten Waffe die Nackheit des Menschen zu bezwecken bzw. das menschliche Schamgefühl, welches in der menschlichen Veranlagung liegt, zu berauben. Er malt dem Menschen ihre schlechten Taten schön aus und bringt diese somit dazu, schlechte Dinge zu tun.

*1 Tafsir Ibn djuzey Sure 7 Vers 20-22

* 2Tafsir al Munir Sure 7 Vers 20-22

*3 Tafsir Attabari Sure 7 Vers 20-22

*4Tafsir Attabari Sure 7 Vers 20-22

Die Fitra (Primordiale Natur)

Die Fitra (Primordiale Natur)

In diesem Beitrag wollen wir auf das Prinzip der Fitra (Primordiale Natur) eingehen, sprich die ur-eigenen Instinkte der Menschen, welche den Glauben an den einen Gott beinhaltet.

Erklärung dieses Begriffes

Das Wort „fiṭra“ (فطرة) ist wie der Name Allahs „fāṭir“ (فاطر) aus der Wortwurzel „f, ṭ, r“, die für das Schaffen aus dem nichts steht.

Es wird von Ibn ʿAbbās überliefert, dass er sagte: „Ich kannte die Bedeutung des Begriffes „fāṭir“ nicht, bis ich zwei Wüstenaraber sah, welche sich um einen Brunnen stritten, bis der eine zu dem anderen sagte: ,Ich grub den Brunnen aus dem nichts (Anā fatartuhu); da erkannte ich die Bedeutung dieses Begriffes, nämlich das Schaffen ohne voriges Gleichnis.“ Ein Pionierstück, das aus dem nichts bzw. ohne vorig existieren Substanz und Beispiel geschaffen wurde. Dieser Begriff enthält die Absolutheit des beispiellosen Schaffens.

Wir sehen die Adoption dieser Symbolik des Schaffen aus dem nichts, welche für das Graben eines Brunnen genutzt wurde, um das weiße Blatt (den menschlichen Nullzustand) zu beschreiben, auf dem Allah den menschlichen Codex verfasste, welche uns Seine Einheit erkennen lässt.

Dadurch verstehen wir den hohen Intellekt der Sprachverwendung bzw. die anspruchsvolle Umsetzung von Beduinen-Symboliken, welche als Antworten auf Fragen dienen, welche die Menschheitsgeschichte und Philosophie seit je her beschäftigen.

Die Verwendung des Begriffes „Fāṭir“ im Koran sind einige u.a.:

Sure 30, Vers 30

فَأَقِمْ وَجْهَكَ لِلدِّينِ حَنِيفًا فِطْرَةَ اللَّهِ الَّتِي فَطَرَ النَّاسَ عَلَيْهَا لا تَبْدِيلَ لِخَلْقِ اللَّهِ ذَلِكَ الدِّينُ الْقَيِّمُ وَلَكِنَّ أَكْثَرَ النَّاسِ لا يَعْلَمُونَ
„So richte dein Gesicht aufrichtig zur Religion hin als Anhänger des rechten Glaubens, – (gemäß) der natürlichen Anlage Allahs (Fitra), in der Er die Menschen erschaffen hat. Keine Abänderung gibt es für die Schöpfung Allahs. Das ist die richtige Religion. Aber die meisten Menschen wissen nicht.“

Den Vers um den es in diesem Beitrag geht, ist der in Sure 7, wie Allah diese Fitra (natürliche Veranlagung) sozusagen festsetzte und durch diese Fiṭra einen Vertrag mit den Menschen abgeschlossen hat.

Als er das Bündnis der gesamten Menschheit vor ihrem Austreten in das „Sein“ abnahm. Dieser Koranvers ist die Grundlage der Theologie und der natürlichen Veranlagung der Gotteserkenntnis des Menschen.

Für die Richtigkeit dieses Verses legt die Menschheitsgeschichte
Zeugnis ab, wie wir im Laufe des Beitrages aufzeigen werden.
Der Vers ist folgender:

Sure 7, Vers 172:

Und als dein Herr aus den Rücken der Kinder Adams ihre Nachkommenschaft zog und wider sich selber zu Zeugen nahm und sprach: “Bin ich nicht euer Herr?“ sprachen sie: „Jawohl, wir bezeugen es.“ Dies taten Wir, damit sie nicht am Tag der Auferstehung sprächen: „Siehe, wir waren dessen achtlos!“

Erklärungen des Exegeten zu dem Vers

Tafsir al-Jalalayn 7,172: Und erinnere dich, als dein Herr zuerst aus den Lenden Adams und dann aus den Lenden der Kinder Adams Nachkommen schuf, und dann weiter auch aus deren Lenden immer wieder neue Sprösslinge entstehen ließ bis es wie ein großes Ameisenheer ausschaute. Allah setzte in jeden Einzelnen das Wissen und den Beweis Seiner Göttlichkeit und stattete jeden mit der Gabe der Vernunft aus. Dann ließ Er die Kinder Adams gegen sich selber Zeugnis ablegen indem Er sprach: „Bin Ich nicht euer Gott?“ Und sie sagten: „Ja, tatsächlich, wir bezeugen, dass Du unser Gott bist.“ Dieses Zeugnis mussten alle Nachkommen Adams ablegen, damit sie nicht am Jüngsten Gericht sagen könnten: „Wir wussten nichts von der Einheit und Einzigkeit Allahs.“

Es heißt weiter in einer anderen Koran-Erklärung:

Al-Haschimi sagt in Tafsir al-Qasimi:
„Allah bezeugte die Menschen gegen sich selbst, in dem er in ihnen die Das Konzepte seiner Einheit einverleibte, also Allah schuf in dem Menschen den natürlichen Instinkt des Monotheismus (des Tauhids).“

Dieser Tauhid ist in Gottes wundersamen Schöpfung wiederzufinden bzw. wird in ihr bestätigt, da der ganze Kosmos ein Zeugnis seiner Existenz ablegt. Wenn man über die Weisheit und die Anatomie des menschlichen Körpers nachdenkt und die Genauigkeit bzw. Balance in der Umwelt betrachtet, erlangt man durch diese Umwelt ein Gefühl der Erkenntnis bzw. ein Gefühl der Demut.

Deswegen ist das arabische Wort für Welt bzw. Kosmos „allem“, was so viel bedeutet wie Hinweise bzw. Zeichen, weil dieser ganze Kosmos Zeichen, genauer gesagt, Hinweise auf deren Schöpfer sind.
Und all diese Zeichen bzw. Geschöpfe in der Schöpfung deuten auf den Schöpfer und auf Seine Fähigkeiten hin.

Tafsir al-Manar
Mohammed ʿAbdo kommentierte diesen Vers in seiner Exegese Tafsir Al Manar, indem er sagte, hier geht es um die Erinnerung, dass Allah allen Menschen auf der natürlichen Veranlagung des Monotheismus bzw. den Glauben an den einen Gott ihn ihnen schuf. Und dieser Glaube an Allah auch im Gehirn verankert wurde.
Neben diesem tiefverankerten Glauben in den Herzen der Menschen über seine Existenz, würde es ihnen auch auf der Basis des Verstandes aufgezeigt.

Dies geschah, indem ihnen das Kausalitätsprinzip (Ursache und Wirkung) einverleibt wurde. Dies ist ein Prinzip der Physik und der Philosophie, welches besagt „von nichts kommt nichts“; folglich alles, was wir um uns herum wahrnehmen…dass alles einen Auslöser haben muss bzw. eine Ursache. Angenommen man versucht jemanden davon zu überzeugen, dass dieses Prinzip, der Kausalität nicht richtig ist verfällt man genau in dieses Prinzip der Ursache, welches das Argument ist und erhofft Wirkung beim gegenüber, dass er dies glauben soll.

Damit ist Kausalität allgegenwärtig – sogar in dem Versuch sie zu negieren greift man auf sie zurück.

Weiterhin ist dieser Vers ein Sinnbild, welches in der arabischen Sprache sehr verbreitet ist. Dieses Sinnbild spiegelt die Abnahme Gottes, sprich den Vertrag bezüglich seiner Einheit, also den puren Monotheismus von der gesamten Menschheit wieder. Dieses Abkommen fand statt bevor die Menschheit in das „Sein“ rausgetreten ist.

Und dieser Vers (Sure 7, Vers 172) wurde durch eine Überlieferung (Hadith) in Sunan at-Tirmidhī erklärt, in der es heißt:

Als Allah Adam erschuf, nahm Er ihm den Schwur ab, Ihn als seinen Schöpfer anzuerkennen. Anschließend ließ Er aus den Lenden Adams seine gesamte Nachkommenschaft, Generation um Generation, welche bis zum Ende der Welt auf der Erde geboren werden. Er breitete sie alle vor sich aus „bis es wie ein großes Ameisenheer ausschaute“, um auch von ihnen dieses Gelöbnis entgegenzunehmen. Er sprach zu ihnen von Angesicht zu Angesicht: ‚Bin ich nicht euer Herr?‘ und sie sagten: ‚Jawohl wir bezeugen es.[…]‘“ (Sunan at-Tirmidhi, Hadith 3355)

In dieser Überlieferung sehen wir ein Szenario, welches die ganze Menschheit aufzeigt, wie diese vor Ihrem Herren versammelt steht. Und den Treue Eid ablegt, dass ihr Herr Allah ist, welcher sie schuf und sie ein Zeugnis darüber ablegen, dass Allah ihr Herr ist und kein anderer.
Dies bedeutet sie haben den Glauben an Allah nicht mit der Muttermilch aufgesaugt, sondern schon vorher in sich getragen, also er ist ein natürlicher Instinkt.

Dies bestätigte auch der Prophet Muhammad ﷺ als er sagte:
Jedes Kind wird mit der Fitra* geboren, und seine Eltern machen dann aus ihm entweder einen Juden, einen Christen oder einen Sabäer. Genauso wie das Tier, das ein Tier zur Welt bringt: Siehst du darin Unstimmigkeiten?“ (*D.h. natürlich veranlagt mit der Gottergebenheit (= als Muslim). [Sahih al-Buchari, Kapitel 23/Hadithnr. 1385]

Als Gegenbeispiel ist das Christentum, welches die Menschen in den Glauben bringt bzw. man wird nur durch die Taufe zum Christ. Und bis heute fehlt immer noch der Nachweis, dass die Säuglingstaufe im Neuen Testament steht. Damit ist die Taufe lediglich ein volkstümlicher Brauch, der mit der Lehre Jesu, Allahs Friede auf ihm, nichts zu tun hat“, so Ibn Rassoul.

„Der matthäische Taufbefehl ist als spätere Fälschung, theologisch dezenter: als Kultlegende, entlarvt worden. …Wie merkwürdig, dass Jesus, der angebliche Stifter der Taufe, so wenig von ihr sprach. Wie sonderbar zudem, dass er selbst nie getauft hat.“ (Vgl. Deschner: Der manipulierte Glaube, München 1971, Seite 103)

Anthropologischer Beweis für die „Fiṭra“ (der Glauben an einen Gott)

Einer der größten Beweise der Fiṭra ist, dass wir Menschen von einen Gott programmiert bzw. eingestellt wurden. Erwähnenswert ist hier ein Werk des Autors Wilhelm Schmidt („Der Ursprung der Gottesidee / Synthese der Religionen der asiatischen und der afrikanischen Hirtenvölker“). Dies ist ein zwölf-bändiges Werk, in dem der Autor ein Großteil seines Lebens damit verbrachte alle primitive Religionen, der Ureinwohner zu dokumentieren, mit primitiven Religion sind Religion gemeint, welche kein politisches System besaßen und auf der Strukturen der Verwandschaftsbande basierten.

Der Grund: Diese Zivilisationen lebten sehr isoliert von der Gesellschaft. Bei dieser Studie Stellte er fest, dass all diese Religionen die Idee des einen Gottes hatten, sprich monotheistisch sind. Keine dieser erforschten Religionen waren etwa polytheistisch im Sinne, dass sie Pantheon besaßen

Pantheon (von altgriechisch πᾶν pān „all, gesamt“ und θεός theós „Gott“) hat vier Bedeutungen: Ursprünglich war Pantheon (bzw. lateinisch Pantheum) die Bezeichnung für ein allen Göttern geweihtes antikes Heiligtum. Das in der römischen Antike errichtete Pantheon in Rom ist das bekannteste Gebäude dieser Art.

Darüber hinaus glaubten diese Religionen an den einen Gott, welchen sie mit den schönsten Namen betiteln. Sie glaubte an Moral und hatten feste Überzeugung was Gutes und Schlechtes angeht und an das Prinzip der Ehe, welches für sie ein gottgegebene Struktur ist. Darüber hinaus glaubten sie an Himmel und Hölle.

Es ist daher nicht verwunderlich, wenn man behauptet, dass dieser Glaube instinktiv in dem Menschen verankert ist, da er immer wieder und wieder wie eine Gesetzmäßigkeit auftaucht.

Psychologisches

Ist an einem Kleinkind, dessen Verstand noch nicht ganz ausgereift zu sehen. Wenn ein Stein geworfen wird und dieser Stein an diesem Baby vorbeifliegt dreht das Baby sich um, denn es weiß, dass der Stein von irgendwo herkommen muss.

Sprich: Dieses Kleinkind glaubt nicht daran, dass der Stein aus dem nichts kam, sondern dieser eine Quelle besitzt. Oder sogar wenn das Kind hinfällt, es den Boden schlägt, da es glaubt, dass der Boden der Verursacher des Schmerzes ist oder die Straßenlaterne oder weitere leblose Dinge, gegen die die Kinder gelaufen sind.

In allen Punkten in unserem Leben handeln wir nach dem Prinzip der Kausalität. Wenn wir krank sind, gehen wir zum Arzt weil wir uns die Gesundheit erhoffen, sofern wir Medikamente nehmen – wieder Ursache und Wirkung.

Wir gehen arbeiten, um Geld zu verdienen und unsere Familie zu ernähren (Ursache und Wirkung). Die Kausalität ist damit in all unseren Lebenslagen vorhanden und ein essentieller Faktor unseres Handelns.

Wenn es aber dann auf einmal um Gott und die Schöpfung des Universums geht, bedarf dies keines Grundes bzw. und soll keine Ursache? Diese Frage sollte sich jeder stellen. Wieso sollte hier das Prinzip der Kausalität versagen.

Historisches

In Bezug auf die Geschichte sagte Henry Brausxell (Historiker), dass wenn man die Geschichte zurückverfolge, es Gesellschaften gab, die keine Zivilisation besaßen, aber keine einzige Gesellschaft bzw. Zivilisation, die nicht an einen Gott geglaubt hat. Das kann man anhand Anthropologie nachvollziehen kann.

Darüber hinaus erwähnt Reza Aslan (Religionswissenschaftler) in seinem Buch „History of god“, man könne anhand von Ausgrabungen feststellen, dass jede Zivilisation Riten bei der Todeszeremonie hatten, also wenn sie eine Leiche vergruben, welche eine religiösen Kult hindeuteten.
Wir sehen mithin, dass der Glaube an eine Übermacht einen Gott auch geschichtlich belegt ist, Der in den Menschen verankert ist und war.

Theologisch-Philosophisches

Es war Abū Ḥamīd al-Ghazālī, der ein Argument definierte, welches auch Thomas Aquin, ein großer christlicher Gelehrter verwendete.

Al-Ghazālī sagte: „Du denkst an dieses eine Wesen, welches größer als all deine Vorstellung ist und deine Gedanken schweifen immer wieder zu Ihm hin. Und er ist größer als alles, was du dir vorstellen kannst. Und du kannst nicht aufhören an ihn zu denken und deswegen gibt es Ihn.“

Dies ist ein sehr emotioneller persönlicher Beweis, den jeder für sich selber nachvollziehen kann. Das ist die Frage, warum wir immer wieder an diese übernatürliche, allwissende, starke Kraft denken, die in unser Leben interveniert. Wir spüren teilweise in unserem Alltag ein Eingreifen, wenn uns Dinge passieren, bei denen wir denken: „Dies kann kein Zufall sein.“

Oder wenn wir ein Neugeborenes in den Armen halten und begreifen, dass dieses Baby einst ein lebloser Samentropfen war, schweifen die Gedanken nicht in Richtung Biologie, sondern eher nach oben in Richtung des Schöpfers, ob man will oder nicht.

Sogar ein Atheist, der sich in einer extremen oder lebensgefährlichen Situation findet, wird aus dem tiefsten Inneren Gott schreien, da es in ihm drinnen befindet (es zu sagen) und er aus der Tiefe seines Herzens schreit. Einige Sprachwissenschaftler führten den Namen Allah auf das Wort „täläh“ zurück, welches „verrückt werden“ bedeutet. Das Prinzip hinter dem Wort ist, dass man verzweifelt, wenn man mit seinem Gedanken in Gott versinkt

Das Theologie-Argument (Systematisch-theologisch)

Der Beweis für die Existenz Gottes ist nun wie folgt. Es besteht kein Zweifel daran, dass es eine Existenz gibt. Jedes Existierende ist aufgrund seiner selbst entweder möglich oder notwendig.
Wenn es notwendig ist, dann ist dies das Vorhandene, das gesucht wird, nämlich Gott. Wenn es möglich ist, dann erfordert es letztendlich die notwendige Existenz, um selbst existieren zu können.
In beiden Fällen muss Gott existieren.

Aus [Ibn Sina, The Cambridge Companion to Classical Islamic Theology]

Neurotheologie

„Dr. Newberg zeigt, dass das intensive islamische Gebet – das als grundlegendes Konzept die Hingabe des eigenen Selbst an Gott hat – die Aktivität im präfrontalen Kortex und den damit verbundenen Frontallappen sowie die Aktivität in den Parietallappen reduziert.
Der präfrontale Kortex wird traditionell als Teil der exekutiven Kontrolle oder des vorsätzlichen Verhaltens sowie der Entscheidungsfindung angesehen. Die Forscher gehen davon aus, dass eine Tätigkeit, die sich auf die Aufgabe von Kontrolle konzentriert, zu einer verminderten Aktivität in diesem Gehirnbereich führen würde.“
(Andrew Newberg, How Science Can Enlighten Us About Spirituality )

Deswegen ist es äußert interessant, dass die Niederwerfung bzw. das islamische Gebet an dieser Stelle anknüpft.
Wenn man seine Stirn auf den Boden legt und sensibilisiert den Bereich, welcher für die exekutiven Kontrolle zuständig ist, indem man sich unterwirft. Denn die Niederwerfung ist ein Zeichen, dass man sich als Gläubiger Seinem Herren ergibt.

Fazit
Wir sehen an all diesen erwähnten Beispielen, dass es so viele Wege gibt, die zu Gott führen. Und dass wir dieses Wege entdecken, ist ein göttliches Versprechen in uns selbst im Sinne der Psychologie, Biologie, Nervenforschung usw. Auch andere Wissenschaften wie Chemie, Physik, Astronomie usw. – all dies sind Wege, über welche der Mensch zu Gott gelangen kann, wenn Er an ihn glauben will.

Sure 41, Vers 53:

سَنُرِيهِمْ آيَاتِنَا فِي الآفَاقِ وَفِي أَنْفُسِهِمْ حَتَّى يَتَبَيَّنَ لَهُمْ أَنَّهُ الْحَقُّ أَوَلَمْ يَكْفِ بِرَبِّكَ أَنَّهُ عَلَى كُلِّ شَيْءٍ شَهِيدٌ
„Wir werden ihnen Unsere Zeichen am Gesichtskreis und in ihnen selbst zeigen, bis es ihnen klar wird, dass es die Wahrheit ist.“

Eins sagte der große, algerische Gelehrte Abū Bakr al-Djazāʾiri einem seiner Bücher der größte Beweis für Gott ist, dass welche ihn negieren, weil es keinen rationale Grund gibt, einen Anfang bzw. eine Schöpfer zu negieren. Das zeigt also, dass Allah den Menschen die Wahl lässt. Und dieses Prinzip wird auch im Koran erwähnt. So heißt es:

Sure 10, Vers 99:

وَلَوْ شَاءَ رَبُّكَ لَآمَنَ مَن فِي الْأَرْضِ كُلُّهُمْ جَمِيعًا ۚ أَفَأَنتَ تُكْرِهُ النَّاسَ حَتَّىٰ يَكُونُوا مُؤْمِنِينَ
„Und wenn dein Herr wollte, würden fürwahr alle auf der Erde zusammen gläubig werden. Willst du etwa die Menschen dazu zwingen, gläubig zu werden?“

Gott lässt somit den Menschen die Wahl den Glauben zu akzeptieren, welchen sie in sich selber tragen.

und abschließen wollen wir mit den Worten Goethes.

Die allgemeine, die natürliche Religion bedarf eigentlich keines Glaubens: denn die Überzeugung, dass ein großes, hervorbringendes, ordnendes und leitendes Wesen sich gleichsam hinter der Natur verberge, um sich uns fasslich zu machen, eine solche Überzeugung dringt sich einem jeden auf; ja wenn er auch den Faden derselben, der ihn durchs Leben führt, manchmal fahren ließe, so wird er ihn doch gleich und überall wieder aufnehmen können.

Diese Religion ist auf den Glauben gegründet, der unerschütterlich sein muss, wenn er nicht sogleich von Grund aus zerstört werden soll. Jeder Zweifel gegen eine solche Religion ist ihr tödlich. Zur Überzeugung kann man zurückkehren, aber nicht zum Glauben. Daher die unendlichen Prüfungen, das Zaudern der Erfüllung so wiederholter Verheißungen, wodurch die Glaubensfähigkeit jener Ahnherren ins hellste Licht gesetzt.“

-– Johann Wolfgang von Goethe, Dichtung und Wahrheit, IX, 138 f.

Quellen:
Tafsir al Wasset:
والفطر : الابتداء والاختراع . قال ابن عباس : كنت لا أدرى ما ( فَاطِرِ السماوات والأرض ) حتى أتى أعرابيان يختصمان فى بئر ، فقال أحدهما : أنا فطرتهما ، أى : أنا ابتدأتها .
Tafsir Al Qasimi
Tafsir Al Manar
Sunan at-Tirmidhi, Hadith 3355.
Sahih al-Bukhari, Kapitel 23/Hadithnr. 1385.
Deschner: Der manipulierte Glaube, München 1971, Seite 103)
How Science Can Enlighten Us About Spirituality, Andrew Newberg
The Cambridge Companion to Classical Islamic Theology
Rezas Aslan, History of God
Wilhelm Schmidt „Der Ursprung der Gottesidee / Synthese der Religionen der asiatischen und der afrikanischen Hirtenvölker“

Dem Untergang geweiht

Dem Untergang geweiht

In diesem Beitrag wollen wir auf die geschichtliche Erwähnung von untergegangen Völkern eingehen, welche als Mahnmal fungieren. Diese Ruinen der früheren Völker sollten den Quraisch also den mekkanischen Götzendienern, welche sich gegen die Muslime und den Propheten ﷺ auflehnten, eine Lehre sein.
Diejenige Lehre, wie doch das Ende der vorigen Völker war, welche sich gegen ihren Propheten auflehnten. Die Araber kannten die Geschichten vom Propheten Ṣālīh und seinem Volk Thāmūd oder die Geschichte von Lot.

Sure 30, Vers 9

أَوَلَمْ يَسِيرُوا فِي الأَرْضِ فَيَنظُرُوا كَيْفَ كَانَ عَاقِبَةُ الَّذِينَ مِن قَبْلِهِمْ كَانُوا أَشَدَّ مِنْهُمْ قُوَّةً وَأَثَارُوا الأَرْضَ وَعَمَرُوهَا أَكْثَرَ مِمَّا عَمَرُوهَا وَجَاءَتْهُمْ رُسُلُهُم بِالْبَيِّنَاتِ فَمَا كَانَ اللَّهُ لِيَظْلِمَهُمْ وَلَكِن كَانُوا أَنفُسَهُمْ يَظْلِمُونَ
„Sind sie denn nicht auf der Erde umhergereist, so dass sie schauen (konnten), wie das Ende derjenigen war, die vor ihnen waren? Sie hatten eine stärkere Kraft als sie, pflügten und bevölkerten das Land noch mehr, als sie es bevölkerten. Und ihre Gesandten kamen zu ihnen mit den klaren Beweisen. Aber nimmer ist es Allah, der ihnen Unrecht getan hat, sondern sie selbst haben sich Unrecht zugefügt.“

Die klassischen Koran-Exegeten erwähnen hier, dass Allah die die Götzendiener von Mekka auffordert, auf der Erde einher zu gehen, nachzudenken. Sie sollen eine Lehre daraus zu ziehen, wie das Ende vor der Menschen vor ihnen war, welche hochentwickelte Zivilisationen hatten, architektonische Meisterleistungen besaßen und sich zum Höhepunkt der damaligen Gesellschaften hoch arbeiteten.

All dies schützte sie trotzdem nicht vor dem Untergang.
Im selben Vers heißt es danach: „Sie hatten eine stärkere Kraft als sie.“ Gemeint ist hier, dass diese Gesellschaften den Mekkanern militärisch überlegen waren, also was die Größe der Arme und das Waffenarsenal angeht.

Danach sagt Allah: „Sie pflügten und bevölkerten das Land noch mehr, als sie (die Mekkaner) es bevölkerten“, d.h. im Sinne von Landwirtschaft. Denn das Wort „pflügten“, deutet sowohl auf die Ökonomie, als auch auf die Bebauung und Produktion hin. Darüber hinaus kann auch der Rohstoffabbau gemeint sein, sprich das Extrahieren von Rohstoffen aus der Erde, wie Erdöl, Metalle usw., wie es Abū ʿUbaida (gest. 209 n.H.) in [Maǧāz al-Qurʾān] sagte.

Wir sehen diese kulturgeschichtliche Nuance in diesem Koranvers Vers, welcher eine Zusammenfassung des Bestrebens von Zivilisationen darstellt. Diese galt als Drohung für die Quraisch, denn selbst die fortgeschritteren und stärkeren Zivilisationen konnten sich vor dem Untergang nicht schützen.
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Viele Zivilisationen glaubten durch die hohe Bevölkerungsanzahl, der Militärmacht und Produktion unsterblich zu sein. Trotzdem ist jede Zivilisation dem Untergang geweiht.

Rhetorisches

Einen sehr interessanten Punkt erwähnt Maḥmūd b. Ḥamza al-Kirmānī in [Mutaschābih al-Qurʾān] hinsichtlich der Satzkonstruktionen von

Sure 6, Vers 11,
ثُمَّ انْظُرُوا كَيْفَ كَانَ عَاقِبَةُ الْمُكَذِّبِينَ

Sure 16, Vers 36,
فَانْظُرُوا كَيْفَ كَانَ عَاقِبَةُ الْمُكَذِّبِينَ

und Sure 30, Vers 9.
فَيَنظُرُوا كَيْفَ كَانَ عَاقِبَةُ

Die deutsche Übersetzung für diese Verse lautet:
„Sag: Reist auf der Erde umher und/ dann schaut, wie das Ende der Leugner war.“

Das Wort „ṯumma ثُمَّ“ wird in den Koranübersetzungen mit „und“ oder „dann“ übersetzt. In der arabischen Sprache hat es jedoch eine viel stärkere Aussagekraft: Es vermittelt einen Zeitabstand und dient als Einleitung in den nächsten Satz.
Der Buchstabe „fa فَ“, der in den zweit- und drittgenannten Koranversen vorkommt, hat die Funktion unmittelbar in das Verb zu münden.
Nochmal zum Vergleich فَانْظُرُوا und ثُمَّ انْظُرُوا.

Der zeitliche Abstand durch „ṯumma“ dient der Besinnung bzw. das Nachdenken über den Untergang der vorigen Völker. Warum wurde hier „ṯumma“ verwendet und nicht das „fa“? Nur in Sure 6 (al-Anʿām) kommt nämlich „ṯumma“ vor.

Grund ist der Kontext: In Sure 6 wurde die Strafe für die Völker beschrieben, während es bei den anderen beiden Koranversen nicht der Fall ist und zwar in Vers 6.

Sure 6, Vers 6

أَلَمْ يَرَوْا كَمْ أَهْلَكْنَا مِن قَبْلِهِم مِّن قَرْنٍ مَّكَّنَّاهُمْ فِي الأَرْضِ مَا لَمْ نُمَكِّن لَّكُمْ وَأَرْسَلْنَا السَّمَاء عَلَيْهِم مِّدْرَارًا وَجَعَلْنَا الأَنْهَارَ
تَجْرِي مِن تَحْتِهِمْ فَأَهْلَكْنَاهُم بِذُنُوبِهِمْ وَأَنشَأْنَا مِن بَعْدِهِمْ قَرْنًا آخَرِينَ
„Haben sie nicht gesehen, wie viele Geschlechter Wir vor ihnen vernichteten, denen Wir auf der Erde eine feste Stellung verliehen hatten, wie Wir sie euch nicht verliehen haben, und auf die Wir den Regen ergiebig (hinab)sandten, und unterhalb derer Wir Flüsse strömen ließen? Und da haben Wir sie für ihre Sünden vernichtet und nach ihnen ein anderes Geschlecht entstehen lassen.“

Deswegen müsste man sinngemäß den Koranvers wie folgt übersetzen: „Sodann denkt nach und lasst euch dabei Zeit diese ganzen erwähnte Szenarien zu analysieren (ṯumma) und zu einem Schluss zu kommen“.

Durch den Kontext bzw. die Erwähnung der Straf(en) hat dies eine unmittelbare Auswirkung auf den Syntax (ṯumma statt fā). Es visualisiert das Szenario und man soll tiefgreifender darüber nachdenken.

Bei der Verwendung von „فَانْظُرُوا“ („und schaut (bedenkt)“) ist dies nicht der Fall. Dort wird lediglich durch das erblickte zu bedenken gegeben, also eine schnellere Charakteristik, da in diesem Kontext der Verwendung keine detaillierte Beschreibung der Vernichtung erwähnt wird.

Ein weiter Punkt der Rhetorik in diesem Vers ist die Verwendung des Begriffes عاقبة (Das Ende), welches im Koran weiblich oder auch männlich vorkommt. كَانَ عَاقِبَةُ ist die maskuline Form und كانت عاقبة ist die feminine mit einem extra ت.

Wenn wir den Kontext des Vorkommens der männlichen und weiblichen Versionen dieses Wortes „Betrachten“ stellen wir fest das die männliche Version des Wortes wie sie in unserem Vers vorkommt nur im Zusammenhang mit der Strafe erwähnt wird, also das Ende, das ein Sinnbild für die Strafe darstellt, ist maskulin, weil die Strafe einen kraftvolle Charakteristik besitzt, welche sich deswegen durch die Verwendung des Maskulins definiert.

Jedes Mal wenn der Begriff „Ende“ im feminin genutzt wird (كانت عاقبة), ist hier mit dem „Ende“ das Paradies gemeint, welches eine schönen, weichen, versorgenden Charakter besitzt. Deswegen wird hier das feminine benutzt, welche all diese Charakteristiken ausstrahlt, um diese Bildlandschaft zu vermitteln.

(وَأَمْطَرْنَا عَلَيْهِمْ مَطَرًا فَانْظُرْ كَيْفَ كَانَ عَاقِبَةُ الْمُجْرِمِينَ (84) الأعراف)
„Und Wir ließen einen Regen auf sie niedergehen. So schau, wie das Ende der Übeltäter war!“

(فَانْظُرْ كَيْفَ كَانَ عَاقِبَةُ الْمُنْذَرِينَ (73) الصافّات
„So schau, wie das Ende der Gewarnten war.“

Jetzt im folgenden Vers ist das „Ende“ feminin und so wurde es mit Wohnstätte bzw. Paradies übersetzte.

قُلْ يَا قَوْمِ اعْمَلُواْ عَلَى مَكَانَتِكُمْ إِنِّي عَامِلٌ فَسَوْفَ تَعْلَمُونَ مَن تَكُونُ لَهُ عَاقِبَةُ الدِّارِ إِنَّهُ لاَ يُفْلِحُ الظَّالِمُونَ
„Sag: O mein Volk, handelt nach eurer Stellung! Ich werde ebenfalls (so) handeln. Dann werdet ihr (noch) erfahren, wem die letztendliche Wohnstätte (عَاقِبَةُ) gehören wird. Gewiss, den Ungerechten wird es nicht wohl ergehen.

Wir sehen die exakte Verwendung der Nutzung von feminin und maskulin:

maskulin: Zustände der Warnung und Angst
feminin: Hoffnung, Freude, Sehnsucht

Die Symbolik (Bedeutungen) von Ruinen und dessen geschichtliche Entstehung

Eine im Koran immer wieder Aufforderung, welche Allah den Menschen anordnete, ist das Einhergehen auf der Erde und um zu schauen, wie das Ende der vorigen Zivilisationen war bzw. das Ende der Menschen vor ihnen.
Der psychologische Effekt der Erwähnung, dieser Geschichten ist, dass die mekkanischen Götzendiener eine Lehre aus dieser Geschichte ziehen und gewarnt sein sollten. Denn das, was die Völker vor innen untergehen ließ, war, dass Sie ihre Propheten der Lüge bezichtigten. Letztendlich geschah das mit ihnen, wovor der Koran sie warnte. Sie wurden besiegt und zu einer Anekdote in den Geschichtsbüchern.

Ob Ägypter, Römer oder Maya – noch jede Hochkultur erlebte bislang ihren Niedergang. Laut einer Studie könnte unsere Zivilisation dasselbe Schicksal ereilen. Doch ein genauerer Blick zeigt: Jeder Kultur-Kollaps hat seine eigenen Gesetze.
Ewig schien es und unerschütterlich – und doch ging das römische Imperium schließlich unter. Die Hochkultur der Maya, von der noch heute die Ruinen mächtiger Pyramiden und Paläste zeugen, erlebte vor mehr als 1000 Jahren einen dramatischen Niedergang. Und bereits vor über vier Jahrtausenden war im alten Ägypten ein Reich ins Chaos gestürzt, dessen Pharaonen mit bis dahin unbekannter Pracht und Machtfülle geherrscht und Weltwunder wie die mächtigen Pyramiden von Gizeh erbaut hatten.
Es scheint ein unumstößliches Gesetz der Geschichte zu sein, dass komplexe Gesellschaften und selbst die mächtigsten Reiche irgendwann zusammenbrechen. Auch unserer eigenen Zivilisation könnte ein ähnliches Schicksal drohen – das legt zumindest eine kürzlich erschienene, von der NASA mitfinanzierte Studie nahe. Sie behauptet, dass es ein allgemeines Muster des Untergangs gibt: Wenn eine Gesellschaft die vorhandenen natürlichen Ressourcen übermäßig plündere und zugleich in eine reiche Elite und arme Massen gespalten sei, führe das unweigerlich zum Kollaps. Denn die Leute an den Hebeln der Macht wären als letzte von den Folgen der Krise betroffen und würden es deshalb versäumen, rechtzeitig umzusteuern.

Sie haben eigene Sprachen entwickelt, beeindruckende Kunstwerke und Gebäude geschaffen: frühe Hochkulturen. Ob die Pyramiden der Ägypter oder die Tempel der Maya, für uns ist es heute unbegreiflich, wie Menschen mit einfachen Mitteln solche imposanten Bauwerke erschaffen konnten. Bauwerke die wir noch heute, Jahrhunderte später, bestaunen können. Diese Völker waren fortschrittlicher als ihre Zeitgenossen und dennoch sind sie verschwunden.

Betrachtet man den Untergang verschiedener Hochkulturen, scheint dieser oft dieselben Ursachen zu haben. Durch den erreichten Wohlstand kommt es zu einem Bevölkerungswachstum. Daraus folgt ein erhöhter Bedarf an Ressourcen. Häufig folgt darauf eine Dürreperiode, welche teilweise durch Rodung selbst verursacht wurde. Die Bevölkerung kann dann nicht mehr ausreichend versorgt werden.

Die Maya

Die große Zeit der Maya begann etwa 400 n.Chr. und endete um 900 nach Christus. In dieser Zeit lebten zehntausende Menschen in den Siedlungen rund um Mexiko, Guatemala, Belize, Honduras und El Salvador. Um 900 n.Chr. verschwanden die Maya. Grund dafür sind drei Faktoren: Krieg, Abholzung und eine Dürreperiode.
Dabei hatte die Maya sogar ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem um ihre Versorgung zu sichern.

In der Maya Stadt Tikal sollen während der Blütezeit etwa 50.000 Menschen gelebt haben. Um so viele Menschen versorgen zu können, werden viele Ressourcen für die Nahrung und Erhalt der Lebensqualität benötigt. Dafür legten die Bewohner der Stadt große Gärten an, in denen sie mit Bohnen, Mais, Kürbis und Süßkartoffel anpflanzten.

Um die großen Flächen zu bewässern, wurden Kanäle und Stauseen angelegt. Durch die Stauseen wurden die Felder in regelmäßigen Abständen geflutet. Leider ließ dieses statische System keine Möglichkeiten um auf eine Dürre zu reagieren.
Ohne regelmäßige Regenfälle konnten die Felder nicht ausreichend bewässert werden. Die Maya begannen die Städte zu verlassen und die Hochburgen gerieten in Vergessenheit.

Die Steinstatuen „Moai“ auf den Osterinseln

Als die Polynesier die Osterinseln fanden, war die Insel komplett mit Palmen Wäldern bedeckt. Sie reisten mehr als 3000 km auf Holzbooten über das offene Meer und entdecken dieses Paradies.
Im Jahr 1722, bei der Entdeckung durch holländische Seefahrer, gab es auf der gesamten Insel keine Palmen mehr.

Die Insel war überbevölkert, bis zu 15.000 Menschen sollen dort gelebt haben. Um diese vielen Menschen zu ernähren wurden unter anderem sämtliche Vogelarten auf der Insel ausgerottet.
Die Bewohner hatten die komplette Insel abgeholzt und sich damit selbst die Lebensgrundlage genommen. Der Boden wurde ohne die Palmen unfruchtbar und eignete sich nicht mehr für den Anbau von Pflanzen.
Warum sie so massiv Holz abbauten ist noch nicht sicher. Es gibt verschiedene Theorien, wie die, dass sie Holz für den Transport der Moai, also der Steinfiguren, brauchten.
Die Folge waren Hungersnöte und Kriege unter den Stämmen. Man vermutet, dass dabei der Stamm, der die geistige Elite bildete, verlor und ausgerottet wurde. Dafür spricht, dass in diesem Zeitraum die Herstellung der Moai stoppte und die bereits bestehenden Steinfiguren umgekippt

Die Ägypter

Das Ägyptische Reich bestand von 305 bis 30 v. Chr.
Noch heute können wir an den riesigen Pyramiden die beeindruckenden Leistungen der alten Ägypter erkennen.

Damals wie heute leben die meisten Ägypter in unmittelbarer Nähe zum Nil. Denn der Nil wird aus gutem Grund als die Lebensader Ägyptens bezeichnet. Der Großteil des Landes besteht aus Wüstenlandschaften, während das Nildelta Nahrung und Wasser bietet.
Durch die regelmäßige Nilschwemme werden die Felder überflutet und der fruchtbare Nilschlamm verteilt. Also ist die Nilschwemme der Grund dafür, dass rund um den Fluss ein vergleichsweise hoher Lebensstandard herrscht.
Als die Nilschwemme ausblieb kam es zu einer Dürre. Die Hungersnot und zahlreiche Seuchen setzten dem fortschrittlichen Volk zu, sodass sie sich letztendlich den Römern ergeben mussten.

Und heute?

Sicher wäre es zu einfach zu sagen, dass diese Völker an drei Faktoren gescheitert sind. Zum Kollaps dieser komplexen Kulturen gehören aber noch mehr Gründe wie: Kriege, schwindende Macht der Herrscher oder ausländische Kolonisten, die Krankheiten einschleppten. Und dennoch spielen die Faktoren wie Überbevölkerung, Ressourcenverbrauch und Klimaveränderungen eine wichtige Rolle.
Vor allem zeigen sie uns, wie gut entwickelt eine Kultur sein und jahrhundertelang bestehen kann – und dennoch plötzlich verschwindet. Durch einen nachhaltigeren Lebensstil hätten Fehler vermieden- und möglicherweise einen Zusammenbruch der Gesellschaft verhindert werden können.
Leider findet man dieselben Faktoren auch in unserer modernen Welt.
Wir haben weltweit ein starkes Bevölkerungswachstum. Aktuell leben 7,6 Milliarden Menschen auf dieser Erde und pro Jahr kommen 80 Millionen Menschen dazu.
Durch unseren rücksichtslosen Umgang mit Ressourcen und unserer Umwelt haben wir uns einen globalen Klimawandel selbst geschaffen.

Es gibt aber auch Völker, die durch Anpassung an die Gegebenheiten bis heute überleben konnten.

Die Insel Tikopia
Seit 900 v.Chr. lebt das Volk der Lapita auf der Insel Tikopia. Etwa im Jahr 1200 kamen Polynesier dazu. Die Bevölkerung stieg also plötzlich stark an. Innerhalb von 100 Jahren wurde beinahe der gesamte Wald der Insel abgeholzt. Die Bewohner reagierten darauf mit einer Geburtenkontrolle, der Einführung einer effektiven Landwirtschaft und geregeltem Fischfang. Um das Jahr 1600 wurden alle Hunde und Schweine auf der Insel getötet, da ihre Versorgung mehr Kalorien verbrauchte, als das Tier brachte.

Die hier wichtigste Aussage, die wir festhalten wollen, ist die folgende:

Durch unseren rücksichtslosen Umgang mit Ressourcen und unserer Umwelt haben wir uns einen globalen Klimawandel selbst geschaffen.“ Hierbei handelt es sich um eine Ursache für den Untergang.

Sure 17, Vers 15

وإذا أردنا أن نهلك قرية أمرنا مترفيها ففسقوا فيها فحق عليها القول فدمرناها تدميرا
„Und wenn Wir eine Stadt zu zerstören beabsichtigen, lassen Wir Unseren Befehl an ihre Wohlhabenden ergehen; wenn sie in ihr freveln, so wird der Richtspruch gegen sie fällig, und Wir zerstören sie bis auf den Grund.“

Allah sagt hier, dass er die wohlhabenden unter den Menschen aufforderte Gutes zu tun, aber sie wandten sich ab. Sie widersprachen dieser Anordnung und strebten weiter nach dem Wohlstand, welcher der Grund für ihren Untergang war. Dies führte letztendlich zur Zerstörung der Gesellschaft.

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Quellen:
Aṭ-Ṭanṭāwī, Tafsīr al-Wasīṭ
Ṭāhir b. ʿĀšūr, Tafsīr at-Taḥrīr wa at-Tanwīr
Dr. Fāḍil as-Samarāʾī, Lamasāt Bayānyyah

Der Untergang von Hochkulturen


https://www.focus.de/wissen/mensch/geschichte/warum-zivilisationen-untergehen-werden-wir-scheitern-wie-die-alten-roemer_id_3738906.html

Die pädagogische Anwendung der koranischen Geschichten

Das Lehren der Geschichte ist eine wichtige Disziplin, mit der sich Lehrinstitutionen wie Schulen und Universitäten beschäftigen. Ebenfalls wird die Geschichte in historischen Filmen, Literatur, Theater usw. thematisiert.

Im Kindesalter wurden wir bereits in der Schule mit den Ereignissen des Dritten Reiches konfrontiert, um uns für die Abscheulichkeiten  dieser Taten zu sensibilisieren und gewarnt und vorbereitet zu sein.

Auch ein Arzt wird den Patienten nach dessen Krankheitsgeschichte (sog. Anamnese) fragen, damit er den jetzigen Zustand seines Patienten nachvollziehen kann.

Die Lehren aus der Geschichte helfen uns also, den Status quo (der gegenwärtige Zustand) zu begreifen. Sie (die Lehren) beinhalten darüberhinaus eine warnende Funktion.

Genau diese Warnungen finden wir auch im Koran. Der Koran nutzt die Geschichte der früheren als Lehrmethode, um den Propheten bewusst zu machen, das diese Ereignisse das Vorbild der früheren war.

Die Geschichte wird damit in einen zeitlich passenden Kontext offenbart, in dem dem Prophet Muhammad ﷺ mit seinem Volk die gleichen Anfeindungen  widerfahren sind, wie es den früheren Propheten widerfuhr.

Dies hilft die Herzen des Propheten ﷺ und der Gläubigen zu stärken, dass die Unterdrückung und Bekämpfung nichts Neues ist und Allah ihnen beistehen wird, so wie Er auch den früheren beistand.

Erstes Beispiel

Die letzte Sure, welche in Mekka offenbart wurde, bevor der Prophet Muhammad ﷺ von seinem Volk vertrieben wurde und nach Medina auswanderte, war die Sure Nr. 28 (Al-Qasas).

Die Sure handelt davon, wie Mūsā als Baby von seiner Mutter getrennt wurde, ins Haus des Pharaos gebracht wurde, aber Allah versprach der Mutter, dass ihr Baby wieder zu ihr zurückkehren werde.

Sure 28, Vers 7:

إِنَّا رَادُّوهُ إِلَيْكِ وَجَاعِلُوهُ مِنَ الْمُرْسَلِينَ
„Und Wir gaben der Mutter Mūsās ein: „Stille ihn. Und wenn du um ihn fürchtest, dann setze ihn in das Wasser und fürchte dich nicht und sei nicht traurig. Wir werden ihn dir zurückbringen und ihn zu einem der Gesandten machen.“

Des Weiteren erwähnt die Sure den Zustand, in dem sich Mūsā befand. Er musste Ägypten verlassen, wei die führende Schar Pläne schmiedete Gege ihn. Also  geht es in dieser Sura darum wie moses Ägypten verliess, weil die führende Schar Pläne schmiedete, um ihn zu töten.

وَجَاءَ رَجُلٌ مِّنْ أَقْصَى الْمَدِينَةِ يَسْعَىٰ قَالَ يَا مُوسَىٰ إِنَّ الْمَلَأَ يَأْتَمِرُونَ بِكَ لِيَقْتُلُوكَ فَاخْرُجْ إِنِّي لَكَ مِنَ النَّاصِحِينَ (20) فَخَرَجَ مِنْهَا خَائِفًا يَتَرَقَّبُ ۖ قَالَ رَبِّ نَجِّنِي مِنَ الْقَوْمِ الظَّالِمِينَ
„Und es kam ein Mann vom äußersten Ende der Stadt gelaufen. Er sagte: „O Mūsā, die führende Schar berät über dich, um dich zu töten. So geh fort, gewiß, ich gehöre zu denjenigen, die dir guten Rat geben. * So ging er furchtsam aus ihr fort und hielt (immer wieder) Ausschau. Er sagte: „Mein Herr, errette mich von dem ungerechten Volk.“

(Notiz hier in den Versen heisst es „chaaifen“ (furchtsam), welches ein Nominativ ist und deutet auf ständige Angst hin sprich permanent Zustand und „Yetaraqab“ (hielt (immer wieder) Ausschau) ist eine Verbform warum wechselt der Koran hier in, weil das Verb in der arabischen Sprache deutet auf Erneuerung.Also ist diese ein total bildliche beschriebung wie Mūsā der  entflieht sich ständig aufs neue umdrehend im Zustand der Angst, dieses Bild wird anhand der Sprache festgehalten.)

Als Mūsā in Madyan (auch: Midian) ankam, verweilte er dort 10 Jahre. Er kam erfolgreich nach Ägypten zurück und befreite die Kinder Israels.
Also sehen wir das es in der Geschichte des Moses, welche hier offenbart würde um den Auszug des Moses aus seinem Land . Bzw seinem Volk geht und die späterer Rückkehr nach Ägypten.

Warum ist dieses Teilstück der Geschichte von Mūsā ausgewählt worden?

Die Antwort finden wir   in der Lebensgeschehnissen des Propheten ﷺ nach der Offenbarung dieser Koranverse. Schließlich waren sie letzen Verse, die in Mekka offenbart wurden. Er ﷺ musste nach Medina auswandern, sodass ein Teil der Sure hierfür offenbart wurde.Also war diese Sure die letzte in Mekka offenbarte Sure, welche genau vor der Auswanderung des Propheten Mohammeds stattfand. Um ihn geistige auf diese Auswanderung vorzubereiten mit dem Versrpechen, dass er zurückkehren wird. Wie es in der Geschichte des Moses geschah, welche einen absoluten kontextuallen Charakter in sich trägt. Es ist als wenn dieses Teilstück der Geschcihte moses Hier als Lehrmethode offenabt würde und es ein Parallellaufen zwischen Offenbarung und Realität ist.

Als er ﷺ sich von Mekka wendete und auf dem Weg nach Medina machte, verspürte er Heimweh und Trauer. Daraufhin offenbarte Allah folgenden Koranvers:

إِنَّ الَّذِي فَرَضَ عَلَيْكَ الْقُرْآنَ لَرَادُّكَ إِلَىٰ مَعَادٍ…

„Derjenige, Der dir den Koran verpflichtend gemacht hat, wird dich sicher zu einem Ort der Wiederkehr (Mekka) zurückkehren lassen…“ [28:85]

Wie es in der Geschichte von Mūsā hieß bzw. seine Mutter folgende Offenbarung erhielt:

„Wir werden ihn dir zurückbringen und ihn zu einem der Gesandten machen.“ [28:7]

So wie Allah der Mutter Mūsās versprach ihn zurück zu bringen, so versprach er es dem Propheten in der selben Sure.

Zwei Parallelen

Der Prophet verbrachte 8 Jahre in Medina, bis er im 10. Jahr Mekka eroberte und zurückkehrte

1. Zum Vergleich in der Geschichte Mūsās:

Sure 28, Vers 27:

„Er sagte: „Ich will dich mit einer dieser meiner beiden Töchter verheiraten unter der Bedingung, daß du acht Jahre in meinen Dienst trittst. Wenn du sie aber auf zehn vollmachst, so steht es bei dir. Ich will dir keine Härte auferlegen. Du wirst mich, wenn Allah will, als einen der Rechtschaffenen finden.“

So wie Mūsā die Jahre in Madyan verbrachte und erfolgreich zurückkehrte, so tat es auch der Prophet Muhammad.

2. Sure 28, Vers 5:

وَنُرِيدُ أَن نَّمُنَّ عَلَى الَّذِينَ اسْتُضْعِفُوا فِي الْأَرْضِ وَنَجْعَلَهُمْ أَئِمَّةً وَنَجْعَلَهُمُ الْوَارِثِينَ
وَنُمَكِّنَ لَهُمْ فِي الْأَرْضِ وَنُرِيَ فِرْعَوْنَ وَهَامَانَ وَجُنُودَهُمَا مِنْهُم مَّا كَانُوا يَحْذَرُونَ

„Wir aber wollten denjenigen, die im Land unterdrückt wurden, eine Wohltat erweisen und sie zu Vorbildern machen und zu Erben machen.“

Und ihnen eine feste Stellung im Land verleihen und Pharao, Hāmān und deren Heerscharen durch sie das erfahren lassen, wovor sie sich immer vorzusehen suchten.“

Genau wie Mūsā und die Kinder Israels das Land beerbten und Pharao und seine Herrschaften dem Untergang geweiht waren, so war es auch der Prophet Muhammad der Mekka eroberte und die mekkanischen Götzendiener bezwang.

Fazit

Wir sehen wie der Koran welches ein Drehbuch des göttlichen Autors ist, der die Geschichte gestaltet wie Er will, dem Propheten dieses Ereignisse offenbarte, um ihn auf das gleiche Szenario vorzubereiten. Dadurch wurde sein Herz gestärkt und so auch dasjenige Herz des aufmerksamen Lesers gestärkt und zwar bis zum Ende der Zeit.