Dem Untergang geweiht

Dem Untergang geweiht

In diesem Beitrag wollen wir auf die geschichtliche Erwähnung von untergegangen Völkern eingehen, welche als Mahnmal fungieren. Diese Ruinen der früheren Völker sollten den Quraisch also den mekkanischen Götzendienern, welche sich gegen die Muslime und den Propheten ﷺ auflehnten, eine Lehre sein.
Diejenige Lehre, wie doch das Ende der vorigen Völker war, welche sich gegen ihren Propheten auflehnten. Die Araber kannten die Geschichten vom Propheten Ṣālīh und seinem Volk Thāmūd oder die Geschichte von Lot.

Sure 30, Vers 9

أَوَلَمْ يَسِيرُوا فِي الأَرْضِ فَيَنظُرُوا كَيْفَ كَانَ عَاقِبَةُ الَّذِينَ مِن قَبْلِهِمْ كَانُوا أَشَدَّ مِنْهُمْ قُوَّةً وَأَثَارُوا الأَرْضَ وَعَمَرُوهَا أَكْثَرَ مِمَّا عَمَرُوهَا وَجَاءَتْهُمْ رُسُلُهُم بِالْبَيِّنَاتِ فَمَا كَانَ اللَّهُ لِيَظْلِمَهُمْ وَلَكِن كَانُوا أَنفُسَهُمْ يَظْلِمُونَ
„Sind sie denn nicht auf der Erde umhergereist, so dass sie schauen (konnten), wie das Ende derjenigen war, die vor ihnen waren? Sie hatten eine stärkere Kraft als sie, pflügten und bevölkerten das Land noch mehr, als sie es bevölkerten. Und ihre Gesandten kamen zu ihnen mit den klaren Beweisen. Aber nimmer ist es Allah, der ihnen Unrecht getan hat, sondern sie selbst haben sich Unrecht zugefügt.“

Die klassischen Koran-Exegeten erwähnen hier, dass Allah die die Götzendiener von Mekka auffordert, auf der Erde einher zu gehen, nachzudenken. Sie sollen eine Lehre daraus zu ziehen, wie das Ende vor der Menschen vor ihnen war, welche hochentwickelte Zivilisationen hatten, architektonische Meisterleistungen besaßen und sich zum Höhepunkt der damaligen Gesellschaften hoch arbeiteten.

All dies schützte sie trotzdem nicht vor dem Untergang.
Im selben Vers heißt es danach: „Sie hatten eine stärkere Kraft als sie.“ Gemeint ist hier, dass diese Gesellschaften den Mekkanern militärisch überlegen waren, also was die Größe der Arme und das Waffenarsenal angeht.

Danach sagt Allah: „Sie pflügten und bevölkerten das Land noch mehr, als sie (die Mekkaner) es bevölkerten“, d.h. im Sinne von Landwirtschaft. Denn das Wort „pflügten“, deutet sowohl auf die Ökonomie, als auch auf die Bebauung und Produktion hin. Darüber hinaus kann auch der Rohstoffabbau gemeint sein, sprich das Extrahieren von Rohstoffen aus der Erde, wie Erdöl, Metalle usw., wie es Abū ʿUbaida (gest. 209 n.H.) in [Maǧāz al-Qurʾān] sagte.

Wir sehen diese kulturgeschichtliche Nuance in diesem Koranvers Vers, welcher eine Zusammenfassung des Bestrebens von Zivilisationen darstellt. Diese galt als Drohung für die Quraisch, denn selbst die fortgeschritteren und stärkeren Zivilisationen konnten sich vor dem Untergang nicht schützen.
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Viele Zivilisationen glaubten durch die hohe Bevölkerungsanzahl, der Militärmacht und Produktion unsterblich zu sein. Trotzdem ist jede Zivilisation dem Untergang geweiht.

Rhetorisches

Einen sehr interessanten Punkt erwähnt Maḥmūd b. Ḥamza al-Kirmānī in [Mutaschābih al-Qurʾān] hinsichtlich der Satzkonstruktionen von

Sure 6, Vers 11,
ثُمَّ انْظُرُوا كَيْفَ كَانَ عَاقِبَةُ الْمُكَذِّبِينَ

Sure 16, Vers 36,
فَانْظُرُوا كَيْفَ كَانَ عَاقِبَةُ الْمُكَذِّبِينَ

und Sure 30, Vers 9.
فَيَنظُرُوا كَيْفَ كَانَ عَاقِبَةُ

Die deutsche Übersetzung für diese Verse lautet:
„Sag: Reist auf der Erde umher und/ dann schaut, wie das Ende der Leugner war.“

Das Wort „ṯumma ثُمَّ“ wird in den Koranübersetzungen mit „und“ oder „dann“ übersetzt. In der arabischen Sprache hat es jedoch eine viel stärkere Aussagekraft: Es vermittelt einen Zeitabstand und dient als Einleitung in den nächsten Satz.
Der Buchstabe „fa فَ“, der in den zweit- und drittgenannten Koranversen vorkommt, hat die Funktion unmittelbar in das Verb zu münden.
Nochmal zum Vergleich فَانْظُرُوا und ثُمَّ انْظُرُوا.

Der zeitliche Abstand durch „ṯumma“ dient der Besinnung bzw. das Nachdenken über den Untergang der vorigen Völker. Warum wurde hier „ṯumma“ verwendet und nicht das „fa“? Nur in Sure 6 (al-Anʿām) kommt nämlich „ṯumma“ vor.

Grund ist der Kontext: In Sure 6 wurde die Strafe für die Völker beschrieben, während es bei den anderen beiden Koranversen nicht der Fall ist und zwar in Vers 6.

Sure 6, Vers 6

أَلَمْ يَرَوْا كَمْ أَهْلَكْنَا مِن قَبْلِهِم مِّن قَرْنٍ مَّكَّنَّاهُمْ فِي الأَرْضِ مَا لَمْ نُمَكِّن لَّكُمْ وَأَرْسَلْنَا السَّمَاء عَلَيْهِم مِّدْرَارًا وَجَعَلْنَا الأَنْهَارَ
تَجْرِي مِن تَحْتِهِمْ فَأَهْلَكْنَاهُم بِذُنُوبِهِمْ وَأَنشَأْنَا مِن بَعْدِهِمْ قَرْنًا آخَرِينَ
„Haben sie nicht gesehen, wie viele Geschlechter Wir vor ihnen vernichteten, denen Wir auf der Erde eine feste Stellung verliehen hatten, wie Wir sie euch nicht verliehen haben, und auf die Wir den Regen ergiebig (hinab)sandten, und unterhalb derer Wir Flüsse strömen ließen? Und da haben Wir sie für ihre Sünden vernichtet und nach ihnen ein anderes Geschlecht entstehen lassen.“

Deswegen müsste man sinngemäß den Koranvers wie folgt übersetzen: „Sodann denkt nach und lasst euch dabei Zeit diese ganzen erwähnte Szenarien zu analysieren (ṯumma) und zu einem Schluss zu kommen“.

Durch den Kontext bzw. die Erwähnung der Straf(en) hat dies eine unmittelbare Auswirkung auf den Syntax (ṯumma statt fā). Es visualisiert das Szenario und man soll tiefgreifender darüber nachdenken.

Bei der Verwendung von „فَانْظُرُوا“ („und schaut (bedenkt)“) ist dies nicht der Fall. Dort wird lediglich durch das erblickte zu bedenken gegeben, also eine schnellere Charakteristik, da in diesem Kontext der Verwendung keine detaillierte Beschreibung der Vernichtung erwähnt wird.

Ein weiter Punkt der Rhetorik in diesem Vers ist die Verwendung des Begriffes عاقبة (Das Ende), welches im Koran weiblich oder auch männlich vorkommt. كَانَ عَاقِبَةُ ist die maskuline Form und كانت عاقبة ist die feminine mit einem extra ت.

Wenn wir den Kontext des Vorkommens der männlichen und weiblichen Versionen dieses Wortes „Betrachten“ stellen wir fest das die männliche Version des Wortes wie sie in unserem Vers vorkommt nur im Zusammenhang mit der Strafe erwähnt wird, also das Ende, das ein Sinnbild für die Strafe darstellt, ist maskulin, weil die Strafe einen kraftvolle Charakteristik besitzt, welche sich deswegen durch die Verwendung des Maskulins definiert.

Jedes Mal wenn der Begriff „Ende“ im feminin genutzt wird (كانت عاقبة), ist hier mit dem „Ende“ das Paradies gemeint, welches eine schönen, weichen, versorgenden Charakter besitzt. Deswegen wird hier das feminine benutzt, welche all diese Charakteristiken ausstrahlt, um diese Bildlandschaft zu vermitteln.

(وَأَمْطَرْنَا عَلَيْهِمْ مَطَرًا فَانْظُرْ كَيْفَ كَانَ عَاقِبَةُ الْمُجْرِمِينَ (84) الأعراف)
„Und Wir ließen einen Regen auf sie niedergehen. So schau, wie das Ende der Übeltäter war!“

(فَانْظُرْ كَيْفَ كَانَ عَاقِبَةُ الْمُنْذَرِينَ (73) الصافّات
„So schau, wie das Ende der Gewarnten war.“

Jetzt im folgenden Vers ist das „Ende“ feminin und so wurde es mit Wohnstätte bzw. Paradies übersetzte.

قُلْ يَا قَوْمِ اعْمَلُواْ عَلَى مَكَانَتِكُمْ إِنِّي عَامِلٌ فَسَوْفَ تَعْلَمُونَ مَن تَكُونُ لَهُ عَاقِبَةُ الدِّارِ إِنَّهُ لاَ يُفْلِحُ الظَّالِمُونَ
„Sag: O mein Volk, handelt nach eurer Stellung! Ich werde ebenfalls (so) handeln. Dann werdet ihr (noch) erfahren, wem die letztendliche Wohnstätte (عَاقِبَةُ) gehören wird. Gewiss, den Ungerechten wird es nicht wohl ergehen.

Wir sehen die exakte Verwendung der Nutzung von feminin und maskulin:

maskulin: Zustände der Warnung und Angst
feminin: Hoffnung, Freude, Sehnsucht

Die Symbolik (Bedeutungen) von Ruinen und dessen geschichtliche Entstehung

Eine im Koran immer wieder Aufforderung, welche Allah den Menschen anordnete, ist das Einhergehen auf der Erde und um zu schauen, wie das Ende der vorigen Zivilisationen war bzw. das Ende der Menschen vor ihnen.
Der psychologische Effekt der Erwähnung, dieser Geschichten ist, dass die mekkanischen Götzendiener eine Lehre aus dieser Geschichte ziehen und gewarnt sein sollten. Denn das, was die Völker vor innen untergehen ließ, war, dass Sie ihre Propheten der Lüge bezichtigten. Letztendlich geschah das mit ihnen, wovor der Koran sie warnte. Sie wurden besiegt und zu einer Anekdote in den Geschichtsbüchern.

Ob Ägypter, Römer oder Maya – noch jede Hochkultur erlebte bislang ihren Niedergang. Laut einer Studie könnte unsere Zivilisation dasselbe Schicksal ereilen. Doch ein genauerer Blick zeigt: Jeder Kultur-Kollaps hat seine eigenen Gesetze.
Ewig schien es und unerschütterlich – und doch ging das römische Imperium schließlich unter. Die Hochkultur der Maya, von der noch heute die Ruinen mächtiger Pyramiden und Paläste zeugen, erlebte vor mehr als 1000 Jahren einen dramatischen Niedergang. Und bereits vor über vier Jahrtausenden war im alten Ägypten ein Reich ins Chaos gestürzt, dessen Pharaonen mit bis dahin unbekannter Pracht und Machtfülle geherrscht und Weltwunder wie die mächtigen Pyramiden von Gizeh erbaut hatten.
Es scheint ein unumstößliches Gesetz der Geschichte zu sein, dass komplexe Gesellschaften und selbst die mächtigsten Reiche irgendwann zusammenbrechen. Auch unserer eigenen Zivilisation könnte ein ähnliches Schicksal drohen – das legt zumindest eine kürzlich erschienene, von der NASA mitfinanzierte Studie nahe. Sie behauptet, dass es ein allgemeines Muster des Untergangs gibt: Wenn eine Gesellschaft die vorhandenen natürlichen Ressourcen übermäßig plündere und zugleich in eine reiche Elite und arme Massen gespalten sei, führe das unweigerlich zum Kollaps. Denn die Leute an den Hebeln der Macht wären als letzte von den Folgen der Krise betroffen und würden es deshalb versäumen, rechtzeitig umzusteuern.

Sie haben eigene Sprachen entwickelt, beeindruckende Kunstwerke und Gebäude geschaffen: frühe Hochkulturen. Ob die Pyramiden der Ägypter oder die Tempel der Maya, für uns ist es heute unbegreiflich, wie Menschen mit einfachen Mitteln solche imposanten Bauwerke erschaffen konnten. Bauwerke die wir noch heute, Jahrhunderte später, bestaunen können. Diese Völker waren fortschrittlicher als ihre Zeitgenossen und dennoch sind sie verschwunden.

Betrachtet man den Untergang verschiedener Hochkulturen, scheint dieser oft dieselben Ursachen zu haben. Durch den erreichten Wohlstand kommt es zu einem Bevölkerungswachstum. Daraus folgt ein erhöhter Bedarf an Ressourcen. Häufig folgt darauf eine Dürreperiode, welche teilweise durch Rodung selbst verursacht wurde. Die Bevölkerung kann dann nicht mehr ausreichend versorgt werden.

Die Maya

Die große Zeit der Maya begann etwa 400 n.Chr. und endete um 900 nach Christus. In dieser Zeit lebten zehntausende Menschen in den Siedlungen rund um Mexiko, Guatemala, Belize, Honduras und El Salvador. Um 900 n.Chr. verschwanden die Maya. Grund dafür sind drei Faktoren: Krieg, Abholzung und eine Dürreperiode.
Dabei hatte die Maya sogar ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem um ihre Versorgung zu sichern.

In der Maya Stadt Tikal sollen während der Blütezeit etwa 50.000 Menschen gelebt haben. Um so viele Menschen versorgen zu können, werden viele Ressourcen für die Nahrung und Erhalt der Lebensqualität benötigt. Dafür legten die Bewohner der Stadt große Gärten an, in denen sie mit Bohnen, Mais, Kürbis und Süßkartoffel anpflanzten.

Um die großen Flächen zu bewässern, wurden Kanäle und Stauseen angelegt. Durch die Stauseen wurden die Felder in regelmäßigen Abständen geflutet. Leider ließ dieses statische System keine Möglichkeiten um auf eine Dürre zu reagieren.
Ohne regelmäßige Regenfälle konnten die Felder nicht ausreichend bewässert werden. Die Maya begannen die Städte zu verlassen und die Hochburgen gerieten in Vergessenheit.

Die Steinstatuen „Moai“ auf den Osterinseln

Als die Polynesier die Osterinseln fanden, war die Insel komplett mit Palmen Wäldern bedeckt. Sie reisten mehr als 3000 km auf Holzbooten über das offene Meer und entdecken dieses Paradies.
Im Jahr 1722, bei der Entdeckung durch holländische Seefahrer, gab es auf der gesamten Insel keine Palmen mehr.

Die Insel war überbevölkert, bis zu 15.000 Menschen sollen dort gelebt haben. Um diese vielen Menschen zu ernähren wurden unter anderem sämtliche Vogelarten auf der Insel ausgerottet.
Die Bewohner hatten die komplette Insel abgeholzt und sich damit selbst die Lebensgrundlage genommen. Der Boden wurde ohne die Palmen unfruchtbar und eignete sich nicht mehr für den Anbau von Pflanzen.
Warum sie so massiv Holz abbauten ist noch nicht sicher. Es gibt verschiedene Theorien, wie die, dass sie Holz für den Transport der Moai, also der Steinfiguren, brauchten.
Die Folge waren Hungersnöte und Kriege unter den Stämmen. Man vermutet, dass dabei der Stamm, der die geistige Elite bildete, verlor und ausgerottet wurde. Dafür spricht, dass in diesem Zeitraum die Herstellung der Moai stoppte und die bereits bestehenden Steinfiguren umgekippt

Die Ägypter

Das Ägyptische Reich bestand von 305 bis 30 v. Chr.
Noch heute können wir an den riesigen Pyramiden die beeindruckenden Leistungen der alten Ägypter erkennen.

Damals wie heute leben die meisten Ägypter in unmittelbarer Nähe zum Nil. Denn der Nil wird aus gutem Grund als die Lebensader Ägyptens bezeichnet. Der Großteil des Landes besteht aus Wüstenlandschaften, während das Nildelta Nahrung und Wasser bietet.
Durch die regelmäßige Nilschwemme werden die Felder überflutet und der fruchtbare Nilschlamm verteilt. Also ist die Nilschwemme der Grund dafür, dass rund um den Fluss ein vergleichsweise hoher Lebensstandard herrscht.
Als die Nilschwemme ausblieb kam es zu einer Dürre. Die Hungersnot und zahlreiche Seuchen setzten dem fortschrittlichen Volk zu, sodass sie sich letztendlich den Römern ergeben mussten.

Und heute?

Sicher wäre es zu einfach zu sagen, dass diese Völker an drei Faktoren gescheitert sind. Zum Kollaps dieser komplexen Kulturen gehören aber noch mehr Gründe wie: Kriege, schwindende Macht der Herrscher oder ausländische Kolonisten, die Krankheiten einschleppten. Und dennoch spielen die Faktoren wie Überbevölkerung, Ressourcenverbrauch und Klimaveränderungen eine wichtige Rolle.
Vor allem zeigen sie uns, wie gut entwickelt eine Kultur sein und jahrhundertelang bestehen kann – und dennoch plötzlich verschwindet. Durch einen nachhaltigeren Lebensstil hätten Fehler vermieden- und möglicherweise einen Zusammenbruch der Gesellschaft verhindert werden können.
Leider findet man dieselben Faktoren auch in unserer modernen Welt.
Wir haben weltweit ein starkes Bevölkerungswachstum. Aktuell leben 7,6 Milliarden Menschen auf dieser Erde und pro Jahr kommen 80 Millionen Menschen dazu.
Durch unseren rücksichtslosen Umgang mit Ressourcen und unserer Umwelt haben wir uns einen globalen Klimawandel selbst geschaffen.

Es gibt aber auch Völker, die durch Anpassung an die Gegebenheiten bis heute überleben konnten.

Die Insel Tikopia
Seit 900 v.Chr. lebt das Volk der Lapita auf der Insel Tikopia. Etwa im Jahr 1200 kamen Polynesier dazu. Die Bevölkerung stieg also plötzlich stark an. Innerhalb von 100 Jahren wurde beinahe der gesamte Wald der Insel abgeholzt. Die Bewohner reagierten darauf mit einer Geburtenkontrolle, der Einführung einer effektiven Landwirtschaft und geregeltem Fischfang. Um das Jahr 1600 wurden alle Hunde und Schweine auf der Insel getötet, da ihre Versorgung mehr Kalorien verbrauchte, als das Tier brachte.

Die hier wichtigste Aussage, die wir festhalten wollen, ist die folgende:

Durch unseren rücksichtslosen Umgang mit Ressourcen und unserer Umwelt haben wir uns einen globalen Klimawandel selbst geschaffen.“ Hierbei handelt es sich um eine Ursache für den Untergang.

Sure 17, Vers 15

وإذا أردنا أن نهلك قرية أمرنا مترفيها ففسقوا فيها فحق عليها القول فدمرناها تدميرا
„Und wenn Wir eine Stadt zu zerstören beabsichtigen, lassen Wir Unseren Befehl an ihre Wohlhabenden ergehen; wenn sie in ihr freveln, so wird der Richtspruch gegen sie fällig, und Wir zerstören sie bis auf den Grund.“

Allah sagt hier, dass er die wohlhabenden unter den Menschen aufforderte Gutes zu tun, aber sie wandten sich ab. Sie widersprachen dieser Anordnung und strebten weiter nach dem Wohlstand, welcher der Grund für ihren Untergang war. Dies führte letztendlich zur Zerstörung der Gesellschaft.

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Quellen:
Aṭ-Ṭanṭāwī, Tafsīr al-Wasīṭ
Ṭāhir b. ʿĀšūr, Tafsīr at-Taḥrīr wa at-Tanwīr
Dr. Fāḍil as-Samarāʾī, Lamasāt Bayānyyah

Der Untergang von Hochkulturen


https://www.focus.de/wissen/mensch/geschichte/warum-zivilisationen-untergehen-werden-wir-scheitern-wie-die-alten-roemer_id_3738906.html

Die pädagogische Anwendung der koranischen Geschichten

Das Lehren der Geschichte ist eine wichtige Disziplin, mit der sich Lehrinstitutionen wie Schulen und Universitäten beschäftigen. Ebenfalls wird die Geschichte in historischen Filmen, Literatur, Theater usw. thematisiert.

Im Kindesalter wurden wir bereits in der Schule mit den Ereignissen des Dritten Reiches konfrontiert, um uns für die Abscheulichkeiten  dieser Taten zu sensibilisieren und gewarnt und vorbereitet zu sein.

Auch ein Arzt wird den Patienten nach dessen Krankheitsgeschichte (sog. Anamnese) fragen, damit er den jetzigen Zustand seines Patienten nachvollziehen kann.

Die Lehren aus der Geschichte helfen uns also, den Status quo (der gegenwärtige Zustand) zu begreifen. Sie (die Lehren) beinhalten darüberhinaus eine warnende Funktion.

Genau diese Warnungen finden wir auch im Koran. Der Koran nutzt die Geschichte der früheren als Lehrmethode, um den Propheten bewusst zu machen, das diese Ereignisse das Vorbild der früheren war.

Die Geschichte wird damit in einen zeitlich passenden Kontext offenbart, in dem dem Prophet Muhammad ﷺ mit seinem Volk die gleichen Anfeindungen  widerfahren sind, wie es den früheren Propheten widerfuhr.

Dies hilft die Herzen des Propheten ﷺ und der Gläubigen zu stärken, dass die Unterdrückung und Bekämpfung nichts Neues ist und Allah ihnen beistehen wird, so wie Er auch den früheren beistand.

Erstes Beispiel

Die letzte Sure, welche in Mekka offenbart wurde, bevor der Prophet Muhammad ﷺ von seinem Volk vertrieben wurde und nach Medina auswanderte, war die Sure Nr. 28 (Al-Qasas).

Die Sure handelt davon, wie Mūsā als Baby von seiner Mutter getrennt wurde, ins Haus des Pharaos gebracht wurde, aber Allah versprach der Mutter, dass ihr Baby wieder zu ihr zurückkehren werde.

Sure 28, Vers 7:

إِنَّا رَادُّوهُ إِلَيْكِ وَجَاعِلُوهُ مِنَ الْمُرْسَلِينَ
„Und Wir gaben der Mutter Mūsās ein: „Stille ihn. Und wenn du um ihn fürchtest, dann setze ihn in das Wasser und fürchte dich nicht und sei nicht traurig. Wir werden ihn dir zurückbringen und ihn zu einem der Gesandten machen.“

Des Weiteren erwähnt die Sure den Zustand, in dem sich Mūsā befand. Er musste Ägypten verlassen, wei die führende Schar Pläne schmiedete Gege ihn. Also  geht es in dieser Sura darum wie moses Ägypten verliess, weil die führende Schar Pläne schmiedete, um ihn zu töten.

وَجَاءَ رَجُلٌ مِّنْ أَقْصَى الْمَدِينَةِ يَسْعَىٰ قَالَ يَا مُوسَىٰ إِنَّ الْمَلَأَ يَأْتَمِرُونَ بِكَ لِيَقْتُلُوكَ فَاخْرُجْ إِنِّي لَكَ مِنَ النَّاصِحِينَ (20) فَخَرَجَ مِنْهَا خَائِفًا يَتَرَقَّبُ ۖ قَالَ رَبِّ نَجِّنِي مِنَ الْقَوْمِ الظَّالِمِينَ
„Und es kam ein Mann vom äußersten Ende der Stadt gelaufen. Er sagte: „O Mūsā, die führende Schar berät über dich, um dich zu töten. So geh fort, gewiß, ich gehöre zu denjenigen, die dir guten Rat geben. * So ging er furchtsam aus ihr fort und hielt (immer wieder) Ausschau. Er sagte: „Mein Herr, errette mich von dem ungerechten Volk.“

(Notiz hier in den Versen heisst es „chaaifen“ (furchtsam), welches ein Nominativ ist und deutet auf ständige Angst hin sprich permanent Zustand und „Yetaraqab“ (hielt (immer wieder) Ausschau) ist eine Verbform warum wechselt der Koran hier in, weil das Verb in der arabischen Sprache deutet auf Erneuerung.Also ist diese ein total bildliche beschriebung wie Mūsā der  entflieht sich ständig aufs neue umdrehend im Zustand der Angst, dieses Bild wird anhand der Sprache festgehalten.)

Als Mūsā in Madyan (auch: Midian) ankam, verweilte er dort 10 Jahre. Er kam erfolgreich nach Ägypten zurück und befreite die Kinder Israels.
Also sehen wir das es in der Geschichte des Moses, welche hier offenbart würde um den Auszug des Moses aus seinem Land . Bzw seinem Volk geht und die späterer Rückkehr nach Ägypten.

Warum ist dieses Teilstück der Geschichte von Mūsā ausgewählt worden?

Die Antwort finden wir   in der Lebensgeschehnissen des Propheten ﷺ nach der Offenbarung dieser Koranverse. Schließlich waren sie letzen Verse, die in Mekka offenbart wurden. Er ﷺ musste nach Medina auswandern, sodass ein Teil der Sure hierfür offenbart wurde.Also war diese Sure die letzte in Mekka offenbarte Sure, welche genau vor der Auswanderung des Propheten Mohammeds stattfand. Um ihn geistige auf diese Auswanderung vorzubereiten mit dem Versrpechen, dass er zurückkehren wird. Wie es in der Geschichte des Moses geschah, welche einen absoluten kontextuallen Charakter in sich trägt. Es ist als wenn dieses Teilstück der Geschcihte moses Hier als Lehrmethode offenabt würde und es ein Parallellaufen zwischen Offenbarung und Realität ist.

Als er ﷺ sich von Mekka wendete und auf dem Weg nach Medina machte, verspürte er Heimweh und Trauer. Daraufhin offenbarte Allah folgenden Koranvers:

إِنَّ الَّذِي فَرَضَ عَلَيْكَ الْقُرْآنَ لَرَادُّكَ إِلَىٰ مَعَادٍ…

„Derjenige, Der dir den Koran verpflichtend gemacht hat, wird dich sicher zu einem Ort der Wiederkehr (Mekka) zurückkehren lassen…“ [28:85]

Wie es in der Geschichte von Mūsā hieß bzw. seine Mutter folgende Offenbarung erhielt:

„Wir werden ihn dir zurückbringen und ihn zu einem der Gesandten machen.“ [28:7]

So wie Allah der Mutter Mūsās versprach ihn zurück zu bringen, so versprach er es dem Propheten in der selben Sure.

Zwei Parallelen

Der Prophet verbrachte 8 Jahre in Medina, bis er im 10. Jahr Mekka eroberte und zurückkehrte

1. Zum Vergleich in der Geschichte Mūsās:

Sure 28, Vers 27:

„Er sagte: „Ich will dich mit einer dieser meiner beiden Töchter verheiraten unter der Bedingung, daß du acht Jahre in meinen Dienst trittst. Wenn du sie aber auf zehn vollmachst, so steht es bei dir. Ich will dir keine Härte auferlegen. Du wirst mich, wenn Allah will, als einen der Rechtschaffenen finden.“

So wie Mūsā die Jahre in Madyan verbrachte und erfolgreich zurückkehrte, so tat es auch der Prophet Muhammad.

2. Sure 28, Vers 5:

وَنُرِيدُ أَن نَّمُنَّ عَلَى الَّذِينَ اسْتُضْعِفُوا فِي الْأَرْضِ وَنَجْعَلَهُمْ أَئِمَّةً وَنَجْعَلَهُمُ الْوَارِثِينَ
وَنُمَكِّنَ لَهُمْ فِي الْأَرْضِ وَنُرِيَ فِرْعَوْنَ وَهَامَانَ وَجُنُودَهُمَا مِنْهُم مَّا كَانُوا يَحْذَرُونَ

„Wir aber wollten denjenigen, die im Land unterdrückt wurden, eine Wohltat erweisen und sie zu Vorbildern machen und zu Erben machen.“

Und ihnen eine feste Stellung im Land verleihen und Pharao, Hāmān und deren Heerscharen durch sie das erfahren lassen, wovor sie sich immer vorzusehen suchten.“

Genau wie Mūsā und die Kinder Israels das Land beerbten und Pharao und seine Herrschaften dem Untergang geweiht waren, so war es auch der Prophet Muhammad der Mekka eroberte und die mekkanischen Götzendiener bezwang.

Fazit

Wir sehen wie der Koran welches ein Drehbuch des göttlichen Autors ist, der die Geschichte gestaltet wie Er will, dem Propheten dieses Ereignisse offenbarte, um ihn auf das gleiche Szenario vorzubereiten. Dadurch wurde sein Herz gestärkt und so auch dasjenige Herz des aufmerksamen Lesers gestärkt und zwar bis zum Ende der Zeit.

Prophet durch Prophezeiung

Prophet durch Prophezeiung

Was ist es, was Aristoteles oder Emanuel Kant zu Philosophen machen oder Mozart und Beethoven zu Komponisten? Es sind deren Erzeugnisse, genauer gesagt, was sie geleistet haben, gesagt, geschrieben, komponiert haben. Dies ist der Beweis. Dafür was sie sind. Und so verhält es sich bei einem Bauern oder Tischler.

Was wir tun bestimmt, wer oder was wir sind.

Warum sagen wir, dass Mohammad ein Prophet ist? Weil das, womit er gekommen ist, ganz klar darauf hindeutet. So heißt es: „Er spricht nicht aus seinen Gelüsten heraus. Vielmehr ist es nichts anderes als eine Offenbarung.“

Und wir wollen in diesem Beitrag einen der unzähligen Beweise des Prophetenturms Mohammads aufzählen.

Ṭariq (Ibn Šihāb) berichtete: „Wir war bei ʿAbdu l-Lāh (Ibn Masʿūd) am Sitzen als sein Bediensteter kam und sagte: „Die Gebet(szeit) ist eingetroffen“, worauf er und mit ihm wir aufstanden. Sodann traten wir in die Moschee ein und er sah, dass sich Leute im vorderen Bereich der Moschee in der Verbeugung befanden, worauf er sich (ebenso) „Allāhu Akbār“ sagend verbeugte. Und auch wir taten das selbe, nachdem wir etwas gegangen waren. Sodann sagte ein Mann im Vorbeilaufen „Der Friede sei mit euch (dir), o Abā ʿAbdir-Raḥmān“. Er entgegnete: „Allāh hat die Wahrheit gesprochen und Sein Gesandter hat (die Botschaft) verkündet.“

Nach dem Ritualgebet ging er und trat bei seiner Familie ein und wir kehrten an unsere Plätze zurück, nahmen Platz und warteten bis er wieder rauskam. Manche fragten die Runde, wer ihn darüber befragen würde, worauf Ṭāriq (ich) sagte: „Ich werde ihn fragen“, und fragte ihn (als er wieder zurückkam). Er (Ibn Masʿūd) entgegnete:

„Der Prophet – Allāhs Segen und Friede mit Ihm – sagte: „Wenn der Jüngste Tag näherrückt, wird man sich persönlich grüßen, der Handel wird solche Ausmaße annehmen, dass die Frau ihrem Mann zur Hand geht, die Verwandtschaft wird den Kontakt (zueinander) abbrechen, der Stift (Bücher bzw. das Wissen) wird sich verbreiten, das Lügenzeugnis wird sich zeigen und breit machen und das Wahrheitszeugnis wird sich verbergen und rar werden.“ (Imam al-Bukhārī, Adab al-Mufrad, Nr. 1049)

حَدَّثَنَا أَبُو نُعَيْمٍ، عَنْ بَشِيرِ بْنِ سَلْمَانَ، عَنْ سَيَّارٍ أَبِي الْحَكَمِ، عَنْ طَارِقٍ قَالَ: كُنَّا عِنْدَ عَبْدِ اللَّهِ جُلُوسًا، فَجَاءَ آذِنُهُ فَقَالَ: قَدْ قَامَتِ الصَّلَاةُ، فَقَامَ وَقُمْنَا مَعَهُ، فَدَخَلْنَا الْمَسْجِدَ، فَرَأَى النَّاسَ رُكُوعًا فِي مُقَدَّمِ الْمَسْجِدِ، فَكَبَّرَ وَرَكَعَ، وَمَشَيْنَا وَفَعَلْنَا مِثْلَ مَا فَعَلَ، فَمَرَّ رَجُلٌ مُسْرِعٌ فَقَالَ: عَلَيْكُمُ السَّلَامُ يَا أَبَا عَبْدِ الرَّحْمَنِ، فَقَالَ: صَدَقَ اللَّهُ، وَبَلَّغَ رَسُولُهُ، فَلَمَّا صَلَّيْنَا رَجَعَ، فَوَلَجَ عَلَى أَهْلِهِ، وَجَلَسْنَا فِي مَكَانِنَا نَنْتَظِرُهُ حَتَّى يَخْرُجَ، فَقَالَ بَعْضُنَا لِبَعْضٍ: أَيُّكُمْ يَسْأَلُهُ؟ قَالَ طَارِقٌ: أَنَا أَسْأَلُهُ، فَسَأَلَهُ، فَقَالَ: عَنِ النَّبِيِّ صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ قَالَ: بَيْنَ يَدَيِ السَّاعَةِ: تَسْلِيمُ الْخَاصَّةِ، وَفُشُوُّ التِّجَارَةِ حَتَّى تُعِينَ الْمَرْأَةُ زَوْجَهَا عَلَى التِّجَارَةِ، وَقَطْعُ الْأَرْحَامِ، وَفُشُوُّ الْقَلَمِ، وَظُهُورُ الشَّهَادَةِ بِالزُّورِ، وَكِتْمَانُ شَهَادَةِ الْحَقِّ.

Nun werden wir auf einzelnen Punkte dieses Hadith eingehen und aufzeigen wie richtig dieser ist.

So heißt es im Hadith:
„Der Stift (Bücher bzw. das Wissen) wird sich verbreiten…“

In der heutige Zeit hat sich das Schreiben und die Alphabetisierung so sehr verbreitet. Wir sind mittlerweile so weit, dass jede Woche über 40.000 Bücher auf der Welt veröffentlicht werden, sprich 2,2 Millionen Bücher pro Jahr (Quelle: Unesco). Das sind vielleicht ingesamt so viele wie in der ganze Epoche der Antike insgesamt veröffentlicht wurden, also Zeiträume von Jahrhunderten.

Alleine diese Informationen zeigt die Wahrheit der prophetischen Aussage.
Denn in den früheren Gesellschaften konnten die wenigsten der Leute lesen und schreiben und dass es in vielen Dörfern nur einen „ Schreiber“ gab. Das schrieben war oft nur Gelehrten (Theologen) und Denkern vorbethalten.

Aus historischer Sicht ist der Alphabetisierungsgrad der Weltbevölkerung in den letzten Jahrhunderten drastisch gestiegen. Während 1820 nur 12 % der Menschen auf der Welt lesen und schreiben konnten, hat sich der Anteil heute umgekehrt: Nur 17 % der Weltbevölkerung sind noch Analphabeten. In den letzten 65 Jahren ist die weltweite Alphabetisierungsrate alle 5 Jahre um 4 % gestiegen – von 42 % im Jahr 1960 auf 86 % im Jahr 2015.[7]

Weiter heißt es in diesem Hadith:
„Der Handel wird solche Ausmaße annehmen, dass die Frau ihrem Mann zur Hand geht.“

„Arbeit von Frauen in Zeiten der Globalisierung
Hohe Erwerbsquote, Dienstleistungsberufe und Minijobs: Die weibliche Erwerbstätigkeit hat sich in den letzten Jahrzehnten in Deutschland stark verändert. Wie hängen die Prozesse zusammen mit der Globalisierung von Wirtschaft und Arbeit?

Der Begriff Globalisierung wird in verschiedenen Kontexten unterschiedlich definiert. Gemeinhin umfasst Globalisierung eine Vielzahl wirtschaftlicher Prozesse, die sich im späten 20. Jahrhundert massiv verstärkt haben (vgl. Hofmeister/Blossfeld/Mills 2006).

Dazu gehören die Internationalisierung von Märkten durch den verstärkten Strom von Gütern, Arbeitskraft und Kapital über nationale Grenzen hinweg, Wettbewerbsverschärfungen aufgrund von Deregulierung, Privatisierung und Liberalisierung, die weltweite Ausbreitung von Wissen und Kommunikationsnetzwerken durch die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien und die wachsende weltweite Verflechtung von Märkten und deren Abhängigkeit von globalen Schocks, wie beispielsweise der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise.

Im Zuge dieser Veränderungen hat sich die von Frauen geleistete Arbeit massiv vom unbezahlten, häuslichen Bereich in den bezahlten Bereich des Arbeitsmarktes ausgedehnt. Die wohl auffälligste Veränderung in Deutschland seit den 1950er Jahren ist dabei die steigende Erwerbsbeteiligung von verheirateten Frauen und Müttern. Damit verbunden ist die Abkehr vom Modell der „Hausfrauen- und männlichen Versorger-Ehe“, das speziell in Westdeutschland lange Zeit institutionell und normativ prägend war und ist. Frauen verbringen heutzutage mehr Zeit ihres Erwachsenenlebens auf dem Arbeitsmarkt als jemals zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik. So hat sich die Erwerbsquote verheirateter Frauen allein in Westdeutschland zwischen 1950 (26 Prozent) und 1980 (48 Prozent) fast verdoppelt (Müller et al. 1983). In der ehemaligen DDR verlief diese Entwicklung noch rasanter, da Frauen hier, auch aus politischen Gründen, systematisch als bezahlte Arbeitskräfte in den Arbeitsmarkt eingebunden wurden.

Insgesamt stieg die Frauenerwerbsquote von 44 Prozent im Jahre 1950 auf 66 Prozent in 2005 an, trotz massiver konjunkturell und strukturell bedingter Nachfrageschwankungen auf dem Arbeitsmarkt (Ibid. & Statistisches Bundesamt).

Veränderungen im Globalisierungsprozess
Die Veränderungen, die in den letzten Jahrzehnten auf dem Arbeitsmarkt und im Sozialstaat stattgefunden haben, lassen sich selten eindeutig als Ergebnis des Globalisierungsprozesses zurechnen (vgl. Leitner/Ostner 2000; Blossfeld 2001).

Vielmehr handelt es sich dabei um Entwicklungen, die in ihren Grundzügen den meisten modernen Gesellschaften gemein sind und sich mit der wachsenden Dominanz des Weltmarktes durchgesetzt haben (Ibid.). Insbesondere die folgenden Entwicklungen, die das Arbeitskräfteangebot sowie die Nachfrage nach Arbeitskräften nachhaltig verändert haben, werden in der einschlägigen Literatur mit Globalisierung in Verbindung gebracht (Ibid.):

Die wachsende Bedeutung des Wissens und der Information, die sich auch in der Bildungsexpansion zeigt – d.h. seit den 1960er Jahren erwerben immer mehr junge Menschen mittlere oder höhere Bildungsabschlüsse (Geißler 2004); die immense Steigerung der Produktivität in der industriellen Produktion, die eine Abnahme von niedrig qualifizierten Produktionsberufen und eine Zunahme von Dienstleistungsberufen sowie einen Anstieg der Arbeitslosigkeit nach sich gezogen hat; die zunehmende Flexibilisierung von Beschäftigungsverhältnissen durch Teilzeitarbeit, Minijobs und befristete Beschäftigungsverhältnisse; die zunehmende Unsicherheit und Instabilität sozialer Beziehungen, die in einem Anstieg der Scheidungszahlen, gesunkener Kinderzahlen, und generell, in einer Pluralisierung familiärer Lebensformen zum Ausdruck kommt; sowie schließlich der wachsende internationale Wettbewerb zwischen Nationalstaaten, in dessen Zuge ein Großteil der gering- und mittelqualifizierten Arbeitsplätze in Niedriglohnländer verlagert worden ist.“ (Quelle: bpb.de)

Fazit
Hier sehen wir, wie der Prophet in seiner zeit, welche eine Zeit des Analphabetismus war, diesen Trend der Verbreitung des Lesens vorhersagte. Darüber hinaus sehen wir, wie auch die Frau ein aktive Rolle in der Wirtschaft heute spielt, was in den damaligen Zeit unvorstellbar war. So war es ja vor wenigen Jahren in Deutschland der Fall, dass die Frau dem klassischen Bild der Hausfrau zu entsprechen hat.

Dies sind nur wenige von den unzähligen prophetischen Vorhersagen bzw. Prophezeiungen.

Koran und Zukunftsvorhersagen (Neu)

Koran und Zukunftsvorhersagen (Neu)

Koran und Zukunftsvorhersagen

Eine weitere Möglichkeit, die den Koran als ein Wort göttlicher Quelle bekräftigt, ist das Feststellen und Berichten von geschehenden und künftig eintretenden Ereignissen.

Kriterien für die richtigkeit einer Vorhersage

1. Um zu verhindern, dass diese Vorhersagen als Zufälle hingestellt werden, müssen die Behauptungen und Aussagen präzise sein. Sie sollten nicht wie beispielsweise die Aussagen vieler Wahrsager, welche auf alles hätten zutreffen können, klingen oder wie folgende Aussage von Kartenlegerinnen: „Auf dich wird in Zukunft eine Überraschung zukommen“ etc.

2. Unter den richtigen Aussagen darf es keine falschen Vorhersagen geben, da ansonsten behauptet werden könnte, dass einige davon wahrscheinlich zutreffen und einige nicht. Wenn es falsche Vorhersagen geben würde, könnte der Koran unmöglich einer göttlichen Quelle entspringen. Dies würde einer Wahrscheinlichkeitsrechnung ähneln, indem sich zum Beispiel von 200 Vorhersagen nur 50 als wahr erweisen. Daher darf das nicht der Fall sein.

3. Die Vorhersagen dürfen somit nicht wahrscheinlich und berechnend sein. Wenn jemand sagt, das FC Barcelona gegen Cottbus gewinnen wird, gilt das nicht als eine erstaunliche Vorhersage, da bestimmte Bedingungen vorhanden sind, die auf einen Sieg hindeuten. Wenn wir nun die Voraussetzungen einer akzeptablen Vorhersage festgesetzt haben, können wir uns im Folgenden die Beispiele im Koran genauer ansehen.

Das erste Beispiel
„Die Römer sind besiegt worden im nächstliegenden Land. Aber sie werden nach ihrer Niederlage (selbst) siegen, in einigen Jahren. Allah gehört der Befehl vorher und nachher. An jenem Tag werden die Gläubigen froh sein über Allahs Hilfe. Er hilft, wem Er will, und Er ist der Allmächtige und Barmherzige.“ (Sure 30:1-3) Also hier sehen wir, dass der Koran den Sieg der Römer voraussagte, nachdem sie eine große Niederlage erlitten haben und dass dieser Sieg innerhalb von neun Jahren geschehen wird. Dies ist auch genauso eingetroffen.

Eine weitere Voraussage in diesem Vers ist, dass sich die Gläubigen Muslime an diesem Tag über den Sieg bzw. über Gottes Hilfe freuen. Außerdem die Vorhersage des Korans, dass die damals schwachen Muslime in der Gemeinschaft überleben werden. Darüber hinaus wird ein “Sieg der Gläubigen“ angedeutet, mit „Gläubigen“ sind hierbei die Muslime gemeint, da an genau jenem Tag, an dem die Römer gegen die Perser die vorausgesagte Rückschlacht gewannen, siegten die Muslime in ihrer erstem Schlacht gegen die Mekkaner, am Tage von Badr. Dies erfolgte gerade so, als ob diese geschichtlichen Ereignisse einen Parallellauf der Geschichte, unter Leitung eines Regisseurs, darstellten. Ar Razi kommentierte dieses Ereignis in seiner Exegese folgendermaßen „Allah lies diese Ereignisse nur geschehen, um zu zeigen, dass seine Offenbarung die Wahrheit ist.“ (Schlüssel zum Verborgenen)

1. Somit sagte dieser Vers den Sieg der Römer innerhalb von neun Jahren voraus.
2. Sowie, dass die Muslime zu diesem Zeitpunkt leben werden, dies war nämlich nicht selbstverständlich, da erwartet wurde, dass sie sterben könnten bzw. eine Niederlage aufgrund starker Anfeindung erleben konnten.
3. Die Vorhersage, dass dieser Tag, an dem die Römer gegen die Perser gewannen, der Tag war, an dem die Muslime gegen die mekkanischen Götzendiener gewannen.
Desweiteren kommentierte diese Vorhersage Edward Gibbon, ein britischer Historiker, in der Zeit der Aufklärung. Sein Hauptwerk ist „The History of the Decline and Fall of the Roman Empire“, Er behauptete, dass eine solche Vorhersage höchst unwahrscheinlich, beinahe unmöglich, gewesen ist, da das Römische Reich nach der Niederlage gegen die Perser kurz vor der Auflösung stand. Somit wurde überhaupt nicht erwartet, dass dies geschehen werde, aber es geschah trotzdem und der Koran behielt Recht.

Das zweite Beispiel
„Wahrlich, Allah hat Seinem Gesandten das Traumgesicht zu Wirklichkeit gemacht. Ihr werdet gewiß – denn Allah wollte (es so) – in Sicherheit in die heilige Moschee mit geschorenem Haupt oder kurzgeschnittenem Haar eintreten; ihr werdet keine Furcht haben. Und Er wußte, was ihr nicht wußtet, und Er hat (euch) außer diesem (Sieg) einen nahen Sieg bestimmt.“
In diesem Vers können wir sehen, wie der Koran voraussagt, dass die Muslime Mekka betreten und dort die Pilgerfahrt vollziehen werden. Auch dies geschah. So machten die Muslime im 7. Jahr nach der Auswanderung eine Besuchsfahrt nach Mekka und vollzogen ihre Riten im sicheren Zustand und mit stolzem Haupt, wie es der Koran Voraussagte. Hinzu kommt, dass dieser Vers offenbart würde als die Muslime, sich in so einem geschwächten Zustand befanden, dass sie mit ihren schwertern neben ihren Köpfen schliefen aus Angst jeden Moment überfallen zu werden. Also war diese Vorhersage höchst unwahrscheinlich. .

Das dritte Beispiel
„Allah hat denjenigen von euch, die glauben und rechtschaffene Werke tun, versprochen, daß Er sie ganz gewiß als Statthalter auf der Erde einsetzen wird, so wie Er diejenigen, die vor ihnen waren, als Statthalter einsetzte, daß Er für sie ihrer Religion, der Er für sie zugestimmt hat, ganz gewiß eine feste Stellung verleihen wird, und daß Er ihnen nach ihrer Angst (in der sie gelebt haben,) statt dessen ganz gewiß Sicherheit gewähren wird. Sie dienen Mir und gesellen Mir nichts bei. Wer aber danach ungläubig ist, jene sind die (wahren) Frevler.“ (Sura 24 Vers 55)
Jenes Versprechen, dass die Muslime als Statthalter eingesetzt werden und dass sie über die Erde herrschen werden, ist ein Versprechen, das sich nur 25 Jahre nach Offenbarung dieses Verses verwirklichte, und zwar als das Reich der Muslime von China bis ins Atlas Gebirge nach Marokko reichte. Es hätte sein können, dass die Leute den Islam verlassen und dass eine von vielen anderen Religionen oder Bewegungen diejenige wurde, welche in die Geschichte ging. Diese Verse werden vor allem dadurch lebendig, dass sie heute mit der Realität übereinstimmen und dass alles Vorausgesagte eingetroffen ist.

Das vierte Beispiel
„Verweigerer des Guten, der Übertretungen begeht und ein Sünder ist, einem von grobem Benehmen und darüber hinaus einem Eindringling (nur deshalb), weil er Besitz und Söhne hat. Wenn ihm Unsere Zeichen verlesen werden, sagt er: „(Es sind) Fabeln der Früheren.“ Wir werden ihn mit einem Merkmal auf der Nase zeichnen.“

In den obigen Versen geht es um die Beschreibung von al Walid ibn Mughira, welcher ein Wiedersacher der Muslime war. Als er diese Verse hörte, die wegen ihm herabgesandt wurden, fragte er sich, warum er als“ Eindringling“ als“ zanim“ (aus dem Arabischen) betitelt wurde. Nämlich als jemand, der sich einem Volk zuschreibt, aber nicht von ihnen stammt bzw. jemand, dessen Vater unbekannt ist. In manchen Übersetzungen heißt es auch „bastard“ (eine alte Bezeichnung für ein uneheliches Kind, ursprünglich ein fester Terminus des Feudalwesens zur Bezeichnung für das von einem Adligen in außerehelicher Verbindung gezeugt). Er war sich sicher, dass diese Beschreibungen auf ihn zutrafen. Als er zu seiner Mutter ging und sie nach dem Grund fragte, warum er im Koran als „Zanim“ (bastard) bezeichnet wurde, gestand sie ihm: „als ich und dein Vater versucht haben Kinder zu bekommen, klappte dies nicht und dein Vater wollte unbedingt Kinder, so schickte er mich zum Nachbarn zum „Tee trinken“ und deswegen ist es der Fall, dass du tatsächlich nicht der Sohn deines Vaters bist.“

Dieses Geheimnis kannte niemand außer die Mutter, der Vater und der Nachbar, aber der Koran offenbarte es. Die weitere Vorhersage in diesem Vers über Walid ibn Mughira ist, dass diese Verse vor der Schlacht von Badr kamen und es heißt hierbei „Wir werden ihn mit einem Merkmal auf der Nase zeichnen.“ Tatsächlich geschah dies bei der ersten Schlacht der Muslime gegen die Mekkaner, da Waldi ibn Mughira die Nase mit einem Schwert abgeschlagen wurde.

Fünftes Beispiel
„Derjenige, Der dir den Qurʾān verpflichtend gemacht hat, wird dich sicher zu einem Ort der Wiederkehr zurückkehren lassen. Sag: Mein Herr weiß besser, wer die Rechtleitung bringt und wer sich in deutlichem Irrtum befindet.“ (Sura 28 Vers 85)

Als der Prophet s.w.s von Mekka nach Medina auswanderte, nahm ihn das Verlassen seines Heimatortes mit. Er wurde traurig, hatte Heimweh und drehte sich Richtung Mekka. Allerdings offenbarte Allah ihm diese Verse, die ihm versprechen, dass er wieder an den Ort, denn er verließ, sprich nach Mekka, zurückgebracht wird und es geschah so wie der Koran es prophezeite. Dies schien jedoch zu diesem Zeitpunkt als sehr unwahrscheinlich, da die Muslime absolut mittellos waren, um Mekka erobern zu können. Das stellt somit eine weitere Prophezeiung, die sich bewahrheitete, dar.

Sechstes Beispiel
Eine weitere Vorhersage des Korans ist, dass der Koran bis ans Ende der Zeit aufbewahrt wird, was eine klare Vorhersage in Sure 15 Vers 9 ist.
„Gewiß, Wir sind es, die Wir die Ermahnung offenbart haben, und Wir werden wahrlich ihr Hüter sein.“ Diese Aussage wollen wir in einem historischen Kontext genauer betrachten.
Denn alle Gläubigen haben in ihrer eigenen Mitte bzw. unter sich Diskussionen darüber, aus welchen Teilen ihr heiliges buch besteht.
Als Beispiel wird folgenden Fragen nachgegangen: Welche Bücher gehören zur Bibel und welche nicht? Welche Bibel ist authentisch und welche nicht? Welche Verse sind authentisch, welche wurden hinzugefügt und welche sind Orginalversionen.
Als weiteres Beispiel die Qumran-Schriften, welche Schriften bzw. Rollen des Evangeliums aus dem frühsten Christentum sind und Mitte des 20 Jh. in der Nähe des Toten Meeres gefunden wurden. Sie bilden keinen Teil der Bibel oder wie in dem Naag Hamadi Bibeltitel in Ägypten, das auch im 20. Jh. gefunden wurde und ein Ur-Evangelium beinhaltetet. Die biblischen Schriften enthalten nämlich unterschiedliche Texte, über welche man sich nicht einig ist und es bestehen verloren gegangene Text, wie das Thomas Evangelium, welches ebenso kein Teil der Bibel darstellt. Auch Hindus, Buddhisten und Juden sind sich nicht einig, was zu ihren heiligen Schriften gehört und was nicht. Bei den Muslimen hingegen sind sich alle darüber einig, was der Koran ist, nämlich die heilige und veränderte Schrift, da jeder Buchstabe, ja sogar jede Vokalisierung der Buchstaben aufbewahrt worden ist und nicht von Menschen verändert wurde.
Bezüglich des Punktes der Aufbewahrung des Korans wurde sogar sein phonetischer Klang aufbewahrt, jeder Vokal des Vokals, das Aussprechen jedes einzelnen Buchstabens wurde unverändert weitergegeben.
Wenn man als Beispiel das neue Testament untersucht, wird einem gesagt, dass wir nicht wissen, wie das Altgriechisch geklungen hat, aber beim Koran ist dies nicht der Fall, da jeder Buchstabe und sein Klang weitergegeben und aufbewahrt wurden, was in der Geschichte einmalig ist. Auch eine klare Voraussage stellt dies dar, weil der Koran 1400 Jahre zuvor aussprach, dass dieses Buch aufbewahrt sein wird. Heutzutage kann man in jeder islamischen Gemeinde mindestens eine Person finden, welche das Buch im eigenen Geiste aufbewahrt und den Koran auswendig kann.

Siebtes Beispiel
Ein weiterer Punkt der Zukunftsvorhersagen im Koran ist die, in der die Verse über die Herausforderung geäußert werden.
So heißt es in Sura 2 Vers 23 -24:
„Und wenn ihr im Zweifel über das seid, was Wir Unserem Diener offenbart haben, dann bringt doch eine Sūra gleicher Art bei und ruft eure Zeugen außer Allah an, wenn ihr wahrhaftig seid! Doch wenn ihr es nicht tut – und ihr werdet es nicht tun“
“Ibnu Taymiah sagt etwas sehr wichtiges über den Koran und zwar, dass der Inhalt und dessen Bedeutung noch ein größeres Wunder ist als die Verwendung seiner Wörter bzw. die Rhetorik des Korans.”
Die Araber waren zu der Zeit nicht in der Lage, ein Buch, wie den Koran, herauszubringen, was ihre wirtschaftliche und politische Existenz gerettet hätte. Wären Feinde des Islams die Herausforderung eingegangen und hätten sie ein Geschäft gemacht und ein Buch, wie den Koran, herausgebracht, so hätten sie Gewinne erzielen können.
Es war aber leichter für sie, die Muslime anzugreifen und sie zu töten als so einen Koran hervorzubringen, was im Grunde genommen eine Antwort auf ihr Versagen ist.
Wem nämlich die Wortefehlen bzw. das Wissen und die Überzeugung fehlen, der greift zu Gewalt und dies war bei den Mekkanern der Fall. Der Koran forderte sie heraus, wenigstens ein kleines Kapitel, wie den Koran hervorzubringen, dazu waren sie allerdings nicht in der Lage.
Dr. Abdallah Dras kommentierte das Prinzip der Herausforderung, nämlich, dass die Mekkaner ein Buch wie diesen Koran hervorbringen sollen, indem er sagte:
“Fürchtete der Prophet Muhammed nicht, dass die Mekkaner, wessen Königsdisziplin die Literatur war und sie diese wie niemand anders beherrschten, dass ihr Ehrgeiz und ihre Leidenschaft gereizt werden würde und sie sich zusammen tun, um einen Koran, ja wenigstens eine Sura wie in diesem Koran, hervorzubringen. Aber das konnten sie nicht. Darüberhinaus spricht der Koran die zukünftigen Generationen an, welche auch nicht in der Lage sein werden, dies zu tun. Woher hätte der Prophet das wissen sollen? Als wenn ein heutiger verständiger Wissenschaftler behaupten würde, dass keiner jemals eine bessere These hervorbringen wird. So fordert der Koran überdies alle zukünftigen Generationen heraus.

Abschließend:
Dies waren einige Beispiele der Koranischen Prophezeiung über künftige Ereignisse, die tatsächlich eintraten. Keiner konnte über all diese Informationen und Details gewusst haben oder riskiert haben, falsch zu liegen. Wenn nämlich auch nur eine dieser Voraussagen nicht eingetreten wäre, so würde sich der Koran widersprechen und nicht vollkommen sein, wie er es heute ist.

 

Zamzam – das Wunder von Mekka

Eine neue Reihe, in der wir auf Wunder eingehen, welche Mekka beinhaltet.

„Das erste (Gottes)haus, das für die Menschen gegründet wurde, ist wahrlich dasjenige in Bakka, als ein gesegnetes (Haus) und eine Rechtleitung für die Weltenbewohner. Darin liegen klare Zeichen. Wir sehen wie es im Vers heißt das in Mekka klare Zeichen liegen für Leute die nachdenken wollen.“ [3:97]

Zamzam

19 Gott öffnete ihr die Augen und sie erblickte einen Brunnen. Sie ging hin, füllte den Schlauch mit Wasser und gab dem Knaben zu trinken. 20 Gott war mit dem Knaben. Er wuchs heran, ließ sich in der Wüste nieder und wurde ein Bogenschütze.
21 Er ließ sich in der Wüste Paran nieder und seine Mutter nahm ihm eine Frau aus Ägypten. [Genesis: 21/19-21]

Wie man bereits dem Alten Testament entnehmen kann, liegt die Wüste Paran in Mekka. Zamzam – der in Mekka älteste und in der Menschheit bekannte Brunnen, wenn man 2000 Jahre vor der Zeit des Propheten Muhammad ﷺ rechnet, also der Zeit von Abraham. In den letzten 1400  Jahren wurde durch diesen Brunnen für die Menschen ständig Wasser zur Verfügung stellt, sei es Millionen von Kubikliter, die verkauft wurden, oder der Transport in andere Wohngebiete.

Darüber hinaus trinken tagsüber Millionen von Pilgern aus diesem Brunnen seit Jahrhunderten von Jahren.
Wir sehen wirklich, dass dies ein gesegneter Brunnen ist!

Das Unglaubliche: Der Prophet Muhammad sagte in einem Hadith, der bei al-Daraqutni überliefert ist: „Zam ist eine Brunnen, welcher nicht stoppt Wasser zu liefern noch austrocknet.“

Dies ist ein klares Wunder, denn Zamzam ist ein kleiner Brunnen neben der Kaaba. Er besitzt einen dörflichen Charakter, so wie man ihm in jedem typischen Dorf vorfinden würde. Solche Brunnen halten in der Regel bei einem Normalverbrauch einer kleinen Dorfgesellschaft 100 Jahre lang.

Zamzam ist hingegen, wenn man allein die Zeit des Islams berechnet, 1400 Jahre in Betrieb. Er ist 24 Stunden, 7 Tage die Wochen in Betrieb und Millionen Pilger trinken aus ihm täglich. Alleine nach Medina werden täglich 400.000 Kubikliter verfrachtet.
Bei einem solchen Verbrauch dürfte der Brunnen nicht einmal eine Stunde ausreichen.

Dieser Brunnen ist eines, der vielen Zeichen, welche man sich wissenschaftlich nicht erklären kann.

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„3 Prophezeiungen in 3 Versen“

„3 Prophezeiungen in 3 Versen“

„3 Prophezeiungen in 3 Versen“

Die Römer sind besiegt worden und werden hierdarauf siegreich sein.

الم (1) غُلِبَتِ الرُّومُ (2) فِي أَدْنَى الْأَرْضِ وَهُمْ مِنْ بَعْدِ غَلَبِهِمْ سَيَغْلِبُونَ (3) فِي بِضْعِ سِنِينَ لِلَّهِ الْأَمْرُ مِنْ قَبْلُ وَمِنْ بَعْدُ وَيَوْمَئِذٍ يَفْرَحُ الْمُؤْمِنُونَ
[Sure 30:1-3]

„Die Römer sind besiegt worden im nächstliegenden Land. Aber sie werden nach ihrer Niederlage (selbst) siegen, in einigen Jahren. Allah gehört der Befehl vorher und nachher. An jenem Tag werden die Gläubigen froh sein über Allahs Hilfe. Er hilft, wem Er will, und Er ist der Allmächtige und Barmherzige.“ [Sure 30:1-3]

Geschichtlicher Hintergrund zu diesem Vers

In diesem Vers geht es um eine Schlacht zwischen den Persern und Römern, die im Jahre 613-614 stattfand bei. Aufgrund dieser haben die Römer eine schwere Niederlage erlitten. Diese Nachricht erreichte die arabische Halbinsel zu jener Zeit, als sich die Muslime und die arabischen Götzendiener in einer angespannten Lage gegenüberstanden. So sagte Ibn Abbas, wie von Ahmad überliefert – und ähnlich in Jami‘ at-Tirmidhi –, dass sich die arabischen Götzendiener in dieser Schlacht den Persern verbunden fühlten, da die polytheistischen Götzendiener den Mekkanern glichen. Die Muslime fühlten sich den Römern verbunden, weil sie zu den Leuten der Schrift gehörten und ebenfalls ein von Gott gegebenes Buch besaßen. So freuten sich die mekkanischen Götzendiener über die Niederlage der Römer und sahen dies als ein gutes Omen in Bezug auf ihre Auseinandersetzung mit den Muslimen an.
Als der Prophetengefährte Abu Bakr dies mitbekam, berichtete er dem Propheten Mohammed darüber. Daraufhin sagte der Prophet: „Sie werden besiegt werden.“ Die Koranverse wurden daraufhin offenbart und so teilte Abu Bakr den Menschen draußen mit, dass die Römer in wenigen Jahren erneut siegen werden. Die Menschen glaubten allerdings nicht daran, da es für sie nach solch einer schweren Niederlage unmöglich erschien, in nur einigen Jahren wieder kampfbereit sein könne. Es müsste quasi eine neue Generation von Kämpfern heranwachsen. Daher gingen sie mit Abu Bakr eine Wette um Kamele ein, die er letztendlich gewann, da sich die koranische Prophezeiung bewahrheitete.¹ Dies stellte unter anderem einen Grund dafür, weshalb zahlreiche Menschen den Islam annahmen.

Sprach und Rhetorik der Verse

غُلِبَتِ الرُّومُ
„Die Römer sind besiegt worden“

Tahir Ben Aschur, ein großer Exeget der modernen Zeit, bewertete diese Aussage als rhetorisch; um zu sagen „Ja, wir wissen sehr wohl, dass die Römer besiegt wurden und das soll euch kein Anlass zur Freude geben, ihr Mekkaner, weil sie wieder besiegt werden und ihnen es nichts brachte.²
فِي أَدْنَى الْأَرْضِ وَهُمْ مِنْ بَعْدِ غَلَبِهِمْ سَيَغْلِبُونَ
„im nächstliegenden Land. Aber sie werden nach ihrer Niederlage (selbst) siegen.“
Hier heißt es, „im nächstliegenden Land, in dem diese Schlacht stattfand“. Bezüglich dem hierbei verwendeten Begriff wäre „aqrab“ (was „Nähe“ bedeutet) zu erwarten gewesen, aber es wurde explizit das Wort „adna“ benutzt, welches die Bedeutung „Nähe“ trägt, aber auch für die Bedeutung „Tiefe“ sehr bekannt ist. In diesem Vers würde es somit „tiefste“ heißen.
In der damaligen Zeit würde es keinen Sinn ergeben, wenn man zu den Arabern gesagt hätte: Das ist die tiefste Stelle der Erde unter dem Meeresspiegel. Sie hätten damit nichts anfangen können und später dachten viele vielleicht an die Niederlande, wie schon der Name des Landes selbst sagt. Es hätte auch daran gedacht werden können, dass andere Länder die tiefsten Länder darstellen sollen. Die geografische Forschung meint dazu jedoch etwas anderes:
Die niedrigste Stelle auf dem Festland liegt ganze 395 Meter unterhalb des Meeresspiegels. Es ist das Tote Meer an der Grenze zwischen Israel und Jordanien. An genau dieser Stelle fand die Schlacht zwischen den Persern und den Römern statt, also um das Tote Meer.³
Als Abdullah Ibn Umar gefragt wurde, was die passendste Erklärung für den Koran sei, antwortete er: „Die Zeit“, weil viele Dinge und Ereignisse noch geheim und unentdeckt bleiben sollten und ihre Bedeutung erst mit der Zeit verstanden werden sollte.
Zu der Zeit des Propheten war die Geologie noch nicht so weit fortgeschritten, dass man dies hätte wissen können und erst recht hätten es nicht die Araber wissen können, weil sie zu dieser Zeit noch den niedrigsten Bildungs- und Wissensstand hinsichtlich der Wissenschaften, wie Ibn Khaldun sagte.

Absolute Autorität der Verse

فِي بِضْعِ سِنِينَ لِلَّهِ الْأَمْرُ مِنْ قَبْلُ وَمِنْ بَعْدُ وَيَوْمَئِذٍ يَفْرَحُ الْمُؤْمِنُونَ
„Allah gehört der Befehl vorher und nachher. An jenem Tag werden die Gläubigen froh sein über Allahs Hilfe. Er hilft, wem Er will, und Er ist der Allmächtige und Barmherzige“
Dass Allah der Befehl vorher und nachher gehört, ist ein eingeschobener Nebensatz, der zur Bestätigung dient, die absolute Autorität Gottes aufzuzeigen, indem verkündet wird, was in der Vergangenheit geschah und was künftig geschehen wird.
Dies ist also ein Ausruf absoluter Fähigkeit. Sich auf diese Weise auszudrücken, liegt nicht in der Macht des Menschen. Der Mensch sagt: „Ich bin krank“, „Ich habe Angst oder „Ich bin müde“. Wer kann von sich behaupten: „Mir gehört alles, was in der Zukunft geschehen wird und was in der Vergangenheit geschah?

Weitere Prophezeiung

„Und an dem Tage freuen sich die Gläubigen“
Hinsichtlich dieses Verses wurde verstanden, dass sich die Muslime über den Sieg der Römer freuen werden und dies ein Zeichen dafür ist, dass die abrahamitischen Befolger der Leute der Offenbarung gegen die Feueranbeter gewinnen werden.
Allerdings sagte Ibn Kathir (Exeget), dass dies nicht der einzige Grund für die Freude gewesen ist, da viele Koran-Kommentatoren behaupteten, dass am selben Tag, an dem die Römer gegen die Perser die Rückschlacht gewannen, die Muslime ihre erste Schlacht (die Schlacht von Badr) gegen die arabischen Götzendiener gewannen. Über diesen Triumph waren die Muslime sehr erfreut.⁴ Hier erkennen wir eine zeitliche Parallele in der Geschichte.
Dies erwähnte auch Ibn Attiya, ebenfalls ein großer Koran-Exeget, in seinem Werk Muhrar al-Wajiz. Er fügte hinzu, dass dies auch eine Voraussagung der Zukunft gewesen ist. Es bestätigten sich hier zwei Prophezeiungen, nämlich, dass die Römer siegen und die Muslime sich freuen werden.⁵
Neben der Vorhersage , dass die Römer siegreich sein werden und dass diese Stelle, an der die Schlacht stattfand, die Tiefste Stelle auf der Erde darstellt, enthalten diese Verse somit noch eine weitere Offenbarung.

Rationales

Die Orientalisten behaupten, dass eine Gemeinschaft von Menschen den Koran erfand, weil sie wussten, dass der Koran niemals von einem einzigen Menschen geschrieben worden sein könnte und dies Jahre bzw. Jahrzehnte dauern würde. Hier können wir jedoch sehr deutlich erkennen, dass der Koran aktuelle Geschehnisse nannte und damit sowohl über die Gegenwart als auch über die Zukunft sprach und spricht.
Es ist somit gar nicht möglich, dass ein Team aus hundert Gelehrten jahrzehntelang den Koran als „Projekt“ vorbereitet und geschrieben hat, wie viele Kritiker vermeintlich meinen.
Wenn der Prophet Muhammad den Koran selbst verfasst hätte, dann hätte er doch diejenigen Ereignisse, in denen ein Schaden erwartet wurde, vermeiden können. Warum hätte er das Risiko eingehen sollen, sich niemals verwirklichende Verse aufzustellen oder wenn nur eine geringe Wahrscheinlichkeit ihrer Bewahrheitung besteht. Die Prophezeiungen Gottes sind also eindeutig sowie verständlich und nicht etwa schwammig oder widersprüchlich, wie die fehlerhaften Vorhersagen eines Menschen, wie etwa Nostradamus.

Abschließend möchte ich mit den schönen Worten von Zubair al-Kala’i:
„Ich sah die Perser gegen die Römer gewinnen, dann die Römer gegen die Perser und dann die Muslime gegen die Römer und die Perser gewinnen.“⁶
Es gehört zu den Zeichen Gottes, dass eine Gesellschaft von Beduinen eine der größten Zivilisationen, welche die Welt zu dieser Zeit kannte, innerhalb von zwei Jahren besiegte,
Zusammengefasst:

Es bestehen in diesen Versen drei wichtige Prophezeiungen:
1.
Die Worte Allahs haben sich bewahrheitet. Die Römer wurden besiegt und waren danach innerhalb von 9 Jahren siegreich, wie es der Koran prophezeite.
2.
Dass die Schlacht an der tiefsten Stelle auf der Erdoberfläche stattfand, ist ein weitere Offenbarung, über die niemand zu der Zeit hätte wissen können.
3.
Mit Gewissheit und Überzeugung können wir sagen, dass kein Mensch in der Lage gewesen wäre, zu sagen, dass jener Tag, an dem die Römer ihre Rückschlacht gewinnen werden, gleichzeitig der Tag sein wird, an dem die Muslime ihre erste große Schlacht gegen die Mekkaner bestreiten und Siegreich sein werden.

Notiz
Desweiteren kommentierte diese Vorhersage Edward Gibbon, ein britischer Historiker, in der Zeit der Aufklärung. Sein Hauptwerk ist „The History of the Decline and Fall of the Roman Empire“, Er behauptete, dass eine solche Vorhersage höchst unwahrscheinlich, beinahe unmöglich, gewesen ist, da das Römische Reich nach der Niederlage gegen die Perser kurz vor der Auflösung stand. Somit wurde überhaupt nicht erwartet, dass dies geschehen werde, aber es geschah trotzdem und der Koran behielt Recht.
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1 Tafsir Tahir Ben Aschur „Tahrir w taner“ zu Sure 31
2 Tafsir Tahir Ben Aschur Vers غُلِبَتِ الرُّومُ (2) قوله { غلبت الروم } خبر مستعمل في لازم فائدته على طريق الكناية ، أي نحن نعلم بأن الروم غُلبت ، فلا يَهْنِكْم ذلك ولا تطاولوا به على رسولنا وأوليائنا فإنّا نعلم أنهم سيَغلبون مَنْ غلبوهم بعد بضع سنين بحيث لا يعد الغلب في مثله غلَباً
3 The History of Persia Part I: Ancient Persia by Scott Peoples
4 Tafsir al Wasset at-Tantawi قال ابن كثير: وقد كانت نصرة الروم على فارس، يوم وقعة بدر، في قول طائفة كبيرة من العلماء … فلما انتصرت الروم على فارس، فرح المؤمنون بذلك، لأن الروم أهل كتاب في الجملة، فهم أقرب إلى المؤمنين من المجوس .
*5 وقال ابن عطية في “ المحرر الوجيز “ (4/328) “ والنصر الذي يَفْرَحُ به الْمُؤْمِنُونَ : يحتمل أن يشار فيه إلى نصر الروم على الفرس .. ويحتمل أن يشار فيه إلى نصر يخص المؤمنين على عدوهم ، وهذا أيضا غيب ، أخبر به ، وأخرجه للوجود ، إما يوم بدر ، وإما يوم بيعة الرضوان، ويحتمل أن يشار به إلى فرح المسلمين بنصر الله إياهم : في أن صدق ما قال نبيهم ، من أن الروم ستغلب فارس ، فإن هذا ضرب من النصر عظيم “ انتهى * Tafsir al qasimi muhasin a taweel وما ألطف ما قال الزبير الكلائي: رأيت غلبة فارس الروم، ثم رأيت غلبة الروم فارس، ثم رأيت غلبة المسلمين فارس والروم، كل ذلك في خمس عشرة سنة -من أواخر غلبة فارس إلى أوائل غلبة المسلمين *