Adam und Eva, Scham und Pornographie

Adam und Eva, Scham und Pornographie
In diesem Beitrag wollen wir auf einen Aspekt der koranischen Erzählung eingehen.
Die Erzählung, insbesondere die der Propheten, enthalten für die Menschen zahlreiche Lehren.
Sie dienen als eine Art Manifestierung der menschlichen Natur, d.h, dass die psychologischen Zustände, sprich die Verhaltensmerkmale des Menschen in diesen Geschichten dargestellt werden. Die koranische Erzählung dient als ein Leitfaden für Gutes, für Ambitionen der seelischen Selbstverwirklichung, unabhängig von Ort und Zeit.

Sure 7,Vers 27

يَٰبَنِىٓ ءَادَمَ لَا يَفْتِنَنَّكُمُ ٱلشَّيْطَٰنُ كَمَآ أَخْرَجَ أَبَوَيْكُم مِّنَ ٱلْجَنَّةِ يَنزِعُ عَنْهُمَا لِبَاسَهُمَا لِيُرِيَهُمَا سَوْءَٰتِهِمَآ ۗ إِنَّهُۥ يَرَىٰكُمْ هُوَ وَقَبِيلُهُۥ مِنْ حَيْثُ لَا تَرَوْنَهُمْ ۗ إِنَّا جَعَلْنَا ٱلشَّيَٰطِينَ أَوْلِيَآءَ لِلَّذِينَ لَا يُؤْمِنُونَ
„O Kinder Ādams, der Satan soll euch ja nicht der Versuchung aussetzen, wie er eure (Stamm)eltern aus dem (Paradies)garten vertrieben hat, indem er ihnen ihre Kleidung wegnahm, um ihnen ihre Blöße zu zeigen. Gewiß, er sieht euch, er und sein Stamm, von wo ihr sie nicht seht. Gewiß, Wir haben die Satane zu Schutzherren für diejenigen gemacht, die nicht glauben“

Dieser Vers ist eine Warnung Allahs für die Menschen bzw. für die Kinder Adams, deswegen wurde in diesem Kontext, welcher sich um die Geschichte von Adam und Eva handelt, die Verwendung „Kinder Adams“ benutzt, sprich für die Menschen gewählt, um eine Relation und eine Echo in die Atmosphäre dieser Ereignisses zu schaffen, als der Satan unsere Großeltern Adam und Eva verführte und die somit aus den Paradiesgärten vertrieb, wurde nicht der Begriff „Insan“ oder „Bäschar“ für den Menschen ausgewählt, sondern das absolut passende Synonym, um eine Orientierung an diese Geschichte zu schaffen. Also wurde anhand des Begriffes eine Atmosphäre geschaffen, welche den Leser in das Szenario der Schöpfungsgeschichte versetzt.

Die Taktik bzw. die List, welche der Satan dafür (aus dem Paradies vertreiben) anwendete, war die Entkleidung von Adam und Eva, sodass deren Schambereich sichtbar wurde.

Rhetorischer Aspekt

In diesem Vers haben wir den Begriff لِبَاسَهُمَا „Libas“ (ihre Kleidung), dieser Begriff deutet auf die Kleidung, welche nah am Körper liegt hin bzw. sich mit der Haut vermischt und diese bedeckt. Diese Wortwurzel wird auch für das Unkenntlichmachen bzw. Vermischen einer Sache benutzt, التلبيس „Talbis“, das Prinzip dahinter ist, dass wenn eine Sache sich mit einer anderen vermischt, sie unkenntlich wird.
Dazu dient nämlich die Kleidung, die die Scham und Konturen des Körpers unkenntlich zumachen bzw. bedecken, indem sich der Stoff an die Haut legt. In unserer heutigen Zeit stellen wir leider fest, wie die Kleidung für genau das Gegenteil benutzt wird, um gewisse Körperstellen hervorzuheben und zu betonen und somit den Reiz hervorzuheben, statt sie zu bedecken.
Der Sprachwissenschaftler Ibn Faris sagt über das Wort ,,Libas“, das die Wortwurzel „L B S“ hat, dass diese auf die Vermischung hindeutet. Und in diesem Fall ist es die Vermischung des Kleidungsstücks mit dem Körper bzw. das Anziehen.*1
Ebenfalls deutet das Wort auf das Bedecken und das Unkenntlichmachen hin.

Wie man sieht, wurde in diesem Vers genau dieser Begriff für die Kleidung benutzt, statt الثياب Thiyab“, welcher die Wortwurzel, „Th W B“ hat und laut Ibn Faris deutet dieses Wort auf die Wiederkehr hin und deshalb wurde die Kleidung so genannt, weil sie immer wieder zu einem zurückkehrt bzw. weil das Gewand nach dem Ablegen immer wieder an den Körper zurückkehrt.*2

Und dann sehen wir noch den Begriff „sarabil“ والسرابيل, welcher auf ein komplett bedeckendes Gewand hindeutet mit einer schütztenden Charakterstik.

Wir sehen also, in unserem Vers wurde der Begriff Libas لِبَاسَ für die Bekleidung ausgewählt mit der Charakteristik des Bedeckens, des Unkenntlichmachens und des Vermischens einer Sache, weil genau dieser eine Harmonie wiedergibt in Anbetracht, dass der Vers darauf deutet, dass der Satan den Menschen von seiner schamhütenden und bedeckenden Kleidung entblößen will. Deswegen wurde genau dieses Synonym, welche die Charakteristik festhält, für die Kleidung ausgewählt, welche der Satan versucht den Menschen zu nehmen.

Auch das Wort für Entblößen bzw. Ausziehen يَنزِعُ „Yänzi’a“ wählt der Koran genauestens aus, um ein Komplettbild der satanischen Anstrengung und Besträbnisses wiederzuspielgeln. Der Begriff النَّزْع deutet auf das Herausziehen einer Sache, durch Stärke von ihrem festgesetzten Platz.3 So wird das Wort für das Entwurzeln eines Baumes benutzt. Und so sehen wir, dass die Charakteristik dieses Wortes in einem anderen Koranvers verwendet wird: تَنزِعُ الناس كَأَنَّهُمْ أَعْجَازُ نَخْلٍ مُّنقَعِرٍ „der die Menschen „entzog“( تَنزِعُ) , als wären sie Stämme entwurzelter Palmen.“4

Das bedeutet, dass durch die Verwendung dieses Begriffes auf die Stärke angedeutet wird, da der Schaytan versucht die Gewänder von Adam und Eva, welche symbolisch für die ganze Menschheit stehen, zu entreißen. Sein Ziel ist es, mit aller Kraft die Kleidung der Menschheit vom Leibe zu reißen, um das Schamgefühl zu entziehen und somit die Scham mit aller Kraft zu entblößen.

Der Koran spiegelt diese teuflische Entblößung anhand einer Metapher wieder, damit der Leser dies verbildlicht. Das Zusammenspiel der ausgewählten Begriffe spiegelt einen Schaytan wieder, welcher mit gesamter Kraft versucht den Menschen, welcher durch die schambedeckendenden Kleidung geschützt ist, der Bekleidung zu entledigen und seine Scham aufzuzeigen.

Gesellschaftliches

Nachdem wir die sprachliche und allgemeine Bedeutung des Verses analysiert haben, wollen wir nun schauen, wie diese satanische Methodik im heutigen Zustand wiedergespiegelt wird.

So wie der Schaytan mit seiner Ur-List versuchte den Mensch zu entblößen bzw. dessen Scham aufzuzeigen, versucht er es heute immer noch mit exakt derselben Methodik, und zwar, indem er die Menschen entkleiden will und die Schamlosigkeit verbreiten will. Denn ein Schlüssel für die Sünden und den Unheil in der Gesellschaft ist das Verschwinden der Schamhaftigkeit. Wenn die Scham gefallen ist, ist der Weg zum Frevel und Verbotenem sehr leicht.
Dass Frauen sich in hautenge, „alles offenbarende“ Kleidungstücke werfen, ist eine dieser Methoden.
Der nackte Frauenkörper wird dahingehend instrumentalisiert, sodass man von Limonaden bis hin zu Bohrmaschinen alles damit verkaufen kann. Es heißt nicht umsonst „Sex Sales“. Ob es Reklame, Tv-Serien, Kleidung oder andere Sachen sind. Nichts von alldem wäre heute denkbar, ohne das Aufzeigen von „Haut“ und weiblichen Reizen.

Viele Frauen kleiden sich reizend, aufgrund des Verlangens nach Anerkennung, welche sie ertrachten. Ob es 13 Jährige Mädchen auf Instagram sind oder ältere Frauen. Viele Frauen versuchen sich durch ihre Reize zu bestätigen bzw. Anerkennung zu erlangen.

Pornographie und das Hirn

Ein weiteres sehr verbreitetes Mittel des Schaytans, um das Schamgefühl aus der Gesellschaft zu entziehen ist die Pornographie, welche mittlerweile genauso wie Kaffe oder Zigaretten eine Volksdroge darstellt. Auch hier arbeitet der Satan mit dem Mittel der Nacktheit bzw. der Schamlosigkeit, eine sehr intensive Form der Nacktheit.
Der Großteil der in Deutschland lebenden Männer ist von dieser Epidemie betroffen. Gerade bei Gläubigen tötet diese Pornographie die Spiritualität, bei vielen jungen Muslimen besonders. Es entsteht eine Entfernung von Allah, dessen Grund die Schamlosigkeit ist.
So wie Adam und Eva die Nähe zu Gott im Paradies verloren, aufgrund der Enthüllung ihrer Scham, welche die Folge der satanischen Einflüsterung war, so verliert der Gläubige heute diese Nähe zu Gott, indem seine Spiritualität getötet wird. Dies geschieht, weil er sich den Götzten der eigenen Triebseele ergibt und in Anbetung vor den pornographischen Bildern zu Boden fällt. Im Koran wird die Sünde des Mordens oft im selben Atemzug mit der Sünde der Unzucht genannt und der Grund dafür ist, wie die Koraninterpreten sagten: „Dass so wie der Mord der Tot des Körpers ist, so ist die Unzucht das Töten der Seele“ und es besteht kein Zweifel darin, dass die Pornographie eine Form der Unzucht ist. Dies sagte der Prophet Mohammed, dass auch die Augen „Zina“ (Unzucht) begehen.

Hirnforscher enthüllen beunruhigende Fakten über die Art und Weise, wie die Pornografie die Schaltkreise des Gehirns neu verkabeln kann. Dies kann in eine tiefe Sucht und zu Verhaltensweisen führen, die früher nie in Betracht gezogen worden wären.

«Wenn man sich Pornografie ansieht, verändert das alles», erklärt William Struthers. «Es verändert die Art und Weise, wie du Frauen ansiehst. Es verändert die Art und Weise, wie du Männer ansiehst. Es verändert die Art und Weise, wie du über dich selbst denkst.»
Struthers ist Professor für Psychologie am Wheaton College und Autor von «Verdrahtete Intimität: Wie die Pornografie das männliche Gehirn entführt».
Das Gehirn ist ein Instrument mit empfindlichen Schaltungen, die durch Signale, die es empfängt, verändert werden, erklärt Struthers: «Das Gehirn ist eines der wenigen Organe, das sich selbst verändert. Die Pornografie nutzt diese sensiblen Schaltkreise im Gehirn bei Männern und auch Frauen aus.»
«Das Gehirn wird vergewaltigt»
In der Vergangenheit gingen die Menschen nicht durchs Leben und sahen Tausende unterschiedlicher Menschen, die die ganze Zeit vor ihnen Sex hatten. «Wenn man Hunderte Männer und Hunderte Frauen und Hunderte von verschiedenen sexuellen Handlungen mit einem Mausklick betrachtet, ist das nicht das, was das Gehirn erwartet. Historisch gesehen ist das nicht das, was das Gehirn erwarten soll.»
Weiter fügt er an: «Wir sind jetzt durch die Technologie an einem Punkt angelangt, an dem das Gehirn durch Pornografie vergewaltigt wird. Es ist wirklich eine Vergewaltigung des Geistes.»
Er vergleicht Pornografie mit dem Passivrauchen unserer Kultur. Menschen können versuchen, davon wegzukommen, den Ärger zu ertragen, oder sie machen mit und werden selbst zu Rauchern.

Adrenalin im Hirn

Wenn man durch Pornos erregt wird, wird Adrenalin im Körper freigesetzt, zusammen mit der Version des Adrenalin im Gehirn, das Noradrenalin genannt wird. «Noradrenalin ist der Neurotransmitter, der dir hilft, morgens aufzustehen und lang anhaltende Erinnerungen zu bilden.»
Ein weiterer Neurotransmitter, der freigesetzt wird, ist Dopamin, das den Menschen hilft, sich zu konzentrieren. Dieses werde auch bei Suchtmitteln freigesetzt. Und bei Pornografie. «Man verliert den Überblick über alles andere. So wird eine Person, die Pornografie betrachtet, in sie hineingezogen. Dabei geht alles andere vergessen, was um einen herum vor sich geht. Man verliert die Zeit aus den Augen.»

Gute Bindungen, schlechte Bindungen

Wenn der sexuelle Bedarf gedeckt ist, wird ein drittes Neuropeptid freigesetzt, «nämlich endogene Opiate, die auch Endorphine genannt werden. Wenn sie freigegeben werden, spürt die Person Euphorie und eine Auflösung aller Spannungen im Körper.»
Weiter hält Struthers fest: «Zwei kleinere Hormone, Oxytocin und Vasopressin, dienen dazu, eine Person an das zu binden, was auch immer es war, das ihren Bedürfnissen entsprach. Es ist Gottes Plan, aneinander gebunden zu sein, und das ist eine gute Sache, wenn diese Bedürfnisse angemessen erfüllt werden.»
Bei Pornos ist die Person aber an die Darstellungen anderer Personen gebunden. «Es ist schwierig, sich mit Bildern ausreichend zu erregen, also wird die Person normalerweise viele verschiedene Bilder ansehen müssen.»
Da die Befriedigung immer schwieriger zu erreichen ist, streben Süchtige nach Neuheit und sind letztendlich an eine Reihe von Verhaltensweisen gebunden. Deswegen werden die pornographischen Inhalte, die konsumiert werden, immer extremer. Dies kann auch das Intimleben mit dem Partner gefährden, da der Partner allein für den Konsumenten nicht mehr reicht, um „genug“ erregt zu werden.

Fazit

Wir sehen an diesen Versen, dass der Ausgangspunkt des Menschen die Bekleidung und die Bedeckung ist und das Hüten der Scham, obwohl immer suggeriert wird, dass das Adamskleid die Nacktheit darstellt.
So heißt es in einem anderen Vers

Sure 20, Vers 121
فَأَكَلَا مِنْهَا فَبَدَتْ لَهُمَا سَوْءَٰتُهُمَا وَطَفِقَا يَخْصِفَانِ عَلَيْهِمَا مِن وَرَقِ ٱلْجَنَّةِ ۚ وَعَصَىٰٓ ءَادَمُ رَبَّهُۥ فَغَوَىٰ
„So aßen sie beide davon, und da zeigte sich ihnen ihre Blöße offenkundig, und sie begannen, Blätter des (Paradies)gartens auf sich zusammenzuheften. So widersetzte Ādam sich seinem Herrn, und da fiel er in Verirrung.“

Also die Nacktheit, in welche sie gerieten, war für Adam und Eva unangenehm, daher beeilten sie sich und nahmen sich Blätter, um sich zu bedecken, sodass keiner ihre nackten Körper zu sehen bekam. Der nackte Körper ist kein natürlicher Zustand, wie manche Naturalisten heute behaupteten.

Wir sehen also, dass der Koran in seiner narrative die Zustände von Adam und Eva bezüglich ihrer Scham wiedergibt und dass diese durch das Befolgen der satanischen Einflüsterung ihre Kleider verloren und deren Scham sich entblößte. Und dies ist die Hauptaufgabe des Satans, nämlich dem Menschen die Schamhaftigkeit zu entziehen bzw. die Schamlosigkeit zu verbreiten, damit die Gesellschaft sich von Allah entfernt. Und wir wissen letztendlich, dass die Scham zur natürlichen Veranlagung gehört, deshalb nahmen sich Adam und Eva Blätter, um ihren Scham zu bedecken.

Diese tiefenpsychologische Nuance, und zwar, dass die Scham im Menschen verankert ist und ein natürlicher Zustand ist, ist am besten bei Kleinkindern zu beobachten, welche noch auf ihrer gesunden Natur sind bis gesellschaftliche Umstände diese verändern.

*1 Maqais allugha, Ibn Faris
*2 Maqais allugha, Ibn Faris
*3 Aldur al masun, Samin al halabi
*4 Sure 54, Vers 20

Lichtverse präsentiert den „Lichtvers“

Lichtverse präsentiert den „Lichtvers“

Lichtverse präsentiert den „Lichtvers“ Lesezeit 2 Minuten

„Gott ist das Licht der Himmel und der Erde. Sein Licht ist einer Nische vergleichbar, in der eine Lampe ist. Die Lampe ist in einem Glas. Das Glas ist, als wäre es ein funkelnder Stern. Es wird angezündet von einem gesegneten Baum, einem Ölbaum, weder östlich noch westlich, dessen Öl fast schon leuchtet, auch ohne, dass das Feuer es berührt hätte. Licht über Licht. Gott führt zu seinem Licht, wen Er will, und Gott führt den Menschen die Gleichnisse an. Und Gott weiß über alle Dinge Bescheid.“ [24:35]

Das Licht ist die Grundlage unseres Lebens – sowohl im physischen, als auch im metaphysischen Sinne.
Das Licht, welches wir auf der Erde haben ist, zu 99 Prozent Sonnenlicht. Dieses Sonnenlicht trägt Energie bzw. Wärme in sich, was die Erde auf eine Durchschnittsttemperatur von 15° Grad bringt.

Diese Temperatur lässt eine Vegetation zu und macht das Leben auf der Erde erst möglich. Darüber hinaus ist das Licht der einzige Grund, warum man Dinge sieht; nicht das Auge sieht die Dinge, sondern aufgrund der Erleuchtung durch das Licht werden die Gegenstände für das Auge sichtbar.

Als Beispiel sieht Mann in einem absolut versiegelten Raum nichts, wenn man ihn betritt. Dort ist es stockdunkel, man sieht absolut nichs.
Wenn man hingegen nachts in ein dunkles Zimmer geht, fängt man nach einer Zeit an, Silhouetten der Möbel zu erkennen bzw. zu sehen, weil eine kleine Lichtzufuhr des Mondes vorhanden ist. Der Mond gibt auch nur durch die Sonne reflektiertes Licht ab. Wir sehen also durch die Reflektion von Licht die Gegenstände.

Außerdem ist das Licht die Quelle unserer Nahrung. Das Fleisch, welches wir konsumieren, ist ein Produkt bzw. Bestandteil eines Tieres, das durch Pflanzen, gezüchtet worden ist.

Diese Pflanzen ebenso der Hauptbestandteil unserer Nahrung. Sie können nur durch durch Licht entstehen, wie wir durch die Photosynthese wissen.
Die Photosynthese ist der einzige biochemische Prozess, bei dem Lichtenergie, meistens Sonnenenergie, in chemisch gebundene Energie umgewandelt wird.
Von ihr hängen indirekt auch nahezu alle heterotrophen (nicht zur Photosynthese fähigen) Lebewesen ab, da sie ihr letztlich ihre Nahrung und auch den zur Energiegewinnung durch aerobe Atmung nötigen Sauerstoff verdanken. Aus dem Sauerstoff entsteht zudem die schützende Ozonschicht.

Das äußerst Interessante ist die in der Pflanzen enthaltende Energie, welche durch die Photosynthese u.a. durch das Licht entsteht. Sie wird beim Zerkauen der Pflanzen bzw. der Nahrung freigegeben und wird zu einem wichtigen Energielieferant für den Körper.
Man könnte quasi sagen: „Wir essen Licht.“

Unser Tagesrhythmus ist geprägt durch das Licht. Das Sonnenlicht gilt als eine Art Motor, der den Menschen in Bewegung bringt und einen für ihn passenden biologischen Rhythmus erstellt. Dieser Rythmus bringt den Körper in eine Balance zwischen der der Nacht bringt. Die ist auch mit welche mit Ruhe verbunden und macht den Tag zur Arbeit sprich Aktivität. Eine perfekte für den Menschen angepasste Balance, welche durch das Tageslicht entsteht.

Wenn dieses Gleichgewicht nicht mehr vorhanden, so bringt dies Schäden mit sich. Wer Nachtschichten schiebt, leidet später mit höherer Wahrscheinlichkeit unter Herz-Kreislauferkrankungen, Lungenkrebs und stirbt früher. Das geht aus einer Studie hervor, die in der aktuellen Ausgabe des American Journal of Preventive Medicine erschienen ist.

Es gibt in Skandinavien im Winter, der sehr kurze Tage hat, auch eine der höchsten Selbstmordraten und generell leben dort viele depressive Menschen. Schließlich spielt das Licht auch für das das körperliche und seelische Wohlbefinden ein wichtige Rolle spielt.

Im Koran kommt das Wort „nūr“, das „Licht“ bedeutet, lediglich im Singular vor und das Wort „dhulumat“, welches Dunkelheiten bedeutet nur im Plural.
Die schöne, tiefgründige Bedeutung dahinter spiegelt sich in der Realität wieder: Es gibt nur ein essentielle Lichtquelle, welches die Sonne ist, denn über 99 Prozent unsers Lichtes kommt von der Sonne. Die Schatten sind viele – jeder Gegenstand kann einen Schatten werfen.
Diese physische Begebenheit trug der Koran in eine sehr bedeutende Metapher um und zwar dass die Wahrheit – das Licht – nur eine ist und die Falschheit sprich die Dunkelheiten viele.

Diese Wahrheit kommt von der einzige absoluten objektiven Wahrheit. Das einzige Wahre das absolut objektiv ist, ist Allah selbst und alles andere, was existiert ist relativ. Er ist derjenige von allem unabhängige, alles andere in Existenz bringende, von Ihm abhängige. So wie das physische Leben nur durch Licht existieren kann, so kann auch das metaphysische Leben das Leben der Seelen nur durch sein Licht geschehen. Und die Dinge sehen können wir nur durch seine Erleuchtung, wie auch im physischen Sinne.

Deswegen sind die tiefen dieses Verses für die Leute, welche eine klären verstand Besitzen und nachdenken zu verstehen.

„Gott ist das Licht der Himmel und der Erde“ [24:35]

Aus der Erde kommen wir und in ihr kehren wir zurück

„Aus der Erde kommen wir und in ihr kehren wir zurück.“

So heißt es nach einer Überlieferung, dass Gott Adam aus Erde schuf und wenn du eine Handvoll Erde nimmst, wirst du in dieser eine dunkleren Sandkorn, einen helleren, einen weicheren, einen härten finden. Genauso verhält es sich mit den Menschen: Sie sind unterschiedlich in Hautfarben, Charakter usw. gestaltet.

Der Herr des Osten und Westens sagt in seiner edlen Schrift:

ومن آياته أن خلقكم من تراب ثم إذا أنتم بشر تنتشرون
„Und zu Seinen Zeichen gehört, dass Er (Allah) euch aus Erde schuf so seid ihr dann Menschen die in der Welt verstreut ihren Aufgaben nachgehen“. [30:20]

Diesen Vers kommentierte der große andalusische Exeget aus Cordoba Abu ‚Abdullah diesen Vers folgendermaßen: „Dass er dich aus Erde schuf und du jetzt ein Verständiger, sich artikulierender nach Versorgung strebender Mensch bist, sollte dir zum Verständnis gegeben, dass du nicht nutzlos erschaffen worden bist und dass Derjenige dich so schuf, Der der Anbetung würdig ist.“

So ist ein Nutzen, welcher aus diesem Koranvers gezogen wurde, die Demut zu bewahren, denn wir sind aus simpler Erde und sollten nicht hochmütig auf dieser Erde rumlaufen.

Notiz: Max Webster, der Verfasser des Webster Lexikon, wollte wissenschaftlich beweisen, dass der Ursprung der englischen Sprache die hebräische ist. Jedoch kam er dann nach langer Forschung zum Schluss, dass es die arabische Sprache ist. So kommt das Wort Earth oder „Erde“ von dem arabischen Wort „erdh“. Der selbe Vers war der Anlass eines zuvor sehr eingebildeten Japaners, der sich von nichts sagen lassen hat, den Islam anzunehmen.

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Zweisamkeit als Zeichen Gottes

Zweisamkeit als Zeichen Gottes

Wenn du ein Mann bist, wird sie eine Frau sein. Wenn du männlich bist, wird sie weiblich sein.
Wenn du ein Prinz bist, wird sie eine Prinzessin sein. Wenn du sie liebst, wird sie diese Liebe in der Schatztruhe ihres Herzens verschließen.
Als dir die Seele eingehaucht würde, warst du im Bauch einer Frau.
Als du weintest, lagst du im Schoß einer Frau.
Als du liebtest, warst du im Herz einer Frau.
Die Frau ist Allahs anvertrautes Gut, kein Mann ist der welcher sie nicht ehren tut.

وَمِنْ آَيَاتِهِ أَنْ خَلَقَ لَكُمْ مِنْ أَنْفُسِكُمْ أَزْوَاجًا لِتَسْكُنُوا إِلَيْهَا وَجَعَلَ بَيْنَكُمْ مَوَدَّةً وَرَحْمَةً

Und unter Seinen Zeichen ist dies, dass Er Gattinnen für euch aus euch selber schuf, auf dass ihr Frieden bei ihnen finden möget; und Er hat Zuneigung und Barmherzigkeit zwischen euch gesetzt. Hierin liegen wahrlich Zeichen für ein Volk, das nachdenkt. [Sure 30:21]

In diesem Vers führt Allah die Beweisführung seiner Existenz und Zeichen durch den der Romantik und der liebe zwischen Mann und Frau an. Wo kommt das Gefühl der Liebe her? Wer lässt uns Schönheit und Zweisamkeit begreifen? Diese gaben Allahs an die Menschheit, sollte Ihnen zu denken geben.

Das Wort für Gattinnen im arabischen heißt „zawdj“, welches eine ähnliche Bedeutung wie das Wort Gattung von dem Gattinnen stammt, also Gesamtheit von [Arten von] Dingen, Einzelwesen und Formen, die in wesentlichen Eigenschaften übereinstimmen.

Darüber hinaus hat das arabische Wort einen vervollständigenden Charakter, sprich das Eine wodurch das andere erst „sein“ kann und so stellt sich die Frage nicht von besser und schlechter, weil das eine nicht ohne das andere sein kann. Man(n) ist von einander und für einander geschaffen würden.
Dies ist eine große Gabe das wir von unseres gleichen Gattinnen haben, weil dies zu Empathie Mitgefühl und Verständnis führt so pflegte Martin Heidegger zu sagen: „Könnte ein Löwe deine sprach sprechen, so würdest du ihn nicht verstehen.“

Dass Frau und Mann zu der gleichen Gattungen gehören ist eine Gabe, die wir niemals wahrnehmen, weil wir sie als selbstverständlich sehen. Es ist aber auch eine Sache, die sich allein in unsere Sprache manifestiert hat. „Gleich und gleich gesellt sich gerne.” Oder im Sozialleben sprich Tennisclub, Leserkreis usw. also Leute die gleiche Interessen haben und einen gemeinsamen Nenner können miteinander agieren. Wer über diese Angelegenheit nachdenkt, wird verstehen, dass die Vorgänge zwischen Mann und Frau ein Wunder sind und Zeichen für die Bedenkenden.

Es sind keine überlebensnotwendigen Instinkte oder erlernte Gefühle – es ist die Gabe Gottes an die Menschen.

Die Demut

‘Umar sprach zu den Menschen auf der Kanzel und sagte „O Leute seid demütig, denn ich hörte den Gesandten Gottes ﷺ sagen:

„Wer sich den Menschen demütig gegenüber erweist, um Gotteswillen, den wird Gott erheben, denn er sieht sich selber klein, doch die Menschen sehen in groß (aufgrund seiner Demut). Und wer arrogant ist, den wird Gott auf den Boden holen, Er ist in den Augen der Menschen klein aber sieht sich selber groß.‘“

Musnad Shihāb

Diese Überlieferung zeigt uns, dass Demut etwas ist, was die Menschen an Charaktergröße mehrt, Ein vernünftiger Mensch sieht gutes in Leuten, die weder Rumprotzen noch andere klein sehen und kritisieren.
Das Wort Demut im Arabischen „tawadhʿ“ kommt davon, dass man eine Sache auf den Boden legt. Auch das Wort „wadhʿ“, welches Geburt bedeutet, kommt davon, dass in Antiken Gesellschaften Geburten in der Hocke stattfanden und das Kind danach auf den Boden fiel bzw. man es hinlegt. 

Diese Bedeutung des Begriffes soll den Menschen zu verstehen geben, dass er auf dem Teppich bleiben soll und nicht abheben.

Man sagte der Demütige ist wie ein flaches, tiefes Land, das, wenn der Regen fällt, die Erde es aufsaugt und es zur Befruchtung der Erde nutzt. Und der Arrogante gleicht einem großen steinigen Berg. Er profitiert nicht vom Wasser, weil es herunterfließt und er es nicht aufnehmen kann.
Dieses lehrreiche Gleichnis ist eine schöne Beschreibung, wie viel demütige Menschen von ihren Mitmenschen profitieren können und Arrogante dies nicht können.

Abschließend zwei schöne Zitate von Hasan al-Basri:

 
„Ich wunder mich über das Kind Adams (also wir Menschen). Er war grade noch auf Toilette und reinigte sich von seinem Geschäft und jetzt läuft er mit einem Überlegenheitsgefühl durch die Gegend.“

Und:
„Der Arrogante ist wie jemand, der auf dem Berg steht. Er sieht die Menschen klein und sie sehen ihn klein.“

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